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Frauen in SAP-Führungspositionen: Vom Programmieren hin zum Kunden

8. Januar 2016 von Susan Galer 0

Ihre Leidenschaft für Informationstechnologie entdeckte Mary Poppen, Global Head of Innovation Enablement bei SuccessFactors/SAP, als sie erstmalig Geschäftsprozessberatung mit Programmieren kombinierte. Dieser Schritt prägte ihre weitere Karriere maßgeblich.

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Mary Poppen, Global Head of Innovation Enablement SuccessFactors/SAP, beim NASCAR-Rennen. Foto via SAP

Den größten Teil ihres Lebens verbrachte Poppen in Minnesota. Dort erwarb sie ihren Bachelor-Abschluss in Psychologie. Das folgende Masterstudium absolvierte sie an der Southern Illinois University mit dem Schwerpunkt Industrial Organizational Psychology. Nachdem sie bereits mehrere preisgekrönte Programme zur Leistungsüberprüfung konzipiert hatte, nahm ihre Karriere eine überraschende, kreative Wende. Sie ging zu SuccessFactors und programmierte dort Software in der Dienstleistungsbranche des Unternehmens.

Heute leitet Poppen das weltweite Innovation Enablement Team von SuccessFactors. Mit ihrer Familie zog sie auf ein drei Hektar großes Grundstück auf dem Land. Nichtsdestotrotz bereist sie weiterhin die ganze Welt, um Kunden dabei zu unterstützen, von ihren SAP-Anwendungen bestmöglich zu profitieren. Im Interview erzählt Poppen, wie sich ganzheitliches Software-Design auf Unternehmen auswirkt und warum Unternehmen den Begriff Vielfalt weiter fassen müssen.

Der rote Faden, der sich durch meine Karriere zieht, ist …

unseren Kunden zu Erfolg zu verhelfen. Egal, was für eine Funktion ich innehatte: Ich hatte immer das Ziel, die Arbeit von Kunden positiv zu beeinflussen.

Als ich zu programmieren begann, wurde mir klar, …

dass wir auf die Ergebnisse von Unternehmen Einfluss nehmen können, indem wir vorgeben, wie sie Informationstechnologie einsetzen, um effizientere, besser angepasste Prozesse zu erreichen.

Die wichtigste Eigenschaft, die mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin, …

ist der Wunsch, jeden Tag das zu tun, was mir Spaß macht. Ich wache auf und freue mich auf eine Arbeit, die sich nicht wie Arbeit anfühlt – sie ist ein Teil meines Lebens, den ich außerordentlich genieße.

Meine schönste Erfahrung mit IT war …

der Kauf eines gebrauchten Schwarz-Weiß-Laptops. Er war mein wertvollster Besitz als ich an der Graduate School meinen Master machte.

Meine Führungsrolle bei der SAP gibt mir die Freiheit, …

zu erkennen, was erledigt werden muss und sofort zu handeln, um Dinge besser zu machen. Die SAP erlaubt es mir, Prioritäten zu setzen – das ist vor allem dann der Fall, wenn es um meine Familie geht. So ermöglicht mir die SAP eine ausgeglichene Work-Life Balance.

Wenn eine Frau in einem männerdominierten Beruf aufsteigen will, …

sollte sie selbstbewusst in einem Meeting das Wort ergreifen und sagen, was sie denkt. Frauen äußern sich generell eher vage und vorsichtig, weil sie niemandem auf den Schlips treten oder niemanden beleidigen wollen.

Den größten Einfluss auf meine Karriere hatte …

die Vice-Präsidentin unseres Unternehmens, deren Rolle ich später übernahm. Sie war mein Vorbild und meine Mentorin. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie selbstbewusst die schwere Aufgabe anging, einen Dienstleistungsbereich aufzubauen. Sie war sehr authentisch und hatte einen guten Draht zu den Mitarbeitern. Außerdem pflegte sie ein offenes Arbeitsklima, um Raum für Ideen zu schaffen.

Mein Rat für junge Frauen, die über eine Laufbahn im High-Tech-Sektor nachdenken …

Zeigt euer wahres Ich. Das ist der einzige Weg, eurer Rolle gerecht zu werden und das zu tun, was euch Spaß macht.

Wenn Leute später auf die heutige Zeit zurückblicken, werden sie sich erinnern an …

das rasante Tempo, mit der Innovation voranschreitet. An eine Zeit, in der sich neue Erfindungen geradezu überbieten und in der nahezu alles neu Gekaufte in Kürze schon wieder veraltet ist.

Unternehmen können den Anteil von Frauen in der IT-Branche erhöhen, indem …

sie ein Umfeld schaffen, das Frauen als Frauen akzeptiert und schätzt, was sie einbringen. Den Begriff Vielfalt weiter fassen bedeutet, die besondere Couleur, die jede Person einer bestimmten Rolle im Unternehmen verleiht, zu verstehen und zu fördern.

Was für mich in den letzten zehn Jahren bei SuccessFactors/SAP gut funktioniert hat, ist …

Initiative zu zeigen und mit anderen zusammenzuarbeiten, um Dinge im Sinne des Kunden zu lösen.

Die bisher größte Leistung in meiner Berufslaufbahn war …

die Entwicklung eines neuen Kundenbeziehungskonzepts für die Cloud-Software-Strategie des Unternehmens.

Mein Traum ist es, …

auf meinen Reisen mit all unseren Kunden zu sprechen und schließlich ein Buch darüber zu schreiben, wie man ein bestmögliches Kundenerlebnis erreichen kann.

Weltweite Teams virtuell zu leiten, …

ist schon so lange Teil meiner Karriere, dass es mittlerweile ganz normal ist. Man setzt die passende Software ein, legt Ziele und Erwartungen fest und stellt Leute ein, die bereit sind, Lösungen zu finden und durchzusetzen.

Ich helfe Frauen bei SAP, …

indem ich fünf Frauen, eine davon außerhalb von SuccessFactors, als Coach und Mentorin betreue. Außerdem engagiere ich mich bei SAP IMPACT und spreche regelmäßig auf Veranstaltungen über Frauen in Führungspositionen.

Wenn Leute in der Hight-Tech-Branche das Wort „Anbieter“ benutzen, …

ist damit nichts anderes gemeint als die taktische Distanz zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Ich glaube, dass das Wort „Partnerschaft“ am treffendsten die Beziehung zwischen uns und unseren Kunden beschreibt. Denn sie baut auf gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Zufriedenheit.

Wenn ich gerade nicht arbeite, entspanne ich mich …

beim Laufen und Fahrradfahren. Außerdem gebe ich Kurse im Fitnessstudio. Ich genieße es, jeden Morgen mit meinem Mann einen Kaffee zu trinken. Und auch unsere beiden Söhne, zehn und zwölf Jahre alt, halten uns entweder den ganzen Tag zu Hause oder auf Sportveranstaltungen auf Trab.

Folgen Sie Susan Galer: @smgaler

 

Foto: Shutterstock

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