FC Bayern München: Das Geheimnis ihres Erfolgs

28. Mai 2013 von SAP.info 0

Mennerich
Für die frisch gekrönten Champions-League-Gewinner ist die richtige Strategie auf dem Spielfeld ebenso wichtig wie abseits des Rasens. So setzen die Bayern die neueste Software ein, um die Kommunikation mit ihren Fans zu intensivieren und den Umsatz über den Verkauf von Tickets und Merchandising anzukurbeln.

120 Millionen Seitenaufrufe pro Monat auf der Homepage, 110 Millionen Zugriffe auf das FCB TV, den Fernsehkanal und 300.000 Zugriffe auf das Online-Ticket-System des FC Bayern München (FCB): Im Vergleich zu den Nachrichtenportalen Huffington Post (692 Millionen Seitenaufrufe in den letzten 30 Tagen) und dem Nachrichtenmagazin Spiegel (890 Millionen monatliche  Seitenaufrufe durchschnittlich im vergangenen Jahr) steht der Verein, dessen Nachrichten-, Fernseh- und Socialmedianetz sich ja „nur“ um sich selbst dreht, vergleichsweise gut da. „So gut wie kein anderer Club in Europa“, ergänzt Stefan Mennerich, der für das Club-TV, Social Media, die Redaktion sowie auch die IT verantwortlich ist.

Die stärkste Marke im Vereinsfußball ist weltweit nach wie vor der FC Barcelona. Doch die Bayern holen auf, nicht erst seit sie die Katalanen im Halbfinale der Champions League geschlagen haben und nun das Finale um Europas Fußballthron gewonnen haben. Das zeigen auch die Wachstumsraten in den sozialen Medien: Gegenüber Anfang des Jahres haben die Bayern nun mit 7,1 Millionen Facebook-Fans 1,1 Millionen Fans mehr als zu Beginn des Jahres, mit 330.000 Followern auf Twitter über 200.000 mehr und auf Google+ nach 50.000 Followern nun über 200.000. Und auch über Bayerns oder Deutschlands Grenzen hinaus ist Bayern inzwischen eine Marke: In Asien etwa hat Bayern nach Mennerichs Angaben mehr als eine Millionen Fans auf den clubeigenen Social-Media-Plattformen.

7,1 Millionen Facebookfans, 330.000 Twitter-Follower und 2,5 Millionen heruntergeladene Apps

Das sind Zahlen, die Mennerich freuen, doch nicht das Entscheidende sind. Sein Nachrichtennetz hat der ehemalige Reporter der Münchener Abendzeitung nicht nur auf insgesamt 24 mediale Plattformen verteilt, darunter neben der Homepage, Facebook, Twitter auch Apps, die bereits 2,5 Millionen mal heruntergeladen wurden sowie Kanäle in China wie soziale Plattformen von Tencent (mit 620 000 Fans) oder Sina Weibo (mit 55 000 Fans derzeit).

Es dient dem FC Bayern neben der Kommunikation mit seinen Fans dazu, den Umsatz von Tickets und dem so genannten Merchandising anzukurbeln, also unter anderem den Verkauf von Trikots, Stutzen und Schals. Ein Content-Management-System, das als Forum für die Berichterstattung genutzt wird, ein Kundenmanagementsystem (CRM), das all jene Kontakte („leads“) einsammelt, die etwa über Interessenten an myFCB oder das Online-Ticketsystem reinkommen und ein durchdachtes eCommerce-System, das den Verkauf bewerkstelligt.

Technisch gesehen verfügt der Klub von der Säbener Straße in München im Backend über ein SAP NetWeaver Business Warehouse, ein Ticket-Managementsystem, eine Online-Personalisierungsplattform und einen Newsletter-Server. Im Frontend hat Mennerich mit dem registrierungspflichtigen Bereich myFCB eine Community geschaffen, die für Interessenten über Angabe des Namens, der Email und des Alters erreichbar ist. „Das CRM dient uns dazu, die Nutzerdaten zu analysieren, um unseren Fans unsere Services noch gezielter anbieten zu können“, erläutert Mennerich. Drei Millionen Kundendaten hat er dafür inzwischen zur Verfügung.

Seit kurzem ein Content-sensitives CMS im Einsatz

15 Jahre nach den Anfängen der Bayern-Homepage verfügt der Club über ein „Content-sensitives“ Content-Management-System. Wer beispielsweise das Champions-League-Endspiel am 25. Mai ansgeschaut hat und mehr über Ribéry, Robben oder Schweinsteiger wissen wollte, bekam nach dem Klick drumherum TV-Beiträge oder Radioberichte – exakt zu der Suche gleich mitausgeliefert.  Da macht es auch nichts, dass  sich der Fan das Spiel in einer Kneipe anschaut, den die Hälfte der Bayern-User greifen inzwischen mobil auf die Bayernwelt zu. Schon im  vergangenen Jahr waren es über 300 Millionen Zuschauen, die sich weltweit für das Endspiel interessierten – der 25. Mai wird also weiter Bayerns Mechandising-Apparat angekurbelt haben.

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