Geschäftsprozesse immer im richtigen Takt

Feature | 27. Juli 2005 von admin 0

Der Wunsch der Kunden nach höchster Produktqualität bei gleichzeitig immer kürzeren Produktzyklen zwingt Hightech-Unternehmen, die in den Bereichen Medizintechnik, Elektronik und Telekommunikation, Optik oder Mechatronik (beispielsweise CD-Player, Digitalkameras) tätig sind, zu schnellem und flexiblem Agieren am Markt. Um dieser Forderung nachzukommen, müssen die Firmen ein breites Spektrum an Produkten und Serviceleistungen kostengünstig und in kürzester Zeit entwickeln und auf den Markt bringen. „Eine effiziente Produktplanung und Fertigung, eine Bestandsführung, welche auch Lagerbestände bei Distributoren einschließt, sowie verlässliche Lagerverwaltung und Transportmanagement sind deshalb zwingend erforderlich“, erklärt Harald Juris, Entwicklungsleiter PlautWorks bei Plaut. Bei sämtlichen (internationalen) Handelsaktivitäten sind zudem die entsprechenden (länderspezifischen) gesetzlichen Richtlinien, etwa zur Rückverfolgung von Chargen, und Beschränkungen zu berücksichtigen. „Das erfordert ein extrem hohes Qualitätsmanagement entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, führt Juris weiter aus.

Voreingestellt alle Prozesse abdecken

Die qualifizierte mySAP-All-in-One-Lösung PlautWorks HighTech bildet neben dem Rechnungswesen (unter anderem Finanzbuchhaltung, Standard-Gemeinkosten- und Profitcenterrechnung, Anlagenbuchhaltung) hauptsächlich die branchentypischen logistischen Prozesse sowie einen buchungskreisübergreifenden Verkauf (Cross-Company-Abwicklung) optimal ab. Einen Schwerpunkt hat Plaut auf die interaktive Kundenkonfiguration von Varianten während der Auftragserfassung und der anschließenden Auftragsmontage gelegt.
Darüber hinaus deckt PlautWorks HighTech auch spezielle Anforderungen des Technischen Handels in der Hightech-Branche ab. Harald Juris verdeutlicht dies an einem Beispiel: Der Handel mit Flachbildschirmen umfasst in der Regel auch kundenindividuelle Ausstattungen oder vordefinierte Zusammensetzungen (so genannte Kits), was einen Verkauf über mehrstufige Stücklisten erforderlich macht. Damit die mittelständischen Hightech-Firmen in solchen Fällen flexibel und schnell am Markt agieren können, beinhaltet die mySAP-All-in-One-Lösung eine Reihe von abgestimmten Produktionsprozessen, wie zum Beispiel „Anonyme Fertigung mit Fremdbearbeitung“. Das sorgt für eine effektive Disposition und reguliert sowohl die externe Beschaffung (Schwerpunkt Lohnbearbeitung) als auch die interne (Fertigungssteuerung). Aber auch Vorgänge wie Rückstandsbearbeitung, Chargen- und Serialnummernabwicklung sowie das Verpacken der Lieferpositionen gehören dazu.
„Wir haben zudem bereits früh erkannt, dass bestimmte Geschäftsprozesse, beispielsweise die Auftragserfassung oder die Fertigung, in vergleichbaren Unternehmen einer Branche immer gleich oder ähnlich ablaufen“, erläutert Harald Juris. „Deshalb sind diese Arbeitsschritte in unserer SAP-Branchenlösung bereits so voreingestellt, dass sie – auch bei kundenindividuellen Anpassungen – schnell eingeführt werden kann.“

Mit QuickCheck zum passenden Paket

Je nachdem wie komplex die Prozesse und Anforderungen eines Unternehmens sind, gibt es PlautWorks HighTech als fertiges Lösungspaket oder als Basis einer skalierbaren individuellen Lösungslandschaft. Für Letztere stehen zusätzliche Portfolios mit vorkonfigurierten Prozessen aus den Bereichen Customer Relationship Management (mySAP CRM), Supplier Relationship Management (mySAP SRM) und Analysen aus dem SAP Business Information Warehouse (SAP BW) zur Verfügung. Damit entwickeln Hightech-Firmen nicht nur umfassende und konfigurierbare Produkte, sondern managen auch ihre Beziehungen zu Kunden, Partnern und Zulieferern einschließlich der Serviceleistungen über den gesamten Verkaufsprozess hinweg.

