Roadmap SAP Solution Manager

Feature | 20. Februar 2012 von Christiane Stagge 0

Für IT-Administratoren und Programmierer, die täglich SAP-Systeme einführen und betreuen, dürfte der SAP Solution Manager wohl das wichtigste Werkzeug sein.  Beim Solution Manager handelt es sich um ein Angebot von SAP für Kunden, um SAP-Lösungen zu betreuen. Das Tool unterstützt bei der Einführung von SAP-Software sowie beim Testen, Überwachen und Verwalten des IT-Systems.

Der Solution Manager dient als Verwaltungsplattform für das gesamte SAP-Lösungsportfolio und enthält Management-Tools für Design, Tests, Konfiguration, Implementierung, Überwachung und Betrieb. Administratoren können automatisierte Prozesse einrichten, die dabei helfen, die Software regelmäßig auf dem neusten Stand zu halten sowie die Sicherheitskonfigurationen der Systemlandschaft zu überwachen. Daneben enthält der Solution Manager Roadmaps für Implementierungs- und Upgrade-Projekte sowie verschiedene Vorlagen für Geschäftsprozesse.

Der Solution Managers umfasst folgende Funktionen:

  • Upgrade Management
  • Landscape Transformation
  • Maintenance Management
  • Business Process Operations: KPIs, Benchmarks
  • Technical Operations: Monitoring, Alerting
  • Solution Documentation
  • Solution Implementation
  • Template Management
  • Test Management
  • IT-Service-Management
  • Change Control Management

Die Resonanz auf den SAP Solution Manager ist groß. Wie Dr. Matthias Melich, Director Service Solution Management bei SAP, in der Pressekonferenz während der 30. IBIS-Tagung erklärte, sind derzeit 800 Solution Manager-Systeme weltweit produktiv. Gemeinsam mit der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG veranstaltet der Walldorfer Softwarekonzern außerdem einmal pro Quartal ein Infotag zum Thema Solution Manager.

Vorteile SAP Solution Manager 7.1

Seit Mitte 2011 ist der SAP Solution Manager 7.1 offiziell auf dem Markt, siehe SAP.info-Artikel “Sicherheit mit SAP Solution Manager 7.1”.

Egal ob SAP-Software oder Add-ons von Drittanbietern: Im Gegensatz zur Vorgängerversion 7.0 können Administratoren mit dem Solution Manager 7.1 die gesamte Lösung einführen. Das aktuelle Release unterstützt jetzt auch heterogene Systeme und Application Lifecycle Management.

Der Solution Manager ist Bestandteil des Wartungsvertrags. Alle Kunden, die einen entsprechenden Vertrag (MaxAttention oder Enterprise Support) mit SAP beziehungsweise den entsprechenden Partner haben, haben ein Anrecht auf den Solution Manager und brauchen keine speziellen Drittwerkzeuge einzukaufen.

Eine weitere Neuerung des Solution Managers ist sein flexibler Einsatzbereich: Mit der aktuellen Version ist er nicht mehr nur ein Werkzeug für die IT-Abteilung, sondern auch für andere Business-Einheiten. Über spezielle Dashboards lassen sich Aussagen zur Nutzungsauslastung von SAP-Systemen treffen.

Das überarbeitete, moderne web- und flashbasierte User-Interface soll auch diejenigen Nutzer ansprechen, die nicht vordergründig programmieren oder mit Implementierungen zu tun haben. Webbasierte Bedienoberflächen haben außerdem den Vorteil, dass Meldungen  per Link oder E-Mail verschickt werden können. Im IT-Service Management sind jetzt auch CRM-Funktionalitäten enthalten. So sind Call-Center und sämtliche Telefoneinheiten im Solution Manager integriert.

Neben den Web-Browser-Bedienoberflächen und CRM-Funktionalitäten kommen Verbesserungen im Incident- und Problem-Management sowie neue Funktionen fürs Change-Management und Testmanagement hinzu: Die Prozesse können jetzt vollständig und einheitlich über die CRM WebUI abgebildet werden. Außerdem gibt es Templates für die Schnellerfassung von Meldungen. Probleme und Fehler können per Schlagwörter zugeordnet und sortiert werden. BI-Funktionen und Dashboards ermöglichen nun auch individuelle Auswertungen.

IBIS: Neue Features fürs Monitoring und RBDP

Die IBIS Thome AG hat den Solution Manager 7.1 mit neuen Funktionen angereichert. Der SAP-Partner hat sich zusätzlich zur Entwicklung von Business ByDesign auch auf Nutzungsanalysen von SAP-Systemen mit dem Solution Manager spezialisiert.

Neben speziellen Dashboards gibt es eine überarbeitet Monitoring- und Alerting-Infrastruktur zur Fehleranalyse und Überwachung. Ganz neu: Erstmals gibt es im Solution Manager eine automatisierte Reverse Geschäftsprozessdokumentation (Reverse Business Process Documentation, RBPD). Damit können Enterprise Support-Kunden selbstständig auf Knopfdruck Nachdokumentationen erheben. In speziellen Prüfschritten können Nutzer ermitteln, welche Stammdaten beziehungsweise Prozesse aus dem Business Process Repository des Solution Managers in einem SAP-System aktiv sind.  Auch neue Informationsquellen wie Usage and Procedure Login (IPL) und SQL-Abfragen werden berücksichtigt.

IBIS hat außerdem für das Workcenter „Solution Documentation Assistant“ (SDA) die Prüfschritte um SQL-Check-Steps und UPL-Check-Steps erweitert. Neben SAP ERP können Administratoren jetzt auch Nutzungsanalysen für SAP for Retail, SAP for Utilities und SAP for Public Sector durchführen. Mitte 2012 soll dies auch für SAP for Banking und SAP CRM möglich sein. Laut IBIS folgen 2013 die beiden Lösungen SAP SRM und SAP SCM.

Auf der Webseite von innobis befindet sich zudem eine Roadmap: Seit August/September 2011 ist der SAP Solution Manager 7.1 offiziell auf dem Markt. Im November 2011 haben Kunden das Service Pack 4 erhalten. Mitte 2012 sollen Service Pack 5 und 6 hinzukommen.

Im Jahr 2013 soll der Wartungsvertrag für den Solution Manager 7.0 auslaufen.

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