Dr. Oetker mit einheitlichem SAP-System

Feature | 4. August 2009 von Benjamin Blaume 0

Von Pizza bis Backpulver - Dr. Oetker ist europaweit aktiv (Foto: Dr. Oetker)

Der Startschuss für die zentrale SAP-Plattform fiel bereits 2003. Nach dem Auftakt in Ungarn wurden die Systeme in Tschechien, der Slowakei, Polen, Kroatien, Deutschland, der Türkei, Rumänien, Italien sowie in den Benelux- und den nordischen Ländern vereinheitlicht. Bis 2010 sollen auch Frankreich, Österreich und die Schweiz ins neue System aufgenommen werden. Die gemeinsame Plattform ermöglicht dank harmonisiertem Berichtswesen konzernweit vergleichbare Auswertungen. Ein weiterer Vorteil ist die nahtlose Zusammenarbeit mit europaweit vertretenen Handelshäusern.

Mit der Umsetzung der Migration betraute Dr. Oetker das SAP-Software- und Beratungshaus SNP AG. Zum Einsatz kam die von SNP entwickelte „Systemlandscape Optimization-Methode (SLO)“. Diese bietet laut SNP zahlreiche Vorteile, da sie direkt auf die Datenbanken zugreife und somit eine vollautomatische Umstellung beliebig großer SAP-Datenmengen ermögliche. Viele andere Migrationsverfahren setzen hingegen auf der Anwendungsebene an und erfordern eine aufwändige manuelle Anpassung der Daten an die neuen System-umgebungen. Herzstück der automatischen Umsetzung ist die SNP Technical Workbench (SNP TCW), die vordefinierte Regeln für Migrationen enthält.

Voll im Zeitplan

Dr. Oetker nutzt SAP-Module für das Rechnungswesen und die Logistik. Daneben kommen die Komponenten SAP Business Information Warehouse, Supplier Relationship Management und SAP Advanced Planning & Optimization (SAP APO) zum Einsatz. Den Abschluss bilden Fremdsysteme zur Archivierung und zum elektronischen Datenaustausch mit Kunden, Partnern und Lieferanten.

Jede Migration wurde als einzelnes Projekt aufgefasst, welches eine strenge Systematik durchlief: Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme der SAP-Quellsysteme erstellte das Projektteam landesspezifische Migrationsregeln. Diese wurden mithilfe der SNP TCW umgesetzt und die Daten an die Ziellösung angepasst.

Mit dem bisherigen Verlauf zeigt sich Dr. Oetker sehr zufrieden. „Die Integration verläuft zielorientiert und im Rahmen unseres Zeitplans“, kommentiert Franz Guggenberger, Gesamprojektleiter bei Dr. Oetker, den Fortschritt des Europa-Projekts. Um verstärkt von den Vorteilen seines zentralen SAP-Systems zu profitieren, überlegt der Lebensmittelhersteller eine Ausdehnung seines neuen Systems auf Übersee und Asien.

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