Soccer team in a huddle

Enterprise Mobility: Die Vorteile einer ganzheitlichen Strategie

4. November 2013 von Nikolaj Genge 0

Mobile Geschäftsanwendungen bergen Chancen, aber auch Risiken. SAP-Direktor Steffen Schlimmer erläutert, wie SAP die Entwicklung einer Mobilitätsstrategie unterstützt.
Laut Hightech-Verband BITKOM greift inzwischen jeder dritte Beschäftigte von unterwegs auf die IT seines Arbeitgebers zu, Tendenz steigend. Dennoch haben 60 Prozent der europäischen Unternehmen nach wie vor keine langfristige Mobilitätsstrategie, nur 15 Prozent beschäftigen sich mit der Sicherheit von mobilen Anwendungen und Daten. Wie passt das zusammen?

Steffen Schlimmer: Eigentlich gar nicht. Mobile Geschäftsprozesse sollten keinesfalls mit der „heißen Nadel“ gestrickt, sondern gut durchdacht und fest in der IT-Landschaft des Unternehmens verankert sein. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Schließlich gilt es, mobile Endgeräte und Apps sicher in die unternehmensweite Systemlandschaft einzubinden, Prozesse gezielt anzupassen und dabei Anwendungen, Sicherheits- und Betriebsaspekte im Auge zu halten. Das kostet Zeit und Ressourcen, die viele Unternehmen nicht investieren können oder wollen. Heraus kommt dann oft Stückwerk, das weder den Erwartungen der Anwender noch unternehmerischen Sicherheitsanforderungen gerecht wird. Zudem fällt es zunehmend schwer, neben den unterschiedlichen mobilen Endgeräten auch die Vielzahl der genutzten mobilen Anwendungen im Blick zu behalten.

Wie unterstützt SAP Unternehmen an dieser Stelle?

Steffen Schlimmer: Wir verbinden in unserer Mobilitätsstrategie jahrzehntelange Prozesserfahrung mit einem ganzheitlichen Lösungspaket rund um mobile Geschäftsprozesse. Von der SAP Mobile Platform über ein zuverlässiges Device-Management mit SAP Afaria, der Lösung für das mobile Gerätemanagement, bis hin zu unserem umfassenden App-Angebot deckt unser Portfolio dabei sämtliche Aspekte einer ganzheitlichen Mobilstrategie ab. So schaffen wir die Basis, um heterogene Anwendungen und Endgeräte zu bündeln, effizient zu verwalten und einen ausreichenden Datenschutz zu gewährleisten. Wie das erfolgreich umgesetzt wird, wissen wir aus eigener Erfahrung: Beispielsweise verwaltet SAP die weltweit rund 72.000 mobilen Endgeräte der Mitarbeiter mittels SAP Afaria und setzt intern über 60 Apps ein.

Ein weiteres zentrales Element unseres gesamtheitlichen Angebots ist die SAP Mobile Platform. Die Plattform dient einerseits als Entwicklungsplattform für mobile Dienste, andererseits als zentrale Schnittstelle, um sensible Unternehmensdaten sicher und schnell auf Smartphones und Tablets bereitzustellen.

Für Mitte November ist SAP Mobile Platform 3.0 angekündigt. Was unterscheidet sie von der bisherigen Version?

Steffen Schlimmer: SAP Mobile Platform 3.0 führt die Enterprise- und Consumer-Editionen der Version 2.3 zusammen. Darüber hinaus birgt sie aber auch eine ganze Reihe technischer Neuerungen. Beispielsweise bei der Integration der Back-End-Systeme: SAP Mobile Platform 3.0 setzt auf dem Open Data Protokoll (OData) auf, einem Industriestandard, der von allen großen Anbietern unterstützt wird. Informationen aus SAP-Systemen lassen sich so schnell und einfach für Webapplikationen und mobile Prozesse bereitstellen. Zudem ermöglicht der Ansatz, große Datenmengen mobilen Endgeräten auch offline zugänglich zu machen – ein wichtiger Mehrwert besonders im Bereich mobiler Service- und Vertriebsprozesse.

Gleichzeitig lassen sich über SAP Mobile Platform 3.0 Informationen aus dem Back-End direkt auf dem mobilen Endgerät nutzen. Im Klartext heißt das: Sensible Daten müssen nicht länger in der Middleware zwischengespeichert werden, um sie Mitarbeitern, Partnern oder Kunden mobil zur Verfügung zu stellen. Daten und Datenhoheit verbleiben durchgängig beim Unternehmen – angesichts der Sicherheitsbedenken vieler Kunden ein enormer Pluspunkt.

Auch die Entwicklergemeinde profitiert von der neuen Version. Denn diese bietet nun sowohl die Möglichkeit der nativen Webentwicklung als auch die Umsetzung einer HTML5-Strategie. Dank des integrierten Hybrid-Webcontainers kann das Unternehmen somit selbst entscheiden, ob es den performanten und optisch auf ihr System abgestimmten nativen Ansatz oder den flexiblen und geräteunabhängigen HTML5-Ansatz verfolgt.

Wie profitieren SAP-Kunden von den Neuerungen?

Steffen Schlimmer: SAP-Kunden können ihre mobile Strategie transparent umsetzen und neue Anwendungen schnell, flexibel und sicher realisieren. Mit SAP Mobile Platform 3.0 lassen sich mobile Apps und Prozesse bündeln und effizient steuern – bei Bedarf auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Denn die Plattform bildet sowohl mobile Prozesse zu Mitarbeitern (B2E), Geschäftspartnern (B2B) als auch Endkunden (B2C) ab. Sie vereinfacht und verbessert den ganzheitlichen Ansatz, den wir als SAP seit jeher verfolgen, und versetzt Unternehmen so in die Lage, die Herausforderungen des mobilen Zeitalters erfolgreich zu meistern.

Weitere Informationen:
Hier mehr über SAP Mobile Platform 3.0 erfahren.
Die mobilen Lösungen von SAP – hier kennenlernen.
Mobile Strategien im Vergleich – hier die Meinungen führender CIOs lesen.

Tags: ,

Leave a Reply