Soccer team in a huddle

Frauen in SAP-Führungspositionen: Danielle Grossi

Feature | 12. Mai 2016 von Susan Galer 0

Danielle Grossi spricht über ihre Begeisterung für Data-as-a-Service, wie sie sich mit Wettkampfturnen jung hält und wie es gelingt, das Klischee des IT-Langweilers ein für alle Mal zu überwinden.

Danielle Grossi, Leiterin des Bereichs Strategic Communication for Business Insight and Technology bei SAP, ist stolz darauf, dass sie keine traditionelle Laufbahn eingeschlagen hat, um ihre Träume zu verwirklichen. Ihre Kindheit hat Grossi in Südkalifornien verbracht.

Hessen-Championships

Hessische Meisterschaften: Danielle Grossi hält sich mit Geräteturnen fit.

In den späten 1990er Jahren ritt sie auf der Dotcom-Welle mit und erwarb ihren Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsinformatik an der Universität von Phoenix. Als Grossi vor knapp zwei Jahren zur SAP kam, hatte sie schon mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung mit SAP-Software – als Softwareentwicklerin und -testerin. Sie bezeichnet sich selbst als Computerfreak und es macht es ihr Spaß, einen Bogen zwischen Technologie und Kommunikation zu spannen. Heute leitet sie ein Team von acht Personen und es gefällt ihr, die Einbindung interner SAP-Mitarbeiter von Grund auf neu zu gestalten. Wir sprachen mit Grossi, um herauszufinden, wie sie ihre Begeisterung für technische Innovationen entfacht, warum es für Frauen keinen besseren Zeitpunkt gibt, in den Technologiebereich einzusteigen, und wie es sich anfühlt, nach 20 Jahren Pause wieder mit dem Leistungsturnen anzufangen.

Für mich war eine Karriere in der High-Tech-Industrie sehr attraktiv, weil sich in diesem Bereich stets vieles ändert und es immer etwas Neues zu lernen gibt. Ich arbeite weiterhin an Technologieprojekten, die nichts mit Kommunikation zu tun haben, weil ich die IT einfach mag. Und ich möchte weiterhin etwas bewirken.

Meine ersten Berührungspunkte mit Informatik hatte ich mit ungefähr acht Jahren. Damals war ich die einzige Person in meiner Familie, die es verstand, unseren Computer zu bedienen. Ich war die Jüngste von vier Kindern, und musste allen erklären, was das Internet ist, wie das World Wide Web funktioniert und wie man Anwendungen bedient.

Mein Rat für junge Frauen, die über eine Laufbahn im High-Tech-Sektor nachdenken: Gerade Frauen, die in einer Männerdomäne arbeiten, sollten sich nicht einschüchtern lassen. Es ist demütigend herausgefordert zu werden, aber wenn man entschlossen ist, zu lernen, dann schafft man es auch.

Von der Technologiebranche bin ich so begeistert, weil die Entwicklung von Innovationen nicht von oben angestoßen werden muss. Jeder kann seine Idee hervorbringen und sie umsetzen. Ich freue mich, so viel bewirken zu können – in einem angesehenen Unternehmen, das seit 43 Jahren besteht.

Ich bin besessen von Data-as-a-Service, denn für die SAP und ihre Partner gibt es in diesem Bereich ein enormes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial. Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, die Goldminen, auf denen wir sitzen, gewinnbringend zu nutzen, zum Beispiel Data Science, maschinelles Lernen und Erstellung von Algorithmen, um Kunden eine besonders hohe Wertschöpfung zu bieten. Data-as-a-Service ist ein ganz neuer Bereich bei SAP, der von unserem Vorstand sehr ernst genommen wird. Und dieser Bereich ist kein Business-to-Business-Bereich mehr. Das heißt, wir kommen direkt mit den Konsumenten in Kontakt.

Die eine App, ohne die ich nicht leben kann, ist What’s App. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, lebe seit 13 Jahren in Deutschland, und habe Familie in den USA. Mein ganzes Leben befindet sich auf meiner Kontaktliste. Über die App kann mit allen in Verbindung bleiben. Wir können uns täglich Bilder und Nachrichten senden.

Mein Traum ist es, eine Position innezuhaben, in der ich herausgefordert werde, in der ich an zukunftsweisenden Innovationen arbeite und in der ich dafür verantwortlich bin, Ideen umzusetzen, die meinem Unternehmen Geld bringen.

Ich bleibe motiviert, wenn ich die Freiheit habe, selbst etwas zu gestalten und ein Team, mit dem ich Ideen diskutieren und austauschen kann.

Spotlight-on-Women_Grossi_TH (1)

Wenn sie nicht arbeitet, verreist Grossi gerne mit ihrem Mann Toni Ciminiera. Hier sind die beiden in Laguna Beach zu sehen.

Unternehmen können den Anteil von Frauen in der IT-Branche erhöhen, wenn sie die Leute darüber aufklären, wie vielfältig die Arbeitsaufgaben in dieser Branche sind. Wir müssen uns von dem Klischee lösen, dass IT’ler im Keller sitzen und rund um die Uhr programmieren. Sie können sowohl technische als auch strategische Aufgaben wahrnehmen. Man kann Business Development Expert oder Kommunikationsexperte sein und trotzdem wissen, wie ein SAP-System installiert, aktualisiert und migriert wird.

Um meinen Kopf frei zu bekommen und mich zu regenerieren, trainiere ich und nehme an Turnwettbewerben teil. Das ist etwas, das ich 20 Jahre lang nicht mehr gemacht habe. Und vor kurzem habe ich bei unseren regionalen Meisterschaften die Silbermedaille gewonnen. Damit habe ich die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Mai erlangt.

Meine Führungsrolle bei der SAP gibt mir die Freiheit, Ideen für zukunftsweisende Innovationen zu entwickeln und ein Team für die Umsetzung zusammenzustellen. Die Unternehmenskultur der SAP unterstützt diese Vorgehensweise.

Ein wichtiges Vorbild in meinem Leben war mein Turntrainer, der mir im Alter von zehn Jahren beibrachte, mich fair zu verhalten, immer mein Bestes zu geben und niemals aufzugeben.

Abschalten und entspannen tue ich, wenn ich mit meinen Kindern herumalbere. Wir springen auf dem Trampolin oder hängen herum und spielen Spiele.

Die Frau, die ich am meisten bewundere und schätze ist meine Mutter. Sie hat schon so viele große Herausforderungen gemeistert und gibt niemals auf. Ihr Leben lang hat sie hart gearbeitet und mir gezeigt, dass man alles schaffen kann, was man sich vornimmt.

Lesen Sie weitere Artikel aus der Serie “Frauen in SAP-Führungspositionen”

Top-Foto: Shutterstock

Tags: , ,

Leave a Reply