Wie kann ein Mittelständler feststellen, welches Paket von PlautWorks HighTech für ihn das richtige ist? Ganz einfach, meint Juris. „Wir ermitteln dies anhand eines eigens entwickelten QuickCheck-Tools. Anhand eines Fragenkatalogs ermitteln wir dabei, bis zu welchem Grad unsere Branchenlösung die Anforderungen beim Kunden, wie sie beispielsweise in einem Pflichtenheft niedergelegt sind, bereits abdeckt.“ Mit Hilfe dieser Fragen werden auch die Bereiche im Unternehmen identifiziert, in denen Prozesse noch verbessert und damit effizienter gemacht werden können. Ein Demo-System erlaubt es den Kunden, die künftigen Funktionalitäten zu testen, wodurch sie die Vorteile der Plaut-Lösung bereits praxisnah kennen lernen. „Auf Basis der ermittelten Ergebnisse ist dann eine klare Investitionsentscheidung möglich“, beschreibt Harald Juris den Vorteil. Die Berater von Plaut erarbeiten zudem Lösungsszenarien für die systemtechnische Abbildung der einzelnen Prozesse, mit denen die Einführung erfolgreich umgesetzt wird. Dazu gehört unter anderem, dass im Rahmen einer Installation über das Plaut-Rechenzentrum ein Prototyping durchgeführt werden kann.

Einfach einführen mit Methode

Dabei reicht nach den bisherigen Projekt-Erfahrungen von Plaut eine zweistufige SAP-Systemlandschaft mit einem Server für das Test- und Entwicklungssystem sowie einem Server als Produktivsystem aus, um die Branchensoftware zu installieren. Als Betriebssysteme kommen Microsoft Windows 2003 oder Linux in Frage, als Datenbanken MaxDB, IBM DB sowie Oracle und auf dem Client SAP-GUI (Graphical User Interface) oder ein Web-Client. Die Einführung erfolgt nach einer genau festgelegten Methodik. Diese besteht aus einer Vorphase mit Präsentationen, Workshops sowie Angebot und Vertrag und der eigentlichen Projektphase, das heißt Installation (inklusive Kick-off, Systemaufbau und Key-User-Schulung), kundenindividuelle Erweiterungen und Anpassungen mit Datenmigration, sowie einer Testphase mit Abnahme und Produktivstart. Auf Wunsch können für eine so genannte Nachlaufphase zusätzlich Support, Helpdesk und SLA (Service Level Agreement) festgelegt werden.

Für einzelne Bereiche wie Formularwesen, Datenmigration und Berichtwesen bietet der SAP Business Partner Paket-Schulungen zu Fixpreisen an. Das bietet mittelständischen Kunden die Möglichkeit, diese in der Regel kostenintensiven Blöcke selbst und damit budgetschonend durchzuführen. Die detaillierte und transparente Darstellung aller Kosten und Aufwände schützt sie laut Juris zudem vor bösen Überraschungen in Form von unkalkulierten Folgekosten.

Erfolgsformel 120/6

Auf den Punkt gebracht hat Plaut sein mittelstandsgerechtes Einführungsmodell mit der Formel „120/6“. Die Ismaninger bieten PlautWorks HighTech als Basismodell für eine einfache Unternehmensstruktur (ein Werk, ein Buchungskreis) bei einer Projektlaufzeit von sechs Monaten bereits zum Fixpreis von 120.000 Euro an. Dazu kommen noch Kosten für User-Lizenzen, Hardware und Support. Für erweiterte Unternehmensstrukturen (zum Beispiel zwei Werke, ein Buchungskreis oder zwei Werke, zwei Buchungskreise) und Prozesse gibt es zusätzliche fixe Preisstaffeln.
„Speziell für mittelständische Hightech-Firmen mit begrenzten personellen Ressourcen ist eine kurze Einführungszeit zu fest kalkulierbaren und transparenten Kosten enorm wichtig, denn das schafft Planungssicherheit“, hebt der Plaut-Entwicklungsleiter hervor. Eine Mindestuserzahl gibt es nach Angaben des SAP-Systemhauses dabei nicht. „Das eröffnet auch Unternehmen mit komplexen Prozessen, aber nur wenigen Anwendern die Chance, unsere moderne, kostengünstige und skalierbare SAP-Branchenlösung einzusetzen, mit der sämtliche Geschäftsprozesse immer im richtigen Takt laufen“, fasst Harald Juris abschließend zusammen.

Weitere Informationen:

www.plaut.com/germany

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

Leave a Reply