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Digitalisierung: Wie SAP BW/4HANA eine Branche retten kann

Feature | 19. Oktober 2016 von Judith Magyar 12

Die Digitalisierung hat das Verlagswesen hart getroffen. Der australische Medienkonzern Fairfax zeigt, wie die Analyse-Software SAP BW/4HANA dazu beitragen kann, die Branche wieder rentabel zu machen.

Vor 20 Jahren sagte Bill Gates, ehemaliger Chef von Microsoft, in seinem Essay „Content is King“ bereits voraus, welchen Einfluss das Internet künftig auf die Gesellschaft haben wird.

„In Zukunft wird im Internet mit Inhalten das große Geld gemacht, genauso wie es beim Rundfunk der Fall war“, schrieb er im Jahr 1996. „Die Revolution um Fernsehgeräte brachte eine große Zahl an neuen Branchen zu Tage, darunter die Herstellung von Fernsehapparaten. Allerdings waren auf lange Zeit gesehen diejenigen die Gewinner, die das neue Medium für Informationen und Unterhaltung nutzten. Jeder kann veröffentlichen, was er möchte. Aber um online erfolgreich zu sein, reicht es nicht aus, Printmedien einfach elektronisch verfügbar zu machen. Den Beiträgen fehlt es an Tiefe und Interaktivität. Leser müssen mit brandaktuellen, detaillierten Informationen, die man gerne durchstöbert, belohnt werden… Man muss ihnen die Möglichkeit geben, sich persönlich einzubringen. Das geht weit über Briefe an den Redakteur hinaus.“

Eine weitere große Herausforderung, auf die Gates eingeht, ist die Umsatzgenerierung. Allerdings war er sich damals schon sicher, dass die Technologie die Verleger dabei unterstützen würde, gegen eine geringe Gebühr eine große Zahl von Lesern zu gewinnen.

„Diejenigen, die Erfolg haben“, so Gates, „werden das Internet als ein Marktplatz der Ideen, Erfahrungen und Produkte, als ein Marktplatz der Inhalte, vorantreiben.“

Heute kämpft die Medienbranche immer noch mit den von Gates genannten Problemen. Mit Mobilgeräten, Big Data, Personalisierung und Vertrieb (auch „Queen of Content“ genannt) nimmt das Ganze nun enorme Ausmaße an. Medienunternehmen müssen informieren, unterhalten, soziale Medien einsetzen, Geld verdienen und die moderne Technologie effizient nutzen, um im Geschäft bleiben zu können.

Unternehmen wie der australische Medienkonzern Fairfax Media, der auf vielen unterschiedlichen Plattformen agiert und über 13 Millionen Australier sowie über 3 Millionen Neuseeländer erreicht, kämpfen ebenfalls mit rückläufigen Leserzahlen, mehr Mitbewerbern und dem Druck, möglichst günstig Inhalte bereitzustellen.

Echtzeitanalysen von Big Data

„Es reicht nicht, nur Inhalte zu erstellen. Wir müssen den Erwartungen verschiedener Zielgruppen in den Online- sowie Printmedien und in den sozialen Medien gerecht werden. Wir haben unser Angebot erweitert, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. Vor zehn Jahren noch hatten wir nur die Printmedien und den Rundfunk. Mittlerweile haben wir neue zusätzliche Geschäftszweige wie den Immobilienhandel und verschiedene Veranstaltungen, wie Weinproben und Verkostungen. Damit einher gehen eine Vielzahl neuer Daten, die Geschäftseinblicke erfordern“, erklärte Diego Lombardini, Head of Finance Systems bei Fairfax Media, kürzlich bei der Markteinführung von SAP BW/4HANA in der Terra Gallery in San Francisco.

Die Analytics-Technologie SAP BW/4HANA kommt zu Hilfe

„Wir wissen nicht, was noch auf uns zukommt. Wir konzentrieren uns nicht auf die derzeitigen Anforderungen. Wir konzentrieren uns darauf, in Plattformen zu investieren, die uns dabei unterstützen, in der Zukunft optimal gerüstet zu sein. Wir brauchen eine Plattform für unsere Programmierschnittstellen (APIs), damit wir uns effizienter an unseren Geschäftsanforderungen orientieren können. Die Plattform soll nicht nur auf das Back Office ausgerichtet sein, sie muss auch unsere Daten analysieren können. Neue Geschäftsbereiche bedeuten mehr neue Daten, die neue Geschäftseinblicke erfordern. Wir bauen auf SAP BW/4HANA, um die Rentabilität unserer Veranstaltungen zu analysieren. Auf diese Weise können wir schneller entscheiden, welche Veranstaltungen wir aus unserem Angebot streichen.“

Wir bauen auf SAP BW/4HANA, um die Rentabilität unserer Veranstaltungen zu analysieren.

Der digitale Wandel bietet auch Chancen

Fairfax Media ist ein Vorzeigebeispiel in einer Branche, die besonders hart vom digitalen Wandel getroffen wurde. Um besser zu verstehen, welche Möglichkeiten der digitale Wandel bestimmten Branchen bietet und welche Risiken damit einhergehen, hat das Weltwirtschaftsforum letztes Jahr das Projekt „Digital Transformation of Industries (DTI)“ ins Leben gerufen.

Laut einem Bericht des DTI über die Medienbranche bestimmt vor allem das sich ändernde Verbraucherverhalten den digitalen Wandel. Dies verändert auch die Art und Weise, wie Medien erstellt, genutzt und zugänglich gemacht werden. Denn Kunden möchten zu jeder Zeit, von überall auf jegliche Inhalte zugreifen können.

Während sich die meisten Unternehmen darauf konzentrieren, Informationen und Unterhaltung zu liefern, werden Unternehmen wie Fairfax Media, die kanalübergreifende, attraktive Benutzererlebnisse gewinnbringend nutzen, letztendlich als Gewinner hervorgehen.

Titelfoto via Shutterstock

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