Timeline birgt Werbepotenzial

1. Februar 2012 von Monisha Das 0

Etliche Unternehmen – die das soziale Netzwerk zunehmend für ihre Zwecke mit eigenen Seiten nutzen – tangiert die Umstellung momentan nicht. Doch schon am 29. Februar soll bei der Facebook Marketer Conference in New York bekanntgegeben werden, wie die Zukunft von Fan-Pages aussehen könnte.

Was jetzt schon klar feststeht: die Integration der Timeline in allen Nutzerprofilen birgt ein großes Werbepotenzial für Unternehmen. Möglich machen dies die neuen Open Graph-Apps. Sie verhelfen Unternehmen dazu, ihre Inhalte über Facebook gezielter und detaillierter zu streuen. Der Grund: hinter dem Open Graph können Daten hinterlegt werden. Die Chronik zeigt nun nicht mehr nur an, wem welches Produkt oder welche Marke gefällt, sondern auch, welche Inhalte diese Person darüber in Echtzeit konsumiert – insofern denn ein Unternehmen die technischen Voraussetzungen dafür auf seiner Facebook-Seite dafür geschaffen hat und ein Fan diese Seite auch oft genug besucht.

Die Änderung jeder einzelnen privaten Profilseite hatte Facebook selbst bislang nur still und heimlich im eigenen Blog angekündigt. Darin wird zugleich das Vorgehensverfahren erklärt: Nutzer, die noch auf die voreingestellte Profilseite setzen, haben ab der automatischen Aktivierung der Timeline sieben Tage Zeit, Einträge zu löschen, die nicht für die Allgemeinheit oder alle Freunde zu sehen sein sollen. Erst nach der einen Woche wird die Timeline öffentlich – wenn es denn bei den eigenen Einstellungen so festgelegt ist.

Anders als bislang gewohnt, bietet Facebook seinen Nutzern damit die Darstellung einer Chronik beziehungsweise eines ganz persönlichen Lebenslaufes an. Der integrierte Zeitstrahl ermöglicht das einfachere und schnellere Auffinden von früheren Postings – und zwar fein säuberlich nach Jahren sortiert. Wer möchte, kann sämtliche Angaben über sich und sein komplettes Leben nun auch nachtragen. Das war in der Vergangenheit nicht möglich.

Und das sind die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Anders als bei der ursprünglichen Profilseite dürfen User nun neben ihrem Profilbild zusätzlich noch ein Titelbild hochladen.
  • Über den Reiter „Informationen bearbeiten“ auf der Startseite können persönliche Angaben erfolgen.
  • Einzigartige Begebenheiten wie Hochzeiten, Geburten und sogar Todestage sollen, so schlägt Facebook es vor, detailliert und sorgfältig geordnet unter „Lebensereignis“ angegeben werden.
  • Über das Aktivitätenprotokoll lassen sich Beiträge löschen, kategorisieren und veröffentlichen. Das funktioniert auch mit jedem Beitrag und Freundschaftsbestätigung einzeln.
  • Die Preview-Funktion zeigt an, wie das Profil vor Aktivierung der Chronik aussieht.

Beobachter gehen davon aus, dass die zügige Umstellung mit dem geplanten Börsengang von Facebook zusammenhängt. Bei der F8-Konferenz in San Francisco im vergangenen Herbst hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg noch nichts davon nichts erwähnt, wohl aber erklärt, dass es sich langfristig nicht lohnen würde, zwei Profilseiten weiterzuentwickeln.

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