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ERP: Potenzial für Innovationen und Optimierungen identifizieren

Feature | 19. Juli 2017 von Andreas Schmitz 10

Wo gibt es Verbesserungspotenzial für Geschäftsprozesse und für die IT? Und welche Innovationen machen wirklich Sinn? Geringe Vorarbeit durch den Basis-Administrator reicht aus, um einen Report zu bekommen, der die wichtigsten Hebel aufzeigt.

Welche die drei wichtigsten Herausforderungen eines CIOs sind

Der CIO im Unternehmen ist aktuell gleich dreifach unter Druck: Zum einen schrumpfen die Budgets, so dass es schon zur Morgengymnastik eines IT-Chefs gehören sollte, Optimierungspotenziale zu identifizieren (I.). Die Fachbereiche verselbständigen sich und finden (Cloud-basierte) Lösungen, von denen die IT erst dann etwas erfährt, wenn es um die Integration und ganzheitliche Prozessüberwachung geht (II.). Die digitale Transformation erfordert kurzfristig Lösungen und agile Herangehensweisen (III.). „Der CIO muss zeigen, wo künftig Mehrwerte zu finden sind, wie er konkret die Fachbereiche unterstützen kann und dabei auch noch effizienter wird“, erläutert Wassilos Lolas, Global Head of Customer Value Experience bei SAP. Dabei kann ihn nun der so genannte SAP Innovation and Optimization Pathfinder for ERP unterstützen.

Was der „SAP Innovation and Optimization Pathfinder for ERP“ leistet

In mehreren tausend SAP Fiori Apps, mehreren hundert Funktionen aus Enhancement Packages (EHP) und diversen Angeboten im Service und Support (mit alleine über 1.300 SAP-Enterprise-Support-Bestandteilen) bietet SAP ständig Innovationen. Um herauszufinden, welche Neuerungen für ein Unternehmen geeignet sind, gibt es bisher diverse Tools, die bisher über 20.000 Mal von Kunden genutzt wurden. Dazu gehört die „Business Scenario Recommendation“ für SAP S/4HANA, die Innovation Discovery, der Fiori Apps Recommendations Report und der SAP Enterprise Support Opportunity Report. Der „SAP Innovation and Optimization Pathfinder“ ist eine Art Aggregator dieser Tools. In einem Report stecken nun jene Informationen, die sich der Kunde aus den diversen Tools einzeln hätte herleiten müssen. Voraussetzung: „Der Basisadministrator nimmt sich eine halbe Stunde bis zu maximal einer Stunde Zeit, um zwei Dateien zu übersenden“, erläutert Lolas für den Fall, dass der Kunde bereits den SAP Solution Manager 7.2 im Einsatz hat oder einen aktuellen Solution Manager 7.1. Nutzt der Kunde SAP Solution Manager 7.1 mit Service Pack 11 oder älter, wird zunächst ein Upgrade benötigt auf Version 7.2, die auch sehr viele weitere Vorteile bringt.. Den detaillierten etwa 50-seitigen Report erhält das Unternehmen dann innerhalb von fünf Arbeitstagen. Seit April 2017 können Unternehmen den kostenlosen Report anfragen. Mehr als 100 Unternehmen haben ihn schon bekommen.

Was der Report zur Verbesserung der Geschäftsprozesse herausfindet

Der CIO eines Automobilkonzerns staunte nicht schlecht, als er erfuhr, dass laut System über 186.000 Bestellungen noch nicht in Rechnung gestellt worden waren, 26.000 fällige Rechnungen von Kunden noch nicht beglichen worden sind und über 5.700 Artikel das Lager schon hätten verlassen müssen. Ein etwas tieferer Blick in die Zahlen verriet, dass mehr als zwei Drittel der noch nicht in Rechnung gestellten Leistungen älter als ein Jahr sind. Egal, welche Ursache diese Zahlen haben: Der Report erstellt ein Ranking jener Ziele, die in der jeweiligen Situation das höchste Verbesserungspotenzial versprechen. „Über einen Benchmark zeigen wir ihm zudem, wo er im Vergleich zum Wettbewerb aktuell steht“, erläutert SAP-Experte Lolas. Auf Basis dieser Ergebnisse kann das Unternehmen dann entscheiden, ob eine spezifische Anleitung im Rahmen des SAP Enterprise Supports ausreicht, die Verbesserungen auf den Weg zu bringen oder ob im Rahmen von Zusatzangeboten SAP-Experten von SAP Digital Business Services vor Ort aktiv werden sollten.

