DSAG im Super-User-Netzwerk

Feature | 25. Juni 2010 von Sabine Höfler 0

Otto Schell beim DSAG Globalization Symposium (Foto: Marcus Winkler)

Plädiert Mehrgleisigkeit: Otto Schell beim DSAG Globalization Symposium (Foto: DSAG)

Vollbesetzte Vortragsräume, rege Fachdiskussionen sowie ein intensiver Erfahrungsaustausch – Otto Schell, DSAG-Vorstand für das Ressort Branchen konnte das SAP Globalization Symposium erneut als Erfolg verbuchen. „Wir sind sehr zufrieden. Unsere Erwartungen an die hohe Qualität der Präsentationen sowie die Zahl und Resonanz der Teilnehmer haben sich erfüllt“, bilanzierte Schell zum Ende der Veranstaltung. Ein Ziel für das nächste Globalization Symposium hat er auch schon gesteckt. „Wir wollen bei Vorträgen und Teilnehmern noch internationaler werden.“

Informationen in 35 Fachvorträgen

Unter dem Motto „Go to market – Globalization is vital“ ging es im Rennaissance Hotel nahe des Zürcher Flughafens zwei Tage lang um zentrale organisatorische und technische Herausforderung beim Aufbau sowie Betrieb globaler SAP-Landschaften. Antworten darauf gaben fast 70 Referenten, die in 35 Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen sowie Keynotes verschiedenste Einblicke in ein breites Themenspektrum gaben – von Ansätzen zur weltweiten SAP-Harmonisierung über das Monitoring heterogener Landschaften bis zum Zeitzonen-Management.

Der Mix kam gut an bei den Symposiumsteilnehmern, die aus elf Ländern in die Schweiz gereist waren und Unternehmen aller Branchen sowie Größen repräsentierten. „Hier werden die Themen diskutiert, die derzeit auch bei unseren Kunden aktuell sind“, befand etwa Hervé Bastian vom Beratungsunternehmen Accenture. Wertvolle Anregungen nahm auch Marit Conrath, Leiterin IT-Applikationen des Kupferproduzenten Aurubis von der Veranstaltung mit: „Ich will mir hier einen Überblick über neue Themen und SAP-Projekte verschaffen, die auch für unser Unternehmen interessant sein können“, sagte sie. „Es ist sehr aufschlussreich zu sehen, wie andere Unternehmen bestimmte Fragen lösen und dass sie zum Teil vor ganz ähnlichen Problemen stehen wie wir.“

Theorie und Praxis

Die Möglichkeiten für ein informelles Networking hält Richard F. Hacker, SAP-Verantwortlicher bei der Tyco Electronics Corporation, für das große Plus des SAP Globalization Symposiums. „Der Austausch mit Anderen und die Chance, interessante weltweite Kontakte zu knüpfen, gehört zu den wichtigsten Vorteilen der Veranstaltung“, erklärte Hacker, der als Referent aus den USA gekommen war. In seinem Vortrag schilderte er den Aufbau, die Zertifizierung und Optimierung eines globalen „Super-User-Netzwerkes“ für den Support der SAP-Anwender bei Tyco Electronics. Den Aspekt von Sicherheit und Compliance beleuchtete Will Keenan, der Auditverantwortliche beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne. Er zeigte auf, wie das IOC mit Hilfe einer Partnerlösung von wikima4 eine Infrastruktur für die sichere Provisionierung und Risikokontrolle von SAP-Usern etablierte.

Neben Präsentationen aus der Praxis gab es auch theoretisches Hintergrundwissen und Denkanstöße aus dem akademischen Bereich. So regte Dr. Felix Wortmann von der Universität St. Gallen mit seinem Vortrag über die Geschäftsvorteile einer breiten Nutzung von Business-Intelligence-Lösungen in Unternehmen eine lebhafte Diskussion im Publikum an.

Erfolg durch Innovationen

Prof. Walter Brenner, der ebenfalls an der Universität St. Gallen lehrt, führte in seiner Keynote in die Welt des „Design Thinking“ ein, eine an der kalifornischen Stanford University entstandene Methode zur Entwicklung innovativer Ideen. Dreh- und Angelpunkt des Innovationsprozesses sind die Bedürfnisse der späteren Kunden sowie Prototypen, mit denen sich die Entwickler Schritt für Schritt der endgültigen Produktversion annähern. „Die Methode eignet sich sehr gut für CIOs. Sie hilft, innovative Services und IT-Lösungen zu entwickeln, die einen Wertbeitrag für den Geschäftserfolg liefern“, betonte Brenner.

Die Bedeutung innovativer Software vor dem Hintergrund des rasanten Wandels von Geschäftsmodellen im Zuge der Globalisierung unterstrich Elena Ordóñez del Campo, Senior Vice President von SAP Globalization Services. „IT spielt hier eine entscheidende Rolle und SAP stellt durch das weltweite Netzwerk von Entwicklungszentren Innovationen sicher“, sagte sie. „Unserer Produktstrategie zielt auf eine zeitlose Software, die stabile Kernprozesse mit flexiblen Erweiterungen und einfacher Anwendung kombiniert.“ Die Globalisierung treibe auch SAP voran und das Anliegen, Unternehmen aller Größen und Branchen weltweit bei ihren Geschäftsprozessen zu unterstützen – damit sie den rasanten Wandel erfolgreich mitgestalten können.

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