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Flüchtlinge lernen programmieren: SAP und UNHCR planen Code Week im Nahen Osten und in der Türkei

Pressemitteilung | 25. Mai 2016 von SAP News 0

Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) und der weltgrößte Anbieter von Unternehmensanwendungen SAP gehen eine Partnerschaft ein: Um Unternehmen im Nahen Osten und in der Türkei auf dem Weg zur Digitalisierung zu unterstützen, sind Programmierkurse für über 10.000 Flüchtlinge geplant. Dies wurde auf dem Weltgipfel für Humanitäre Hilfe (World Humanitarian Summit – WHS) ekannt gegeben.                     

Mit 5 Millionen Flüchtlingen in den Gastländern Ägypten, Jordanien, Libanon und Türkei steht die Welt vor der schlimmsten Flüchtlingskrise seit den 1940ern. Als Reaktion auf den Appell des UNHCR, die Last zwischen den Aufnahmeländern und der Privatwirtschaft gerecht aufzuteilen, findet vom 15. bis 23. Oktober 2016 die Refugee Code Week statt. Das Programm umfasst kostenlose Programmierworkshops und Onlineschulungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zwischen acht und 24 Jahren.

Jüngere Teilnehmer können sich mit Grundkonzepten der Programmierung auf der Plattform Scratch vertraut machen. Jugendliche und Erwachsene lernen, wie sie eine Website mit HTML, CSS, Javascript, PHP und SQL erstellen, und werden in die betriebswirtschaftliche Software SAP Business One eingeführt. Darüber hinaus erhalten sie die Möglichkeit, an einem 15-wöchigen Programmierkurs teilzunehmen, der sie auf eine Anstellung als Informatiker vorbereitet. Zurzeit bildet die SAP Trainer im Bereich Programmierung aus und stellt die Lernplattform openSAP für Onlinekurse bereit.

Die Refugee Code Week ist ein zentrales Element des SAP-Hilfsprogramms für Flüchtlinge und Vertriebene in Zusammenarbeit mit dem UNHCR. Das Programm knüpft an den Erfolg der Africa Code Week 2015 an. In dessen Rahmen vermittelte die SAP innerhalb von zehn Tagen Programmierkenntnisse an 89.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und bildete Tausende von Lehrern in 17 afrikanischen Ländern aus.

„Die Refugee Code Week ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Unternehmen das Leben von Flüchtlingen positiv beeinflussen können. Mit internationalen Qualifikationen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erhöhen sich die Chancen junger Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt enorm. Davon werden die Flüchtlinge selbst und ihre Aufnahmeländer profitieren“, erklärte Houssam Chahin, Senior Officer der UNHCR für Partnerschaften mit privatwirtschaftlichen Unternehmen in der Nahostregion und Nordafrika (Middle East and North Africa: MENA).

„Da wir mit der Refugee Code Week das gesamte Umfeld der jungen Flüchtlinge erreichen – Eltern, Lehrer, freiwillige Helfer, Kinder, Universitäten, Schulen und gemeinnützige Organisationen –, haben wir die einzigartige Gelegenheit, den Fokus aller Ausbildungsprogramme eine Woche lang auf das Thema IT zu legen.“ Indem wir berufsrelevante Kenntnisse an Tausende junger Flüchtlinge vermitteln, stehen ihnen auf dem Arbeitsmarkt viele Türen offen und sie können darüber hinaus ein selbstbestimmtes Leben führen“, ergänzte Chahin.

Die Refugee Code Week wird von SAP, dem UNHCR und weiteren Partnern durchgeführt, zu denen Kommunalbehörden, gemeinnützige und Nichtregierungsorganisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen wie das Galway Education Centre und das RebootKamp gehören.

„Indem wir Programmierkenntnisse vermitteln, die stark nachgefragt werden, können Flüchtlingsfamilien auf eine bessere Zukunft hoffen. Gleichzeitig sind Unternehmen im Nahen Osten, die talentierte Mitarbeiter suchen, in der Lage, Nachwuchskräfte aufzubauen. Flüchtlinge besitzen den Willen und die Fähigkeiten, um die Digitalisierung der Wirtschaft in der Region zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, so Alicia Lenze, Leiterin Global Corporate Social Responsibility SAP.

Gelingt die Eingliederung, könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der jeweiligen Länder bis 2020 um einen Prozentpunkt steigen, beurteilt der Internationale Währungsfonds (IWF) den wirtschaftlichen Nutzen. Der Bericht des Open Political Economy Network (OPEN) und der Tent Foundation besagt, dass die Investition von einem Euro für Flüchtlingshilfe innerhalb von fünf Jahren zu einem wirtschaftlichen Nutzen von zwei Euro für Arbeitsplätze, Handel, Produktivität und Innovationen führen kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Refugee Code Week, oder auf Twitter unter @refugeecodeweek.

Informationen zu SAP

Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP SE Firmen jeder Größe und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät – SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Rund 310.000 Kunden aus der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung setzen auf SAP-Anwendungen und ­Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen. Weitere Informationen unter www.sap.de.

Informationen zu UNHCR

Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) wurde am 14. Dezember 1950 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen gegründet. Es handelt sich dabei gleichzeitig um ein persönliches Amt und um ein Hilfswerk. Es leitet und koordiniert internationale Hilfsmaßnahmen, um Flüchtlinge zu schützen und Flüchtlingsprobleme weltweit zu lösen. Vorrangige Aufgabe des UNHCR ist es, die Rechte und das Wohlergehen von Flüchtlingen zu schützen. Es soll sicherzustellen, dass jeder Mensch in einem anderen Staat das Recht auf Asyl ausüben und eine sichere Zuflucht finden kann, mit der Möglichkeit, freiwillig in das eigene Heimatland zurückzukehren, sich im Aufnahmeland zu integrieren oder sich in einem Drittland niederzulassen. Das UNHCR-Mandat umfasst auch die Unterstützung staatenloser Menschen. Seit über sechzig Jahren unterstützt das UNHCR Millionen Menschen dabei, sich ein neues Leben aufzubauen Derzeit beschäftigt das UNHCR rund 9.300 Mitarbeiter in 127 Ländern, um den 54,9 Millionen Menschen zu helfen.

Ansprechpartner für die Presse:

Bettina Wunderle, +49 7544 970-538, bettina.wunderle@sap.com, CET
Pressebereich im SAP News Center; press@sap.com

Foto: Shutterstock

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