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Intelligente Zukunft: 7 Erkenntnisse über das Internet der Dinge

Feature | 21. Oktober 2015 von Theresa Böhme 0

Im Rahmen einer globalen Trendstudie untersuchte die IT-Beratungsfirma Tata Consultancy Services (TCS), welche Geschäftspotenziale das Internet der Dinge birgt.

Vernetzte Autos, Fitness-Armbänder oder Smart Cities – das Internet der Dinge sorgt dafür, dass Menschen mit Maschinen und der Umwelt intelligent kommunizieren. Alltagsgegenstände, die sich mit dem Internet verbinden lassen, versprechen Verbrauchern mehr Bequemlichkeit: Über das Internet der Dinge melden Geräte dem Besitzer ihren Zustand. Auch Unternehmen profitieren von IoT und können gänzlich neue Services und Dienstleistungen anbieten. Die Industrieproduktion kann individueller und kostengünstiger fertigen. Doch wie steht es um die Akzeptanz für das Internet der Dinge bei Unternehmen? In welche Bereiche wird am meisten investiert?

Im Juli veröffentlichte Tata Consultancy Services (TCS) eine globale IoT-Trendstudie. An ihr nahmen 795 Führungskräfte aus Europa, den USA, Lateinamerika und der Region Asien-Pazifik teil. Das sind die zentralen Ergebnisse:

1. Hohe Relevanz

Das Internet der Dinge spielt in vielen Firmen bereits eine wichtige Rolle: 79 Prozent der befragten Unternehmen nutzen das Internet der Dinge, um etwa das Kunden-Monitoring zu verbessern und somit Meinungen zu Produkten nachzuverfolgen. Dabei nimmt die Bedeutung weiter zu. So wollen die befragten Firmen bis 2018 ihr IoT-Budget um 20 Prozent auf bis zu 103 Millionen Dollar erhöhen. Die Ausgaben für das Internet der Dinge korrelieren dabei mit dem Preis der Produkte des Unternehmens. Je teurer die Produkte sind, desto mehr investieren Firmen in IoT-Software. Flugzeughersteller geben beispielsweise mehr aus als Hersteller von niedrigpreisigen Waren.

2. Einsatzszenarien: Mobile Apps häufigste IoT-Anwendung

In diese vier Hauptbereiche investieren Unternehmen die meiste IoT-Technologie

In diese vier Hauptbereiche investieren Unternehmen die meiste IoT-Technologie

Es existieren vier Hauptbereiche, in die die meiste IoT-Technologie investiert wird: in das Monitoring von Produkten, Kunden, Geschäftsräumen sowie die Lieferkette. 50 Prozent der Unternehmen nutzen IoT-Technologie in Form von mobilen Apps, um das Verhalten von Kunden besser auszuwerten. Erst jede vierte Firma überwacht den Betrieb und die Leistung verkaufter Produkte über integrierte Sensoren. Bis 2020 wollen europäische Unternehmen den Großteil ihres Iot-Budgets vor allem in die Überwachung von Produkten und die Kundenbeobachtung investieren.

3. Regionen: USA und Europa liegen vorne

Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa: Wie nutzen Unternehmen das Internet der Dinge?

Unterschiede zwischen Nordamerika und Europa: Wie nutzen Unternehmen das Internet der Dinge?

Nordamerikanische und europäische Unternehmen nutzen das Internet der Dinge am meisten, indem sie intelligente und vernetzte Produkte verkaufen. Dabei nutzen amerikanische Firmen IoT eher, um das Kundenverhalten über mobile Apps nachzuvollziehen. In Europa hingegen werden sowohl Informationen über Kunden als auch über Produkte in Vertriebs- und Produktionsprozessen gesammelt.

4. Effekte

Das Internet der Dinge nimmt starken Einfluss auf Umsatz, Kundenservice und Personalisierung von Produkten und Services. So lassen Firmen beispielsweise gewonnene Informationen direkt in ihre Produktentwicklung einfließen. Zudem nennen Firmen personalisierte Marketingkampagnen und Angebote als weitere Verbesserungen. Eine permanente Leistungskontrolle von Maschinen beim Kunden erfolgt über die Cloud. Unternehmen, die IoT nutzen, gaben für 2014 eine Ertragssteigerung von 16 Prozent für die Bereiche an, in denen sie IoT einsetzen. Zudem verzeichnen neun Prozent der Firmen eine allgemeine Umsatzsteigerung von 60 Prozent.

5. Branchen

Die fertigende Industrie ist Vorreiter und erzielte so im Jahr 2014 ein Umsatzplus von rund 29 Prozent. Sie nutzt am meisten Sensoren und andere Technologien, um verkaufte Produkte zu kontrollieren. In den Branchen Maschinenbau bis hin zur Pharma- und Ölindustrie werden Produktionsprozesse automatisiert und standardisiert.

6. Herausforderungen kultureller und strategischer Natur

Die Studie brachte zu Tage, dass die größten Herausforderungen bei der Anwendung des Internet der Dinge vor allem unternehmenskultureller und strategischer Natur sind. Vielen Unternehmen fällt es schwer, neue Geschäfts- und Umsatzfelder für IoT-Initiativen zu identifizieren. Zudem sind Führungskräfte und Mitarbeiter häufig nicht bereit, bestehende Prozesse und Produkte sowie die Zusammenarbeit mit Kunden zu überdenken.

7. Erfolgsfaktoren

Besonders erfolgreiche Unternehmen im Bereich IoT zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sich in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen ganz an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten und diese permanent berücksichtigen.

Zur ausführlichen Studie gelangen Sie hier.

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Bildquelle: Shutterstock

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