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DSAG und SAP: Erfolgreiche Zusammenarbeit am SAP Solution Manager

24. September 2015 von Andreas Schmitz und Iris Nagel-Martin 0

Dass die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) und die SAP seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, ist kein Geheimnis. Der Arbeitskreis Solution Manager stellt ein besonders gelungenes Beispiel dar.

Die Software SAP Solution Manager gibt es seit 2001. Als zentrales Tool der SAP kann er Landschaften einrichten, überwachen und verwalten. Da das Instrument im Application Lifecycle Management unersetzlich ist, gründete die DSAG 2006 einen eigenen Arbeitskreis. Dieser besteht inzwischen aus 2.200 Mitgliedern, trifft sich dreimal im Jahr und ist auf allen wichtigen Veranstaltungen der DSAG vertreten. Der Arbeitskreis hält sogar mitunter mehrere eigene Thementage jährlich ab.

Johannes Hurst

Johannes Hurst, Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Solution Manager: „Regelmäßiger Austausch ist wichtig”

Der Arbeitskreis ist einer der größten und geschäftigsten der DSAG. Der Erfolg hierfür liegt in der Zusammenarbeit zwischen DSAG und SAP. „Sie ist über die Jahre gewachsen. Viele Dinge erfolgen inzwischen auf Zuruf“, sagt Johannes Hurst, Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Solution Manager. „Wir tauschen uns regelmäßig aus, oftmals auf dem kurzen Dienstweg, und wir diskutieren offen miteinander. Das macht die Zusammenarbeit zum einen unkompliziert, zum anderen aber auch so wirkungsvoll.“

Das war nicht immer so. Als die Version 4.0 des Solution Managers auf den Markt kam, waren viele Kunden unzufrieden mit dem Produkt. Gerhard Oswald, Vorstand der SAP, hat das damals erkannt und zwischen Anwendern und SAP vermittelt. Seitdem tauschen sich DSAG und SAP regelmäßig zu diesem Produkt aus. Als 2005 schließlich ein neues Release veröffentlicht wurde, fanden sich 80 Prozent der Kundenanforderungen darin umgesetzt.

Aktiver Austausch mit den Anwendern

Inzwischen hat sich viel getan. „Der Umgang ist heute ein anderer“, sagt Dr. Matthias Melich, Vice President SAP Solution Manager und das Pendant zu Hurst auf SAP-Seite. „Früher haben wir Anforderungen gesammelt, entwickelt und es dann der DSAG gezeigt. Heute beziehen wir die DSAG-Mitglieder ganz früh in unsere Überlegungen ein und bleiben auch während der Entwicklung im aktiven Austausch.“ Dass sich die Beziehung der DSAG und SAP seit einigen Jahren komplett gewandelt hat, sieht auch Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorstandsvorsitzender. „Es ist wichtig, dass sich Softwareanbieter und -anwender schon vor dem Launch eines Produktes oder eines Releases zusammen an einen Tisch setzen und über neue Funktionalitäten diskutieren.“

Andreas Oczko: „Hier wurde wie in einem Team zusammengearbeitet“

Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorsitzender: „Hier wurde wie in einem Team zusammengearbeitet“

So bezeichnet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende die Kooperation in diesem Fall sogar als Leuchtturmprojekt, wegen „der außerordentlichen Tiefe der Zusammenarbeit“. Die Kollegen des Arbeitskreises arbeiteten nicht auf einer formellen Basis zusammen, so Oczko, was tiefes Vertrauen und Respekt voraussetze. So hat man etwa – nach einem mehrmonatigen Vorlauf – in einem Workshop im Open-Space-Ansatz die drängendsten Themen gemeinsam herausgefiltert, als es darum ging, neue Funktionalitäten für die Version 7.2 des SAP Solution Manager zu sammeln. „Hier wurde wie in einem Team zusammengearbeitet“, lobt Oczko.

Dass die Zusammenarbeit erfolgreich ist, sieht man auch an der gemeinsam definierten und von SAP zertifizierten Schnittstelle für den Service Desk des SAP Solution Managers, die mittlerweile von anderen Service-Desk-Herstellern in ihre Produkte integriert wird.

Oczkos Vision einer idealen Zusammenarbeit geht sogar noch darüber hinaus: „Die SAP gibt dem jeweiligen Arbeitskreis weiter, was sie gerade vorhat. Gibt es neue Funktionalitäten oder neue Releases, wird der Arbeitskreissprecher darüber informiert, so dass die Kunden eine Chance bekommen, sich hierüber Gedanken zu machen. Im nächsten Schritt käme dann die SAP hinzu, um wichtige Anliegen zu besprechen, bevor im Anschluss ein Workshop mit Experten von Kunden- sowie von SAP-Seite stattfände.“ So würden Kunden und Softwarehersteller schon vor der Herausgabe eines Produktes zusammenarbeiten. Aber von diesem offenen Ansatz sind die beiden Partner ja gar nicht mehr weit entfernt.

 

Bildquelle: DSAG; Shutterstock

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