Geschäft und IT synchronisieren

Feature | 21. März 2005 von admin 0

HP Adaptive Enterprise: Designregeln und Designprinzipien

HP Adaptive Enterprise: Designregeln und Designprinzipien

Für Unternehmen ist es heute entscheidend, sich effizient an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen. Die von HP eingeführte Strategie des “Adaptive Enterprise” unterstützt sie dabei.
Das “Adaptive Enterprise”-Konzept sieht vor, IT-Prozesse, Anwendungen und Infrastruktur im gesamten Unternehmen als Services zu definieren. Verwendet werden dabei die vier Designprinzipien des Adaptive Enterprise: Einfachheit, Standardisierung, Modularität und Integration. Die Architektur sollte außerdem auf den zentralen Designregeln der Service-orientierten Architektur (SOA) basieren, der Virtualisierung und der modellorientierten Automatisierung. Die SOA ermöglicht es Unternehmen, ihre IT-Ressourcen zu virtualisierten, also in einem Pool zusammenzuführen und gemeinsam zu nutzen. Die modellorientierte Automatisierung hilft, die IT-Verfahren einfach und die Kosten niedrig zu halten.

Management-Standards für das “Adaptive Enterprise”

Virtuelle Ressourcenpools anstelle von isolierten Technologiesilos sind ein zentrales Merkmal des “Adaptive Enterprise”. IT-Ressourcen – ob nun ein HP-Blade-Server, ein Speicher-Array, eine Datenbank oder ein Anwendungsserver – werden als Sammlung von Services bereitgestellt. Damit diese IT-Services überwacht, verwaltet und gesteuert werden können, müssen sie Management-Informationen über sich offen legen. Hierfür bieten sich die aufkommenden Management-Standards an.
Zu diesen neuen Standards gehören unter anderem die WSDM- (Web-Services-Distributed-Management-)Spezifikationen, die vom Konsortium der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS) erstellt wurden. HP ist maßgeblich an dieser zentralen Normierungsinitiative beteiligt. WSDM-Spezifikationen basieren auf Web-Services sowie den Designprinzipien der SOA und richten sich hauptsächlich an zwei Bereiche:

  • Das “Management Using Web Services” (MUWS) legt fest, wie IT-Ressourcen mit Hilfe von Web-Services verschiedene Management-Schnittstellen bereitzustellen können.
  • Das “Management Of Web Services” (MOWS) definiert ein Modell für die Verwaltung von Web-Services.

WSDM ist ein sprach-, plattform- und herstellerunabhängiger Ansatz, um Management-Schnittstellen gegenüber IT-Ressourcen offen zu legen. Bestehende Anwendungen lassen sich damit einheitlicher und kosteneffektiver integrieren und verwalten.

Mehrwert für Unternehmen schaffen

Dynamische Ermittlung verwalteter Ressourcen

Dynamische Ermittlung verwalteter Ressourcen

Standards für das Management von Anwendungen ermöglichen es, Ressourcen dynamisch zu ermitteln und mit ihnen zu interagieren. Gleichzeitig lassen sich Management-Fähigkeiten einheitlich beschreiben. Ohne gemeinsame Standards benötigt jeder Ressourcentyp eine spezielle Software, um mit den einzelnen Management-Anwendungen zu kommunizieren. Entwickler und Systemadministratoren müssen also viele verschiedene Protokolle verstehen.
Steht ein einziges, standardisiertes Protokoll für die Kommunikation zur Verfügung, wird es einfacher, die Management-Fähigkeiten von Ressourcen offen zu legen. Die Management-Anwendung muss nur noch ein einziges Protokoll verstehen, und die Entwickler können sich voll und ganz darauf konzentrieren, durch Anwendungsentwicklung Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.
Mit Standards für das Applikations-Management profitieren Unternehmen von den Vorteilen einer Web-Services-Infrastruktur, zu denen Sicherheit, Zuverlässigkeit, Validierung, Plattformunabhängigkeit, Interoperabilität und Tooling-Unterstützung gehören. Sie können damit außerdem den Ressourcenverbrauch standardisiert überwachen und verwalten sowie einfacher die Kenngrößen für den Verbrauch und die Leistung der Anwendungen festlegen. Denn selbst Applikationen, die in Sprachen wie Java/J2EE, ABAP oder C/C++ erstellt wurden, sind im Produktivbetrieb häufig unflexibel, so dass es schwer fällt, kosteneffizient auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren. Wenn es darum geht, die Ausgangsleistung von Anwendungen zu messen, hängen die Kenngrößen oftmals davon ab, wie umfassend die jeweilige Anwendung für Verwaltbarkeit instrumentiert wurde. Im ungünstigen Fall ist das Ergebnis unvollständig.
Standards für das Management von Applikationen ermöglichen es, den Ressourcenverbrauch und die Ausgangskenngrößen von Anwendungen einheitlich offen zu legen. Die komplexe Administration einzelner Applikationen und die proprietären operativen Prozesse entfallen. Damit wird die Ressourcenverwaltung einfacher und effizienter.

