Fachkräftemangel erzwingt HR-Software

Feature | 6. Juni 2013 von Susan Galer 0

Photo: iStockphoto

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Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit investieren Personalabteilungen verstärkt in Human-Capital-Management-Software (HCM-Software) zur Abwicklung ihrer Kernaufgaben und für das Talentmanagement. Die Investition lohnt sich: Laut einer Studie von Bersin by Deloitte, die Leser der Zeitschrift Human Resource Executive und der Bersin Research Exchange befragte, gaben die Umfrageteilnehmer folgende Gründe für den Kauf eines neuen HCM-Systems an:

  1. Es gibt neue, bessere und schnellere Lösungen auf dem Markt.
  2. Man will eine anwenderfreundlichere Lösung.
  3. Die vorhandenen Systeme haben keine Analysefunktionen.
  4. Mit der vorhandenen Software können die Unternehmensziele nicht erreicht werden.
  5. Die vorhandene Technologie bietet keine effizienten Anbindungsmöglichkeiten an andere Systeme.

In-Memory-Computing, Big Data, Cloud und Mobile: Spezialisten fehlen

Nach Angaben der Untersuchung spiegeln die gegenwärtigen Kaufentscheidungen auch den großen Nachholbedarf wider, der sich durch die wirtschaftliche Rezession der vergangenen Jahre ergeben hat. In vielen Bereichen zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab, insbesondere bei Arbeitnehmern mit Erfahrung in innovativen Feldern wie In-Memory Computing, Big Data, Cloud Computing und Mobiltechnologie . Um die besten und fähigsten Köpfe für sich zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an sich zu binden, setzen Unternehmen nun verstärkt auf Software.

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Insgesamt suchen Unternehmen eine integrierte Talentmanagement-Suite, die für die Mitarbeiter leichter zu bedienen ist und verschiedene Talentplattformen integriert. Dabei soll die neue HR-Software Mitarbeitern und Managern auch unterwegs mobilen Zugriff bieten und soziale Medien für die Kommunikation nutzen.

Die Studie zeigte auch, dass 57 Prozent der HCM-Käufer vorhat, in den nächsten 18 Monaten neue Software zu kaufen. 61 Prozent planen, alte Systeme durch neue Lösungen abzulösen. In erster Linie sollen dabei Systeme für Lern- und Personalentwicklungsmanagement, für die Personal- und Talentsuche und das Performance-Management erneuert werden. Denn schließlich ist es sinnvoll, veraltete und schwerfällige Software durch einfacher anzupassende Systeme zu ersetzen, die auch günstiger im Unterhalt sind.

Intelligente Analysefunktionen und Integrationsmöglichkeiten gesucht

Darüber hinaus wollen die Unternehmen auch in der Lage sein, Mitarbeiterdaten zu erheben und auszuwerten. Diese sogenannten „People Analytics“ sollen als Entscheidungsgrundlage dienen, um durch Verhaltensänderungen Produktivitätssteigerungen zu erreichen und Talentmanagement-Strategien für die Führungskräfteentwicklung zu erarbeiten. Im Idealfall suchen die Unternehmen Systeme, die sich an Backoffice-Prozesse wie Customer Relationship Management, Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management anbinden lassen. Durch Innovationen wie diese mausern sich HCM-Systeme und HR-Abteilungen langsam aber sicher zu einer strategischen Komponente von Unternehmen.

Eine Zusammenfassung des Berichts „Managing Talent Through Technology: HCM Buying Trends in 2013“ finden Sie hier.

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