Fallkostenkalkulation in einem städtischen Krankenhaus

Feature | 12. Dezember 2005 von admin 0

Ziel: Die Krankenhausleitung ist daran interessiert, die Kosten für einzelne Fälle zu ermitteln sowie Kosten- und Rentabilitätsanalysen für bestimmte Patiententypen durchzuführen. Außerdem wünscht sie sich ein durchgängig fehlerfreies Abrechnungssystem, einen schnelleren Forderungsumschlag und eine beschleunigte Kontenabstimmung. Obwohl die Krankenhausmitarbeiter viele Stunden damit verbringen, Finanz- und Falldaten manuell zu sammeln und einzugeben, ist dieser Prozess mit zahlreichen Ungenauigkeiten und Fehlern behaftet.
Lösung: Mit der Siemens Soarian und SAP Healthcare Lösung erhält das Krankenhaus ein IT-Produkt, das neben Backoffice-Anwendungen auch betriebswirtschaftliche Analysen und Web-Portale umfasst. Damit ist dieses städtische Krankenhaus in der Lage, einzelne Krankengeschichten mit allen Kosten für Diagnose, Therapie und Nachsorgeuntersuchungen übersichtlich darzustellen. Informationen über die Dienstzeiten von Ärzten und Pflegekräften, Zahlen über den Material- und Medikamentenverbrauch, OP-Kosten und sogar Nahrungsmittelausgaben können leicht verfolgt und schnell in Tabellenform erfasst werden. Daten aus allen Bereichen des Krankenhauses werden laufend und automatisch aktualisiert.
Nutzen: Die gemeinsame Lösung von Siemens und SAP bringt auch kleineren Krankenhäusern beachtliche Vorteile. So kann zum Beispiel die Fallkostenkalkulation – bisher eine kaum zu lösende betriebswirtschaftliche Aufgabe – standardisiert werden. Die Transkriptionskosten lassen sich halbieren, weil sich viele der fehleranfälligen Schreibarbeiten erübrigen. Zudem sind rund 50 Prozent der Telefonate mit der Apotheke überflüssig, was zusätzliche Einsparungen ermöglicht.
Weiteres Kostensenkungspotenzial, gut 800 Euro pro Arzt und Jahr, steckt in der konsequenten Einhaltung von Verordnungsvorschriften sowie im Produktivitätszuwachs, der jährlich zwischen 9 und 25 Prozent liegen kann.*

Rückgang der Transkriptionskosten: 50 Prozent

Wenn fehleranfällige Schreibarbeiten entfallen, können die Kosten für Abschriften um 50 Prozent reduziert werden.

*Quelle: PricewaterhouseCoopers, „Reactive to Adaptive: Transforming Hospitals with Digital Technology“, März 2005, Seite 18.

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