Was der Report zur Verbesserung der IT herausfindet

Auch hinsichtlich der IT findet der Report bei dem Unternehmen aus der Automobilbranche Auffälligkeiten. Und zwar zeigte sich, dass ein Großteil neu entwickelter Programme oder Erweiterungen nicht einmal einen Tag benötigten, um auf die Systeme aufgespielt zu werden, obwohl sie zunächst auf dem Entwicklungssystem programmiert und im Testsystem ausprobiert werden müssten, ehe sie im Produktivsystem zum Einsatz kommen. „Das sieht sehr nach Feuerwehr-Aktionen aus“, erläutert Lolas. Ein Blick in die IT-Security zeigt Handlungsbedarf im Berechtigungssystem: 132 Nutzer waren in der Lage, Kennworte zu ändern und 68 Kollegen durften auf dem Produktionssystem Dateien ändern. „Ein Sicherheitsdefizit liegt hier auf der Hand“, sagt Lolas, der Unternehmen mit dem Report vor allem die Grundlage für Diskussionen zur Verbesserung liefern will. Auch wenn sich beispielsweise zeigt, dass die Datenbanken von Monat zu Monat um mehr als ein Prozent wachsen, die Vergleichsgruppe allerdings weit weniger, ist das ein Indiz dafür, dass grundlegend etwas geändert werden könnte. „Auch hier zeigen wir im Report auf, welche Möglichkeiten der Kunde über den Enterprise Support bereits hat, die Situation zu verbessern“, erläutert Lolas.

Welche Innovationen sich für das Unternehmen anbieten

Innovationen zu treiben ist zwar bei vielen CIOs inzwischen ein essentielles Thema, um im Wettbewerb mithalten zu können, doch fällt es im Arbeitsalltag schon mal unter den Tisch. In vier Bereichen – Erweiterungspakete, SAP Fiori-Apps, Cloud-Technologien und SAP S/4HANA – zeigt der Report deshalb Innovationen auf, die es bereits gibt und mit deren Hilfe das Unternehmen voran gebracht werden kann. Dazu analysiert der Report die aktuelle Nutzung des ERP-Systems und zeigt relevante Erweiterungsfunktionalitäten, SAP-Fiori-Apps, Cloud-Funktionalitäten und SAP-S/4HANA-Bereiche auf. So zeigt sich, dass ein Unternehmen nach Austausch der aktuellen Datenbank durch SAP HANA etwa im Finanzwesen 20 statt 5 SAP-Fiori-Apps einsetzen kann, mit SAP S/4HANA sogar 163. In der Beschaffung erhöht sich die Anzahl der möglichen SAP-Fiori-Apps allein dadurch, dass die alte Datenbank durch SAP HANA ersetzt wird, auf 21 (gegenüber 15). Setzt der Kunde in der Beschaffung auf SAP S/4HANA, werden 70 SAP-Fiori-Apps einsetzbar. Zudem ergeben sich Vereinfachungen für Transaktionen, die einzeln aufgelistet werden, den jeweiligen Fachbereichen zugeordnet. „Der Report zeigt auf, welche konkreten Verbesserungen sich durch Innovationen ergeben und wie er sie nutzen kann. Der CIO kann somit den Geschäftsbereichen konkrete Vorschläge für relevante Innovationen vorschlagen.“, erläutert SAP-Experte Lolas.

Wer den Pathfinder nutzen kann und was als Nächstes kommt

Das im April 2017 von SAP Digital Business Services gelaunchte und zur SAPPHIRE vorgestellte Tool kann jedes Unternehmen nutzen, dass den SAP Solution Manager 7.1 und mindestens das Service Pack 12 im Einsatz hat. Zudem wird der Pathfinder ständig weiter entwickelt. Zwei Projekte laufen derzeit parallel: Noch ist der Pathfinder lediglich für Direktkunden gemacht. Aktuell wird eine spezifische Version für SAP-Partner pilotiert, die noch im Sommer allgemein verfügbar sein soll (I.). Zudem werden bis Ende des Jahres einzelne End-to-End-Prozesse wie der Order-to-Cash- oder der Procure-to-Pay-Prozess separat analysierbar sein und Vorschläge für potenzielle Optimierungen gemacht (II.).

Weitere Informationen

Als Einführung in den SAP Innovation and Optimization Pathfinder empfiehlt sich dieses kurze Video:

Ein Unternehmensbeispiel für den auf dem SAP Innovation and Optimization Pathfinder basierenden Report finden Sie hier als pdf.

SAP Innovation and Optimization Pathfinder: Lassen Sie sich einen Report für Ihr Unternehmen erstellen: www.sap.com/pathfinder.

Was Andreas Oczko, Vorstandsmitglied der DSAG über den SAP Innovation and Optimization Pathfinder denkt:

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