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Ein Ass im Profi-Tennis

16. Dezember 2014 von Nadia Boyes 0

Die SAP hat zwei Apps für die Women’s Tennis Association entwickelt. Eine ermöglicht die Echtzeit-Analyse von Tennispartien. Die andere holt Fans bei Turnieren näher ins Geschehen. SAP-Mitarbeiterin Jenni Lewis aus dem Global-Sponsorships-Team in Sydney entwickelte diese App maßgeblich.

Ende 2013 gingen die Women’s Tennis Association (WTA) und die SAP eine Partnerschaft ein, um innovative Lösungen zu entwickeln und damit die Welt des Tennis zu verändern.
wta
Aus der Zusammenarbeit ist unter anderem eine neue Coaching App für die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen entstanden. Mit Hilfe dieser Anwendung können Trainer erstmals ihre von der WTA zugelassenen Mobilgeräte auf dem Platz nutzen und die Leistung der Spielerinnen bei einem Damen-Tennisturnier in Echtzeit analysieren. In der WTA-Saison 2015 wird die neue Coaching App auf dem Tennisplatz zum Einsatz kommen. Diese Ankündigung wurde auf der WTA-Tennismeisterschaft 2014 in Singapur veröffentlicht.

Die neue App ist in der Cloud verfügbar und basiert auf SAP HANA. Dadurch bietet die SAP der WTA international einen einfachen und direkten Zugriff auf sämtliche Informationen.

SAP-Mitarbeiterin Jenni Lewis erläutert ihre Idee, eine Tennis Coaching App zu entwickeln:

Wie kamen Sie auf die Idee, diese App zu entwickeln?

Als ich vor sieben Jahren bei SAP im Presales-Bereich anfing, arbeitete ich mit Kollegen aus dem Partner-Ökosystem zusammen und unterstützte zusätzlich das Marketing-Team bei Veranstaltungen. Während der Australian Open 2010 unterhielt ich mich mit Chris Burton, dem Leiter von SAP Global Sponsorships. Daraufhin bekam ich den Auftrag, ein Technologie-Vorzeigeprojekt im Bereich Tennis zu finden. Ich habe mich dann mit der WTA zusammengesetzt, um herauszuarbeiten, was der Tennissport wirklich braucht. Das hat mir dann dabei geholfen, nach und nach die Funktion für die Spielanalyse zu entwickeln sowie das Online-Erlebnis für die Fans zu verbessern. Ich habe die Spielerinnen befragt, Turniere besucht und mit der WTA zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die neue Technologie von allen angenommen wird und SAP tatsächlich Mehrwert schafft.

Jenni Lewis, Entwicklerin der App und selbst leidenschaftliche Tennisspielerin

Jenni Lewis, Entwicklerin der App und selbst leidenschaftliche Tennisspielerin

Was ist das Besondere an der neuen Coaching App?

Bisher konnten Trainer und Spielerinnen ihre statistischen Daten erst nach dem Spiel analysieren. Das Revolutionäre an dieser neuen Technologie ist, dass ab der Saison 2015 Trainer und Tennisspielerinnen bereits während des Spiels ihre Statistiken abrufen können – und das in Echtzeit. Die App unterstützt das sogenannte On-Court-Coaching, das von der WTA erstmals 2008 eingeführt wurde: In den Pausen können Spielerinnen zusammen mit ihren Trainern über von der WTA zugelassene Mobilgeräte die Leistung während ihres Tennismatches live auswerten. Derzeit bieten wir diese innovative App nur für Profis an. Aber wir arbeiten schon daran, damit die Anwendung bald auch im Freizeitsport – von Tennisvereinen bis hin zu begeisterteren Amateurspielern – benutzt werden kann.

Was hält die App für die Fans bereit?

SAP hat nicht nur eine Coaching-App für die Spielerinnen entwickelt, sondern auch gemeinsam mit der WTA untersucht, wie die Vereinigung ihre Fans noch stärker an sich binden kann. Als Ergebnis haben wir eine interaktive App auf Basis von SAP HANA auf den Markt gebracht. Mit ihr konnten Tennisfans weltweit das WTA-Finale miterleben, das vergangene Woche in Singapur stattfand. Durch das „Virtual Replay“-Konzept waren die Fans in der Lage, das Geschehen in Echtzeit zu verfolgen. So verstehen sie das Spiel besser, kommen den Spielerinnen näher und erfahren, wer die meiste Kraft besitzt und die beste Rückhand hat. Für das Endspiel in Singapur richteten wir für die Zuschauer außerdem eine interaktive „Fan Zone“ ein. Auf dieser Social-Media-Plattform können die Tennisbegeisterten an Live-Umfragen teilnehmen und über Twitter und Facebook kommunizieren.

Sie sind selbst leidenschaftliche Tennisspielerin. Was hat diese Erfahrung für Sie persönlich bedeutet?

Ich kneife mich jeden Morgen, weil ich es kaum glauben kann. Ich spiele nun schon Tennis, seit ich vier Jahre alt bin. Mit 16 bin ich selbst Trainerin geworden. Für mich ist es etwas Besonderes, für ein Unternehmen wie SAP zu arbeiten, in dem ich meine zwei größten Leidenschaften – Tennis und Technologie – verbinden kann. Meine Erfahrung im Tennis hat mir geholfen, eine passende Lösung für die Tenniswelt zu entwickeln.

Foto: Neale Cousland / Shutterstock.com

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