Für jeden Mittelständler die passende Lösung

Feature | 13. Juli 2005 von admin 0

Mittelständler geraten zunehmend in den „Sog der Globalisierung“, konstatiert der Mittelstandsmonitor 2005. Um im Markt zu bestehen, müssen sich kleine und mittelständische Unternehmen heute teilweise den gleichen Herausforderungen stellen wie global agierende Konzerne. Dazu gehört, dass sie ihre Geschäftsprozesse verbessern, um schnell auf Veränderungen am Markt reagieren zu können, sowie die Kosten senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das stellt auch die IT, ob in Kleinbetrieben mit regionaler Kundenstruktur oder bei weltweit agierenden Mittelständlern, vor neue Aufgaben. Diesen sind nur integrierte, skalierbare und zukunftsfähige Systemen gewachsen.

Geschäftsstrategien unterstützen

Dabei muss eine Geschäftssoftware die langfristigen (internationalen) Wachstumsstrategien eines Unternehmens ebenso unterstützen wie seine Beziehungen zu Kunden und Partnern (Stichwort: E-Business-Funktionalität). Im internationalen Umfeld schließt das auch die Abbildung lokaler gesetzlicher Regelungen (zum Beispiel Personalabrechnung, Rechnungslegung) mit ein. Mittelständische Firmen benötigen darüber hinaus vertrauenswürdige Einführungspartner, die die Bedürfnisse ihrer Klientel kennen und mit ihr auf Augenhöhe sind. SAP hat mit PartnerEdge daher ein Programm für den dynamischen Mittelstandsmarkt konzipiert, das sicherstellt, dass „unsere Kunden nur von hoch qualifizierten Partnern beraten und unterstützt werden, denn wir streben langfristige Beziehungen zu unseren Kunden und Partnern an“, wie Donna Troy, Senior Vice President und weltweit zuständig für den SAP-Mittelstandsbereich, erläutert.

Die richtige Wahl

Bei Mittelständlern kommt der Softwareauswahl besondere Bedeutung zu. Diese erfolgt unter technologischen, betriebswirtschaftlichen und anwenderspezifischen Aspekten (beispielsweise intuitive Bedienbarkeit). Technische Machbarkeit, finanzieller Aufwand (Hardware, Software, Lizenzen, Wartung), geringe Betriebskosten (TCO) sowie schneller ROI (Return on Investment) bilden eine eng verwobene Gemengelage, auf deren Grundlage die Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen treffen. Dazu gehört auch, dass sie ihre Mitarbeiter mitnehmen und bei ihnen möglichst früh, etwa durch Schulungen, das erforderliche Wissen im Umgang mit den Funktionalitäten der neuen Software aufbauen. Kleine und mittlere Betriebe, die eine innovative Unternehmenssoftware suchen und einführen wollen, sollten deshalb vor der Auswahl beziehungsweise der Investitionsentscheidung folgende zehn Punkte klären:

  • Deckt die Unternehmenssoftware sowohl die betriebswirtschaftlichen als auch die branchenspezifischen Prozesse in unserem Unternehmen möglichst vollständig ab?
  • Verbessert die Lösung unsere Geschäftsprozesse, und steigt dadurch die Produktivität?
  • Ist die Lösung investitions- sowie zukunftssicher, um den künftigen Wachstumskurs zu unterstützen sowie geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen abzubilden (zum Beispiel neue gesetzliche Anforderungen)?
  • Ist die neue Software ein integriertes System, das eine einheitliche Datenerfassung und Datenbearbeitung ohne Medienbrüche ermöglicht?
  • Bietet die Unternehmenssoftware Auswertungsmöglichkeiten für die Bereiche Kunden, Mitarbeiter, Finanzen, Produkte und Lieferanten?
  • Wie hoch sind die laufenden Betriebskosten (Wartung, Update, Release-Wechsel)?
  • Wurden bei der Auswahl des Dienstleisters sowie der künftigen Lösung die Fachabteilungen und späteren Key-User mit eingebunden, beispielsweise in Form eines Lastenhefts, und die Anforderungen aller betroffenen Unternehmensbereiche zusammengetragen und konsolidiert?
  • Passt der Einführungspartner zum Unternehmen, spricht er die „Sprache des Mittelstands“, und kann er entsprechende Referenzen vorweisen?
  • Kann die Lösung innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens und – wenn möglich – zu fixen Kosten eingeführt werden?
  • Bis wann amortisiert sich die neue Lösung (Return on Investment)?

Zweigleisige Strategie

Die Anforderungen an eine mittelstandsgerechte Software sind also höchst komplex. SAP hat deshalb eine zweigleisige Strategie aufgelegt: SAP Business One oder SAP-Branchenlösungen. Zum einen gibt es mit SAP Business One eine kostengünstige und integrierte Geschäftsmanagement-Lösung für den kleinen Mittelstand, die unter anderem das Finanzwesen inklusive Auswertungen und Berichten, die Lagerverwaltung, Montage, Materialbedarfsplanung sowie das Service- und Kundenmanagement (CRM) beinhaltet. Ergänzt wird die betriebswirtschaftliche Standardsoftware durch zertifizierte Zusatzlösungen oder Schnittstellen von SAP Solution Partnern, die zusätzlich die Geschäftsprozesse bestimmter Industrien abdecken.
Spezifische Lösungen wurden unter anderem für die Lebens- und Futtermittelindustrie, kleine Fertigungsunternehmen, das Projektmanagement bei Dienstleistungsbetrieben sowie branchenübergreifend für die revisionssichere Archivierung steuerlich relevanter Daten entwickelt. Die Standardlösung wächst dabei problemlos mit den Unternehmen mit und ist zudem mittels SAP Exchange Infrastructure (SAP XI), einer zentralen Komponente der Technologieplattform SAP NetWeaver, nahtlos in größere SAP-Landschaften integrierbar. Das erleichtert bei Firmen mit mehreren Niederlassungen integrierte Prozesse, etwa ein konsolidiertes Berichtwesen, erheblich.

