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Weltall trifft Cloud

Feature | 13. Oktober 2016 von Stephan Magura 3

Mit dem ersten SAP Digital Leaders‘ Summit haben die European Space Agency (ESA) und SAP ihre noch junge Partnerschaft vertieft.

Mehr als 40 Führungskräfte aus etablierten Unternehmen und Start-Ups sind Anfang Oktober der Einladung in das „European Space Operations Center“ (esoc) der ESA nach Darmstadt gefolgt. Die zunehmende Bedeutung digitaler Plattformen für Anwendungen aller Art sowie die allgemeine stetig wachsender Datenmengen, wie sie beispielsweise die ESA-Satelliten generieren, führt zu folgender interessanter Konstellation: ESA liefert Big Data; daraus macht die SAP mit Hilfe von SAP HANA „Smart Data“: also Informationen, aus denen sich Gestaltungsempfehlungen in konkreten Entscheidungssituationen ableiten lassen.

So zeigte die SAP auf dem Summit, wie Versicherungsunternehmen die Auswirkungen möglicher Schadensfälle auf ihre Rendite vorhersagen und steuern können. Dazu füttert der Technologiekonzern seine SAP HANA Cloud Platform mit ESA-Erdbeobachtungsdaten, die in Realtime zur Verfügung stehen. Droht laut den Wetterprognosen etwa an der US-Ostküste ein Hurrikan, lassen sich vom Versicherer mit Hilfe des Climate Earth Dashboards – das auf dem SAP Digital Boardroom basiert – verschieden Szenarien und eine damit einhergehende Bewertung der finanziellen Risiken durchspielen.

In Anlehnung an „Industrie 4.0“ nennt esoc-Manager Juan Miró die Kommerzialisierung seiner Branche „Raumfahrt 4.0.“ Wobei es der ESA als eine mit öffentlichen Mitteln finanzierte Weltraumagentur nicht um den schnellen Euro geht, sondern darum, mittels Kooperationen Kräfte zu bündeln. Entwicklungen wie Bevölkerungswachstum und Klimawandel machen unserem Planeten zu schaffen. Will die Menschheit die ernsten Gefährdungen in den Griff bekommen, müssen Innovationen her – dafür werden  zukunftsweisende Technologien benötigt. Und weil die ESA gehalten ist, primär mit europäischen Partnern zu arbeiten, drängt sich eine Kooperation mit der SAP geradezu auf.

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Konzepte für die digitale Welt

Gemeinsam kann man eben mehr bewegen. Die Partnerschaft schließt auch gemeinsame Gründerinitiativen ein. In Darmstadt präsentierten ausgewählte Talente pfiffige Geschäftsideen. Dabei trafen die Sieger der ESA-Förderprogramme „App Camps“ und „Copernicus Master“ auf Teams aus dem SAP-HANA-Startup-Focus-Programm. Es fiel auf, dass sich viele der Nachwuchsunternehmer mit der Digitalisierung von Agrarlandschaften beschäftigen. Schließlich müssen bald neun Milliarden Menschen ernährt werden, betonte Professor Dr. Liebig, ehemaliger Direktor der ESA-Erdbeobachtungsmissionen, in seinem Vortrag.

„Digital Farming“ ist denn auch eines der neuen Geschäfts-Segmente, welche die SAP ins Auge fasst. Die Verknüpfung von Satellitendaten mit Business-spezifischen Anforderungen schafft weitere, neue Marktmöglichkeiten. Man denke nur an Städtebau, Verkehrsplanung oder den Katastrophenschutz. So arbeiten inzwischen viele Metropolen in aller Welt mit Hochdruck daran, ihre Städte mittels High-Tech-Anwendungen zu „smarten“ Cities zu entwickeln.

„Smarte Daten sind der Schatz des digitalen Zeitalters“, sagte SAP-Manager Carsten Linz. Der Leiter des SAP Center for Digital Leadership, das die Partnerschaft initiiert hatte und weiter voran treibt, sieht in der Kooperation mit der ESA einen wichtigen Schritt auf dem Weg, ein digitales Eco-System aufzubauen und neue High-Tech-Arbeitsplätze zu schaffen. Schließlich gilt es, ganze Branchen digital zu transformieren. Unternehmen und Institutionen haben große Erwartungen.

Um diese zu erfüllen, braucht man viele Mitstreiter. Die SAP ist bereit, die Führung zu übernehmen.

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Nützliche Links: www.sap.com/digitalleadership

Titelbild: Shutterstock

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