Durchgängiger Arbeitsfluss senkt Kosten

Feature | 29. Juni 2005 von admin 0

Als Spezialist für Digitaldrucke produziert die STIEFEL-Gruppe im Auftrag von Agenturen und internationalen Firmen Fahrzeugbeklebungen für Autos, LKWs und Busse. Großformatige Werbeplakate aus PVC-Folien oder Netzvinyl verhüllen ganze Gebäudefassaden. In vielen Büros sorgen Wandkarten und Kalender mit Logoeindrucken aus dem Hause STIEFEL für effiziente Terminplanung und Orientierung. Die Erfolgsgeschichte der STIEFEL-Gruppe begann 1982 in Ingolstadt, wo Heinrich Stiefel das Familienunternehmen gründete. Inzwischen ist der mittelständische Betrieb zu einer europaweiten Firmengruppe mit mehr als 250 Mitarbeitern und Gesellschaften unter anderem in Italien, Österreich, Polen, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und Tschechien angewachsen. Zu seinen Kunden gehören Unternehmen wie Audi, Allianz, die Deutsche Post, Saturn, Signal-Iduna oder Thyssen-Krupp. Die Expansion machte im Jahr 1999 einen Umzug von Ingolstadt in das benachbarte Lenting erforderlich. Heute leitet Heinrich Stiefel die Firma zusammen mit seinem Sohn Bernhard.

Drei Gründe für SAP Business One

Getreu dem Firmenmotto investiert das Unternehmen laufend in modernste Digitaldrucktechnologien und Druckmaschinen. Allerdings konnte das vorhandene IT-System mit dem Wachstum und den dadurch gestiegenen Anforderungen an eine moderne betriebswirtschaftliche Software nicht mehr Schritt halten. „Unsere bisherige ERP-Software OPAL stammte noch aus der DOS-Welt und war schlichtweg überaltert“, erklärt Bernhard Kress, IT-Leiter bei der STIEFEL-Verlagsgruppe. „Eine integrierte Geschäfts- und Produktionsplanung war damit nicht realisierbar.“ Der Mittelständler suchte deshalb nach einer flexiblen und zukunftsfähigen Unternehmenssoftware, welche die Anforderungen des schnell wachsenden Produktions- und Dienstleistungsunternehmens vollständig abdeckte und seine Expansion begleiten konnte.
STIEFEL hatte zunächst eine branchenspezifische Softwarelösung für die Druckindustrie im Blick. Dank des Ingolstädter SAP Sales und Service Partner init consulting wurde das Unternehmen jedoch auf SAP Business One, die betriebswirtschaftliche Standard-Software der SAP, aufmerksam. init consulting überzeugte den IT-Leiter durch eine Präsentation von SAP Business One sowie in anschließenden Gesprächen, sich für die SAP-Software zu entscheiden. Laut Bernhard Kress waren hierfür im Wesentlichen drei Gründe ausschlaggebend: „Die SAP-Lösung ermöglicht es, sämtliche Geschäftsprozesse integriert abzubilden. Zudem ist sie flexibel und – dafür bürgt der Name SAP – investitionssicher. Eine wichtige Rolle spielte auch die Kompetenz und die räumliche Nähe des SAP-Partners init consulting.“ Projektbeginn für die Einführung von SAP Business One war Anfang Juni 2004. „Wir konnten viele Anforderungen des Kunden sowie benutzerspezifische Anpassungen über die Standardversion von SAP Business One abdecken“, erläutert Günter Seitz, CEO der init consulting. Jedoch machten die industriespezifischen Erfordernisse der Digitaldruckbranche umfassendere Zusatzprogrammierungen bei STIEFEL nötig.

