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Gesundheit im digitalen Wandel

26. Mai 2015 von Jacqueline Prause 0

Immer mehr Bereiche ordnen sich dem “Gesundheitswesen” zu, was die IT-Dienstleister vor Herausforderungen stellt, aber auch neue Chancen bietet.

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Der Begriff “Gesundheitswesen” umfasst neben reinen Gesundheitsdienstleistern und Krankenhäusern inzwischen auch Pharmaunternehmen, Versicherungen, Life-Science-Organisationen, Medizintechnikhersteller und Behörden. IT-Anbieter wie die SAP stellt eine solch umfassende, heterogene Landschaft vor komplexe Herausforderungen. Doch birgt sie auch Chancen für die Informationstechnologie zur Verbesserung der Patientenversorgung, indem Gesundheitsdienstleister Daten gemeinsam nutzen und Krankheiten früher als bisher behandeln können.

Der erste Schritt zum digitalen Wandel im Gesundheitswesen ist die Digitalisierung der relevanten Daten, um sie anschließend einzugrenzen, zu analysieren und in Echtzeit verfügbar zu machen. Dies führt zu höherer Transparenz und eröffnet weitere Innovationschancen. Mit ihren Technologien für Cloud, Big Data und mobile Anwendungen zeigt die SAP, wie die IT positiven Einfluss auf das Gesundheitswesen nehmen kann, besonders in den Segmenten öffentliche Gesundheit, Dienstleister-IT und Präzisionsmedizin.

Martin Kopp, General Manager des Bereichs Healthcare der SAP, erläutert: „Wir haben noch nicht bis ins Letzte herausgefunden, wie ein Körper funktioniert und wie all die Organe zusammenarbeiten. Aber was die IT uns in diesem Bereich gebracht hat, ist eine viel höhere Transparenz.“

Jüngste Fortschritte in der öffentlichen Gesundheit

„Öffentliche Gesundheit“ ist ein ganzheitlicher Ansatz. Ziel ist es, Risikofaktoren innerhalb einer definierten Bevölkerung zu ermitteln – seien es sozioökonomische, medizinische Faktoren oder etwa der Lebenswandel – und steuernd einzugreifen. Für solche Untersuchungen müssen riesige Mengen von Daten verarbeitet werden, die oft aus vielen verschiedenen Quellen stammen.

Die Big-Data-Technologie ist eine entscheidende Voraussetzung, um Tendenzen und potenzielle Probleme zu erkennen, Wechselbeziehungen und Ursachen zu analysieren, Gesundheitstrends vorherzusagen sowie wirkungsvolle Behandlungsmethoden auszuwerten. In der Vergangenheit beruhten die Ergebnisse, kaum dass die Analyse abgeschlossen war, schon auf Monate alten Daten und waren damit hinfällig. Mit In-Memory-Computing wird die Verarbeitung nahezu in Echtzeit erreicht. Dadurch können Risikogruppen schneller identifiziert und Gegenmaßnahmen rascher eingeleitet werden. Ein Beispiel dafür ist die Registrierung von Neugeborenen in ländlichen Gegenden Afrikas (weitere Informationen).

Cloud- und mobile Lösungen sind zwei weitere Technologien, die wegen der einfachen Informationsübertragung und -weitergabe, besonders im Vergleich zu papiergebundenen Systemen, immer stärker zum Zuge kommen. In ländlichen Regionen, wie etwa in Afrika, fehlt die Infrastruktur, die für den Informationsaustausch benötigt würde. In einem solchen Umfeld ist es entscheidend, den Patienten genau dort zu versorgen, wo die Hilfe gebraucht wird. Mehr Informationen dazu, wie SAP Gesundheitsprojekte in ländlichen Regionen unterstützt, bietet das Video SAP Healthcare erreicht Menschen in schlecht versorgten Gebieten.

Die jüngsten technologischen Neuerungen helfen Organisationen auch im Kampf gegen tödliche Krankheiten. So können beispielsweise Healthcare-Organisationen mit SAP-Cloud- und -Analyselösungen die Auswirkungen von Ebola in einem bestimmten Gebiet schneller erfassen sowie analysieren und damit sofort wirkungsvoller handeln (mehr dazu in diesem Video).

Datensilos überwinden, Services modernisieren

Big Data verspricht Organisationen im Gesundheitswesen eine Steigerung ihrer Effizienz. Doch immer noch arbeiten zu viele Gesundheitsdienstleister mit papiergebundenen Systemen, obwohl die Digitalisierung von Daten zweifellos eine Voraussetzung zur Weiterentwicklung der Branche ist.

„Es ist ein komplexes Datenproblem“, erklärt Claudius Metze, Senior Solution Manager für den Bereich Healthcare der SAP, und merkt an, dass manche Kliniken nicht weniger als 500 verschiedene Systeme betreiben, um die vielfältigen Anforderungen der einzelnen medizinischen Fachgebiete zu erfüllen. „Integration ist eine große Hürde zur umfassenden Nutzung der Daten.“

Deshalb hilft die SAP, Probleme bei der Datenintegration zu überwinden, indem sie Medizinern über Lösungen wie die App SAP EMR Unwired (EMR steht für Electronic Medical Record, elektronische Krankenakte) – sie läuft auf Android-, Windows- und iOS-Geräten – einfachen Zugriff auf Informationen direkt am Versorgungsort ermöglicht. Diese App führt Daten aus vielen Systemen zusammen und hilft Ärzten dabei, die Situation ihrer Patienten einzuschätzen. Hinzu kommen detaillierte Informationen über den spezifischen Versorgungsbedarf einzelner Erkrankter. Damit profitieren Gesundheitsdienstleister vom einfachen Zugriff auf Fakten und können jederzeit die beste Entscheidung für den Patienten treffen.

Mit Präzisionsmedizin Krebs bekämpfen

Ein Bereich, in dem das Gesundheitswesen sich durch Big Data besonders weiterentwickelt, ist die Präzisionsmedizin. Ärzte entwickeln auf der Grundlage von individuellen Patientendaten maßgeschneiderte Therapien im Kampf gegen Krebs und andere Erkrankungen. Die SAP unterstützt diese Bemühungen zusammen mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO). Mit Hilfe der Big-Data-Lösung SAP HANA Cloud lassen sich strukturierte und unstrukturierte Daten in Echtzeit analysieren, darunter die Patientengeschichte sowie Daten aus klinischen Informationssystemen, Tumorregistern, Biobanksystemen und sogar aus Textdokumenten wie Arztnotizen.

„Sobald die Daten in strukturiertem Format vorliegen, haben Sie eine Plattform zum Vergleichen von Patientengruppen mit ähnlichen Merkmalen oder Patienten mit ähnlichen Profilen“, erläutert Werner Eberhardt, Vice President des Bereichs Healthcare Development der SAP. „Aus den Ergebnissen lassen sich dann Therapien identifizieren, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, und neue Therapien entwickeln, die wesentlich präziser und erfolgreicher sind. Das nennen wir Präzisionsmedizin.“

Mehr Informationen dazu, wie die ASCO und die SAP gemeinsam individuelle Behandlungspläne für Krebspatienten entwickeln, gibt es in diesem Video:

Dies ist ein Beitrag aus der Reihe „SAP Healthcare: ein Gesundheitscheck“, die sich damit befasst, wie SAP-Lösungen zur Gesundheitsförderung beitragen.

 

Bildquelle: Shutterstock

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