Flinke Lieferung von Schwergewichten

Feature | 17. Juli 2009 von Michael Müller 0

Die Geschäfte laufen gut: Lieferte Fendt im ersten Jahrzehnt seines Bestehens 100 Traktoren der Marke „Dieselross“ aus, waren es im vergangenen Jahr 15.428 Traktoren. Der deutsche Traditionshersteller gehört seit dem Jahr 1997 zum global aufgestellten Landmaschinen-Hersteller AGCO Corporation. Innerhalb des Konzerns ist Fendt als High-Tech-Marke für höchste Ansprüche positioniert.

Anders als die Dieselrösser der Vergangenheit sind die Traktoren dieser Tage hoch entwickelte Investitionsgüter, die passgenau auf spezifische Kundenwünsche hin produziert werden.

Höhere Nachfrage produziert mehr Faxe

Die Fertigung auf Anfrage (Build-to-Order) benötigt eine belastbare, flexible und zuverlässige Kommunikations-Architektur. Sämtliche Module und Bauteile, vom Antriebsstrang bis hin zur kleinsten Schraube müssen von unterschiedlichen Zulieferern zum richtigen Zeitpunkt bestellt und geliefert werden. Die AGCO/Fendt setzt seit Jahren an ihren drei Standorten in Marktoberdorf, Asbach Bäumenheim und Kempten SAP ein.

Bei Fendt generieren insgesamt zwölf SAP-Produktivsysteme die Bestellungen, Lieferabrufe, Auftragsbestätigungen etc. der Kunden. Mit der Ausdifferenzierung der Wertschöpfungskette stieg auch die Zahl dieser Arbeitsabläufe: Waren es vor wenigen Jahren noch höchstens 10.000 Prozesse, die monatlich per Telefax von den SAP-Systemen generiert wurden, sind es heute rund 50.000 pro Monat.

Der Volumenanstieg auf mehrere tausend Telefaxe monatlich brachte die ursprünglich eingesetzte Fax-Server-Lösung schnell an ihre Grenzen. AGCO/Fendt musste sich kurzfristig entscheiden, ob die wenig flexible Inhouse-Lösung überhaupt erweitert werden sollte. Auf der Suche nach wirtschaftlicheren und leistungsfähigeren Alternativen entschied sich das Unternehmen, den Fax-Versand von Geschäftsbelegen aus SAP komplett an die Messaging-Spezialisten von Retarus auszulagern.

Drei Kriterien waren für AGCO/Fendt ausschlaggebend für den Managed Fax Service von Retarus:

  1. Verarbeitung großer Versand-Volumina ohne Zeitverzögerung
  2. Automatische Generierung der dazu gehörigen Rückmeldungen in die SAP-Systeme
  3. Rascher Return on Investment (ROI)

Die Anbindung der produktiven SAP-Systeme erfolgte nach einer kurzen Testphase binnen weniger Tage.

Ohne eigene Leitungs- und Serverkapazitäten vorhalten zu müssen, übergeben die SAP-Systeme von AGCO/Fendt die Fax-Aufträge direkt an die Fax-Infrastruktur in den Retarus Rechenzentren. Dort werden sie rund um die Uhr, ohne Engpässe, transaktionssicher und schnell per Fax versendet. Die sensiblen Geschäftsdaten werden dabei durch eine verschlüsselte Verbindung geschützt. Detaillierte Versandreports und Prozess-Rückmeldungen an die SAP-Systeme machen sämtliche Transaktionen und nachgelagerte Workflows transparent.

„Unicode-ready“ – alle Geschäftsdokumente mit unterschiedlichen Zeichensätzen werden zudem direkt aus den SAP-Systemen versendet, empfangen und in unternehmens- und länderübergreifende Geschäftsprozesse eingebunden.

Managed Services

Bei diesem partiellen Outsourcing werden nur einzelne IT-Dienstleistungen – vornehmlich aus dem Informations- oder Kommunikationsbereich – an einen externen Anbieter/Provider ausgelagert. Der Kunde kann die Leistungen jederzeit nach Bedarf abrufen.

Von zentralem Interesse war für AGCO/Fendt ein schneller ROI des Projektes. Da die Kosten für eine eigene Fax-Infrastruktur, Personal und Wartung bei der Auslagerung an einen externen Anbieter entfallen, wurde dieser schnell erreicht. Das Traditionsunternehmen profitiert von einer hohen Planungssicherheit und Kostentransparenz, denn die Abrechnung erfolgt im Rahmen eines attraktiven „Pay per Use“ Modells – gezahlt wird nur, was auch abgerufen wird.

Jederzeit lieferbereit

Die hohe Flexibilität und Skalierbarkeit der Lösung sind ein zusätzliches Plus des Fax-Versands über einen Managed Service. Retarus sorgt für die notwendigen Kapazitäten, das Monitoring und die permanente Verfügbarkeit des Dienstes in ihren Rechenzentren. Probleme bei Volumen-Steigerungen oder kurzfristigen Lastspitzen gehören der Vergangenheit an.

Die Integration aller Lieferanten in die Lieferkette (Supply Chain) ermöglicht eine störungsfreie Produktion sowie eine höhere Lieferbereitschaft. AGCO/Fendt ist somit auch für das laufende Geschäftsjahr, in dem mehr als 17.000 Traktoren ausgeliefert werden sollen, bestens gerüstet.

AGCO/Fendt

Die AGCO-Corporation ist einer der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen wie Mähdreschern, Futterernte- und Drillmaschinen, Düngerstreuern sowie Bodenbearbeitungsgeräten. Das Unternehmen arbeitet mit mehr als 3.000 unabhängigen Händlern, Vertriebsstellen und Lizenzinhabern in über 140 Ländern der Welt zusammen.

In dieser Unternehmensgruppe ist der deutsche Traditionshersteller Fendt – mit Hauptsitz in Marktoberdorf – seit 1997 als High-Tech Marke positioniert. Mit dem Wachstum der Marke Fendt ist auch die Zahl der Mitarbeiter kräftig gestiegen. Ende des Jahres 2008 waren 3.321 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – 241 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Tags:

Leave a Reply