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Warum Echtzeit für das Finanzwesen unabdingbar ist

28. Juli 2015 von Derek Klobucher 0

Um permanent reibungslose Transaktionen zu gewährleisten, ist das Finanzwesen auf Echtzeitanalysen angewiesen. Mehr über die Hintergründe.

Ein Computerfehler bei der Royal Bank of Scotland hat vor Kurzem rund 600.000 Zahlungen ins Nirwana geschickt – es dauerte vier Tage, bis das Problem behoben war. Ähnlich gravierende Zwischenfälle treffen mit einer steigenden Nachfrage nach Echtzeitanalysen zusammen, die Unternehmen helfen können, Probleme zu erkennen und zu beseitigen, bevor sie fatale Folgen haben.

„Es ist eine sich schnell wandelnde Branche, die massive Auswirkungen haben kann“, sagt der CFO von Globe Telecom, Albert De Larrazabal.

„Es ist eine sich schnell wandelnde Branche, die massive Auswirkungen haben kann“, sagt der CFO von Globe Telecom, Albert De Larrazabal.

„Viele herkömmliche Zahlungsüberwachungstools bestehen aus einer Kombination von manueller Überwachung und selbst entwickelten Tools, häufig auf Basis von Microsoft Excel“, berichtet FierceFinanceIT. „Durch Umstellung auf einen Ansatz, der Echtzeitanalysen und historische Kennzahlen vereint, können Institute die aktuellen Zahlungen mit historischen Daten vergleichen.“ Es gibt einfach zu viele Daten, um alles von Hand durchzurechnen, selbst mit Excel.

Die Zukunft ist immer schon heute

Die Lösungen von gestern reichten nie für die Zukunft aus, kommentierte der CFO von Globe Telecom auf der SAPPHIRE NOW 2015. Der philippinische Telekommunikationsanbieter ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten zur Prozessoptimierung, insbesondere mittels intelligenter Tools, die eine effizientere Geschäftsabwicklung ermöglichen.

„Die meisten Kunden auf den Philippinen nutzen Prepaid-Karten – sie sind ständig aktiv, telefonieren [und] verschicken SMS“, erklärt Albert De Larrazabal. „Unsere Systeme müssen Gutschriften und Abbuchungen bei allen Wallets beherrschen, die Dienste verfügbar halten und dafür sorgen, dass wir unser Geld bekommen.“

Globe führt laut De Larrazabal Datenanalysen in Fast-Echtzeit durch, um Transaktionen zu verfolgen und zu koordinieren, seine Systeme zu überwachen und potenzielle Probleme zu diagnostizieren. Die ihm unterstehende Finanzabteilung sichtet außerdem stündliche Berichte auf Entwicklungen, die von den üblichen Trends abweichen.

Der strategisch denkende CFO

„Wir betrachten das Finanzwesen als natürlichen Weg, um einen Überblick über das gesamte Unternehmen zu erhalten – was passiert und wie sich Pläne integrieren lassen“, so De Larrazabal. „Wir verstehen uns als Förderer, nicht als Kontrolleure.“

Aus dem Schatten des Backends herauszutreten und an der Erwirtschaftung des Umsatzes mitzuwirken setzt fundierte Kenntnisse der Arbeitsweise aller Abteilungen des Unternehmens voraus. Ein koordinierter Überblick über die Pläne, Ressourcen und Risiken bei allen Beteiligten erleichtert den Abteilungsleitern die einheitliche Planung des künftigen Vorgehens.

Was das Ermöglichen dieses Informationsaustausches angehe, seien – besonders in einem Telekommunikationsunternehmen – Echtzeitdaten fast ein Muss, so De Larrazabal weiter. „Wir brauchen integrierte Systeme, die uns diese Informationen liefern, damit wir die Echtzeitdienste steuern können, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen.“

Umsetzung in Echtzeit

Nachdem sich die Abteilungsleiter von Globe auf eine Strategie geeinigt haben, setzen sie diese in ihren jeweiligen Fachbereichen um. Der CFO ist für die Finanzfunktionen zuständig, wozu es auch gehört, sicherzustellen, dass alle über eine korrekte, integrierte Darstellung der Situation verfügen.

„Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Tools, Systemen und Anwendungen, die uns helfen“, berichtet De Larrazabal. „Es ist eine sich schnell wandelnde Branche, die massive Auswirkungen haben kann.“ Ohne seine Echtzeittechnologie wäre Globe im Blindflug unterwegs, ist De Larrazabal überzeugt. „Wenn wir die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung nicht hätten, könnten wir nur hoffen, dass alles richtig läuft“, so De Larrazabal. „Das kann man sich nicht erlauben, nicht in dieser Branche.“

Globe gehöre schließlich zu den Unternehmen, die 500 bis 600 Millionen SMS pro Tag abwickeln, fügt De Larrazabal an. „Können Sie sich vorstellen, wie es wäre, wenn wir das nicht korrekt abrechnen?“, fragt De Larrazabal. „Das wäre katastrophal.“

Wer es sich nicht vorstellen kann, braucht nur einmal an den Fehler bei der RBS letzten Monat zu denken.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP Business Trends veröffentlicht. Folgen Sie Derek Klobucher auf Twitter: @DKlobucher

 

Bildquelle: Shutterstock

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