Flexible IT-Infrastruktur sichert Wachstumskurs

Feature | 10. November 2008 von Siegfried Dannehl 0

Dieter Liebler, Geschäftsführer der Alfred Sternjakob GmbH, und Günter Beres, IT-Leiter von Sternjakob (Foto: Alfred Sternjakob GmbH)

Günter Beres, der IT-Leiter von Sternjakob, arbeitet im IT-Betrieb mit lediglich drei Mitarbeitern und einem jährlichen Budget (ohne Neuinvestitionen) von 450.000 bis 500.000 Euro. Die IT-Umgebung besteht aus einem Produktiv- und einem Testsystem. Im regulären Betrieb greifen die Mitarbeiter auf das Produktivsystem zu, auf dem das Warenwirtschaftssystem liegt. Fällt dieses aus, springt das Testsystem ein. Die gesamte Logistikkette wird über SAP-Software abgebildet. Rund 100 Mitarbeiter verfügen über einen SAP-Arbeitsplatz und stellen den reibungslosen Geschäftsablauf sicher.

Entscheidung für eine zukunftssichere Lösung

Allein in Deutschland betreut das Unternehmen 3.000 Händler – vom Schreibwarengeschäft bis zum Kaufhauskonzern. Um angesichts sich wandelnder Handelsbeziehungen auch weiterhin einen reibungslosen Geschäftsablauf sicherzustellen, stieg Sternjakob von der SAP-R/3-Version 4.6C auf die nächste Softwaregeneration, SAP ERP, um. „Im Zuge des Releasewechsels wollten wir auch gleich die Weichen stellen für die anstehende Implementierung von SAP NetWeaver Business Intelligence“, umreißt Günter Beres das komplexe Szenario.

Eine Konstellation, die massive Erweiterungen an dem drei Jahre alten IBM iSeries-System erfordert hätte, das bislang für SAP-Aufgaben eingesetzt wurde. „Wir standen vor der Alternative entweder in ein zweites iSeries-System zu investieren, den Speicherbereich massiv aufzurüsten und dennoch möglicherweise in drei Jahren erneut vor einer ähnlichen Problematik zu stehen oder nach einer hochflexiblen und investitionssicheren Lösung zu suchen, die uns über Jahre ein Optimum an Gestaltungsspielraum bietet“, so Beres.

Funktionalität, Bedienbarkeit und Preis überzeugten

FlexFrame for SAP
(Foto: Alfred Sternjakob GmbH)


FlexFrame for SAP von Fujitsu Siemens Computers überzeugte die Sternjakob-Verantwortlichen durch umfassende Funktionen, einfache Bedienbarkeit und geringe Administrationskosten. Die von SAP zertifizierte Infrastrukturlösung, die Hardwareressourcen für die SAP-Systeme zu einem dynamischen Pool zusammenfasst und flexibel nutzt, faszinierte Beres nach eigenen Worten von Anfang an.

„De Facto handelte es sich hierbei um eine leistungsstarke und flexibel erweiterbare Lösung. Sie besteht aus individuell kombinierbaren Komponenten, wie in diesem Fall dem Linux-Betriebssystem, SAP ERP, NetApp-Speicher und leistungsstarken Servern von Fujitsu Siemens Computers –, die optimal aufeinander abgestimmt und koordiniert sind“, so der IT-Leiter. Installiert wurde die FlexFrame-Umgebung durch den Partner IS4IT.

Der komplette Releasewechsel auf SAP ERP erfolgte aus Sicherheitsgründen zuerst auf dem Test- und Entwicklungssystem. Erst im zweiten Schritt folgte das Produktivsystem. Nach wie vor greifen die Vertriebsmitarbeiter auf das altbekannte Warenwirtschaftssystem zu. Jedoch läuft dieses nun auf einer stabilen und zukunftsfähigen Plattform, die sich flexibel an schnell ändernde Geschäftsanforderungen anpassen lässt.

Weitere Vorteile der FlexFrame-Lösung sind die gesteigerte Hochverfügbarkeit der IT-Infrastruktur und höhere Datensicherheit. Restore-Tests zeigten, dass das Unternehmen selbst bei einem Verlust der gesamten IT-Infrastruktur binnen zwei Tagen wieder produktiv arbeiten kann.

Die Weichen sind gestellt

Dank der sicheren und ausbaufähigen Basisinfrastruktur kann sich IT-Leiter Beres neuen Anwendungen für mehr Prozesseffizienz und Kundenzufriedenheit widmen. In diesem Frühjahr wurden die Applikationsinstanzen (Application Nodes) in die FlexFrame-Architektur des Systems aufgenommen und die Basisinstallation der Lösung SAP NetWeaver Business Intelligence (SAP NetWeaver BI) abgeschlossen.

Sobald die Daten vollständig verifiziert sind, wird eine kleinere Anwendergruppe das BI-System bereits nutzen können. Mittelfristig stehen auf der Wunschliste des Mittelständers die Integration von SAP Customer Relationship Management sowie die Einrichtung einer SAP-basierten Portallösung.

„Wir wollen dynamisch wachsen. Die Einsparpotentiale, die uns FlexFrame for SAP insbesondere bei den Administrationskosten eröffnet, bieten uns die Möglichkeit, 20 bis 30 Prozent zu wachsen, ohne neues IT-Personal einstellen zu müssen“, erklärt Geschäftsführer Dieter Liebler.

Flexibles Hardware-System

FlexFrame for SAP bietet eine komplette Virtualisierung und Entkoppelung der SAP-Applikationen von den Infrastruktur-Ressourcen. An die Stelle fest zugeordneter Hardware und Software tritt ein Pool aus Server- und Storage-Systemen, die von den Anwendungen nach Bedarf genutzt werden. Jeder SAP-Service kann somit auf jedem Server in diesem FlexFrame-Verbund laufen.

Dabei befindet sich nicht nur die SAP-Software, sondern auch das Betriebssystem (Linux oder Solaris) auf einem zentralen Storage-System und kann so von allen Servern genutzt werden. Eine Kontrollinstanz bootet das Betriebssystem automatisch über das Netzwerk auf den jeweiligen Server. Eine Management-Software, die FlexFrame Autonomie Agenten, stellt die Hochverfügbarkeit geschäftskritischer Anwendungen sicher.

Das Ergebnis: Eine vereinfachte SAP-Infrastruktur, reduzierte Betriebskosten und eine anpassungsfähige IT, die sich jederzeit nach Bedarf auf veränderte Anforderungen einstellt und hoch skalierbar ist.

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