HP OpenView verwaltet ganze SAP-Umgebungen

Sind Geschäft und IT synchronisiert, können Unternehmen leichter aus den Veränderungen des Marktes Kapital schlagen, denn ihre geschäftskritischen Anwendungen lassen sich besser anpassen. Unternehmen, die Standards für das Applikations-Management einführen, verknüpfen die IT dynamisch mit den Geschäftsanforderungen. HP wird auch weiterhin standardisierte Netzwerk- und Systemmanagement-Software entwickeln, die nicht nur die Gesamtbetriebskosten (TCO) senkt, sondern auch die Komplexität für die Verwaltung des IT-Betriebs verringert.
HP OpenView ist eine ausgereifte Lösung für die Verwaltung von SAP-Umgebungen. Die Service-orientierte Betriebslösung verwaltet die gesamte SAP-Umgebung aus einer Service- und Geschäftsperspektive. Infrastrukturressourcen werden als Services abgebildet und an die Anwender geliefert. Im Falle eines unterbrochenen SAP-Prozesses ist es einfacher, die Ursache des Problems zu ermitteln und eine geeignete Korrekturmaßnahme zu bestimmen. Die HP-Lösung bietet Unterstützung für verschiedene Aufgaben:

  • Die HP OpenView Internet Services überwachen die Leistung und die Verfügbarkeit von SAP-Endanwender-Transaktionen und bewerten die Ergebnisse im Vergleich zu den Service-Level-Agreements (SLAs).
  • Das HP OpenView Smart Plug-in für SAP stellt eine sofort einsatzbereite Standardfunktionalität zur Verfügung, um mehr als 130 SAP-Leistungskenngrößen zu überwachen.

Die Service-orientierte Betriebslösung für SAP überwacht äußerst detailliert Arbeitsprozesse, Jobs, Anwender, Fehler und Ereignisse innerhalb einer SAP-Umgebung. Entsprechend gründlich ist auch die Verwaltung der Netzwerk-, Betriebssystem-, SAP- und Support-Anwendungsleistung, um potenzielle Probleme zu erkennen und diese zu korrigieren, noch bevor die Anwender davon betroffen sind.
HP wird das Funktionsspektrum mit dem OpenView SOA Manager weiter ausbauen. Er unterstützt SAP NetWeaver, basiert auf den Designprinzipien der Service-orientierten Architektur und entspricht den Adaptive-Enterprise-Prinzipien von HP. Der SOA Manager berücksichtigt die modell-basierte Automatisierung, in dem er Geschäftsprozesse mit den entsprechenden IT-Ressourcen und Web-Services verknüpft. Er bietet außerdem Lifecycle-Management-Funktionen, eine Integration mit Enterprise-Management-Systemen und setzt kundendefinierte Richtlinien für die IT-Administration um. SAP NetWeaver erzielt mit Hilfe des SOA Managers die notwendige Flexibilität, um die zugrunde liegenden IT-Services effektiv und entsprechend den im SAP-Kontext konfigurierten Richtlinien automatisiert zu steuern.
Gemeinsam bieten SAP und HP durchgängige Lösungen an, mit denen sich Unternehmen jeder Größe an sich verändernde Geschäftsanforderungen anpassen und gleichzeitig ihre Kostenstruktur stabil halten können.
Weiterführende Informationen
www.hp.com/go/sap

Peter Kreienbring

Peter Kreienbring

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