Vielschichtige Anforderungen abdecken

Die qualifizierten mySAP-All-in-One-Lösungen basieren dagegen auf den SAP-Branchenlösungen, den „SAP Best Practices“. Das sind vorkonfigurierte SAP-Systeme, die schnell implementiert werden können und typische Prozesse einzelner Branchen, wie Hightech oder Maschinenbau, abbilden. Die SAP-Mittelstandspartner extrahieren die in den Best-Practice-Lösungen der SAP definierten Grund- und Kernprozesse noch einmal und „verfeinern“ diese zu qualifizierten mySAP-All-in-One-Lösungen. Der Qualifizierungsprozess ist sehr eng mit SAP abgestimmt und unterliegt regelmäßigen Überprüfungen. Außerdem werden die Lösungen kontinuierlich weiterentwickelt, indem Wissen aus Einführungsprojekten, das für die gesamte Branche relevant ist, in die mySAP-All-in-One-Lösungen und die Best Practices von SAP einfließt.
Das breite Portfolio an SAP-Mittelstandslösungen trägt der Vielschichtigkeit und Vielfältigkeit mittelständischer Unternehmen aller Branchen und Größen Rechnung. Da größere mittelständische Unternehmen häufig international an verschiedenen Standorten operieren, gibt es die Lösungen auch in verschiedenen Sprachversionen, was es den Anwendern ermöglicht, unternehmensweit auf einer einheitlichen Plattform zu kommunizieren. Darüber hinaus bieten Partner wie itelligence (www.itelligence.de), Plaut (www.plaut.de) oder Steeb Anwendungssysteme (www.steeb.de) inzwischen Lösungspakete mit klar definierten Leistungsumfängen zu Festpreisen an. Das garantiert den Mittelständlern die größtmögliche Kostenkontrolle.

Erfolgreich auf der letzten Meile zum Kunden

Der Erfolg des zweigleisigen Ansatzes – SAP Business One als umfassendes Basis-Paket und mySAP All-in-One als Grundlage für branchenspezifische Anforderungen – resultiert aus der Partnerstrategie der SAP und dem weltweiten SAP-Partner-Netzwerk. Kleine und mittlere Unternehmen suchen beim Kauf einer neuen Standard- oder Branchenlösung Einführungs-Partner, die ihre Zielgruppe kennen und die „gleiche Sprache sprechen“. Aufgrund ihrer jeweils spezifischen Kenntnisse des Mittelstandsmarktes, was Branchen oder regionale Besonderheiten angeht, sowie ihrer lokalen Positionierung sind sie kompetenter Ansprechpartner vor Ort und überbrücken so die letzte Meile zum Kunden.

Investitionen zahlen sich aus

Das IT-Beratungsunternehmen Accenture hat in seiner Studie „Unternehmenserfolg durch IT“ explizit auf den engen Zusammenhang zwischen Investitionen in die IT und verbesserten Geschäftsabläufen sowie höherer Produktivität hingewiesen. Diese Wechselbeziehung ist bei den SAP-Mittelstandslösungen eindeutig nachzuweisen. So hat der mittelständische Sauerkrauthersteller Leuchtenberg seit der Einführung von SAP Business One die Verwaltungskosten um zehn bis 15 Prozent gesenkt sowie die laufenden IT-Betriebskosten (Wartung und Pflege) im Vergleich zum Altsystem um etwa 15 bis 20 Prozent reduziert. Die SAP-Standardlösung steigert die Produktivität des Unternehmens, verringert Kosten und eröffnet neue Investitionsspielräume, um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Investition in SAP Business One hat sich für den Sauerkrauthersteller somit in mehrfacher Hinsicht ausgezahlt.

Welche SAP-Mittelstandslösung die richtige ist, hängt dabei oft weniger von der Größe eines Unternehmens ab als von der Komplexität seiner Geschäftsprozesse. Entscheidend ist, dass die Lösung, ob SAP Business One oder mySAP-All-in-One, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Geschäftstätigkeit effizienter zu gestalten. Und darauf kommt es schließlich an.

Weitere Informationen:

Allgemein: www.accenture.de, www.kfw.de/DE/Presse/Pressekonf64/MittelstandsMonitor_2005.pdf (Mittelstandsmonitor 2005); zum Thema ROI und TCO im Mittelstand vergleichen Sie auch den Artikel auf SMB NEWS http://smbnews.sap.info/de/go/23422 sowie www.sap.com/germany/media/50072272.pdf (ROI-Studien von SAP)
SAP: www.sap.com/solutions/smb/businessone und www.sap.com/solutions/smb/allinone

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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