Digitale Drucke integriert planen

Dazu gehörte beispielsweise eine grafische Produktionsplantafel, um Aufträge vom Vertrieb über die Druckvorstufe bis hin zu Druck, Weiterverarbeitung und Versand integriert zu planen. Änderungen, etwa was Auflagenhöhe, Größe oder Farbgebung betrifft, können damit sofort angezeigt und bei der Produktionsplanung entsprechend berücksichtigt werden. Ebenso richtete init consulting eine automatische Kundenbenachrichtigung (per E-Mail, Fax oder SMS) über Produktionsfortschritte bzw. Fertigmeldungen ein. „Damit haben unsere Kunden stets den genauen Überblick über den aktuellen Stand ihrer Aufträge“, erläutert Bernhard Kress.
Die STIEFEL-Gruppe deckt mit SAP Business One die Bereiche Digitaldruck, Handel und Dienstleistungen inklusive Angebots- und Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Produktionsplanung und -steuerung sowie das Rechnungswesen vollständig integriert ab. Hinzu kommt die komplette Lagerverwaltung aller drei Gesellschaften in Lenting einschließlich der Lagerbestände bei Kunden (so genannte Konsignationslager). Zusammen mit dem Team um IT-Leiter Kress konzipierte der SAP Business Partner die zusätzlichen Programmierungen unter dem Namen Digiprint als spezielle Industrielösung auf Basis von SAP Business One, die von init consulting als Zusatzlösung zu SAP Business One für die Digitaldruckbranche vermarktet werden wird.

Verbesserte Prozesse, zufriedene Anwender

Trotz der umfangreichen Anpassungen konnte der Digitaldruckspezialist die neue Software bereits ab Anfang August 2004 nutzen. „init consulting realisierte die Einführung in time and budget“, hebt Bernhard Kress hervor. Ausschlaggebend dafür war in seinen Augen auch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem internen IT-Team bei STIEFEL und den Beratern von init consulting. „Unsere Anfragen wurden stets zeitnah und kompetent beantwortet, und zwar rund um die Uhr.“

Die Vorteile der neuen Software konnte die Lentinger Verlagsgruppe sofort in der Praxis nutzen. „Wir haben die Fertigungssteuerung, etwa durch ein optimiertes Laufzettelhandling, deutlich beschleunigt“, verdeutlicht IT-Leiter Kress. Gleiches gilt für die Auftragsabwicklung, da Geschäfts- und Produktionsprozesse einheitlich im SAP-System abgebildet werden. Der Verkauf nutzt seit Einführung der neuen Software außerdem die automatisierten und effizienten Funktionalitäten des Mahnwesens mit umfangreicher Mahnhistorie. Die insgesamt 51 User bei der STIEFEL-Verlagsgruppe sind mit SAP Business One und Digiprint rundum zufrieden. Sie schätzen an der SAP-Software vor allem die komfortable und übersichtliche grafische Benutzeroberfläche sowie deren intuitive Bedienung.

Gut aufgestellt in die Zukunft

„Dass sämtliche Unternehmensdaten jetzt durchgängig in einem System abgebildet werden, sorgt für mehr Transparenz, einen besseren Arbeitsfluss, vermeidet Redundanzen und erhöht die Datenqualität. Das verkürzt die Produktionszeiten und senkt die Kosten“, fasst Bernhard Kress die Vorteile zusammen. Aufgrund der mit SAP Business One erreichten Verbesserungen geht IT-Leiter Kress davon aus, dass sich die Ausgaben für die Lösung bis zum Jahr 2007 amortisiert haben werden. Mittelfristig will STIEFEL das in SAP Business One integrierte Berichtswesen auch für Auswertungen zu sämtlichen Unternehmenskennzahlen aus Produktion sowie Verwaltung (Buchhaltung, Umsatz- und GUV-Analysen) nutzen. Zudem wird der Mittelständler sukzessive seine ausländischen Niederlassungen via Internet an das SAP-System der Zentrale in Lenting anbinden. „Mit SAP Business One sind wir für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Das System unterstützt unseren künftigen Wachstumskurs und schafft Raum für neue Innovationen“, bemerkt IT-Leiter Kress abschließend.

Weitere Informationen:

www.stiefel-online.de und www.init-consulting.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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