Globaler Wissenstransfer

Feature | 3. November 2008 von Stephan de Maria, freier Journalist in Schwetzingen, Deutschland 0

Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise gewährt der breiten Öffentlichkeit Einblick in die Komplexität der globalen Waren- und Geldströme sowie deren Bedarf nach flexiblen aber dennoch angemessenen, Geschäftsabläufen. Globalisierung hat viele Facetten. Das richtige Business Process Mapping und die darauf abgestimmte IT-Strategie eines weltweit aktiven Unternehmens ist da nur eine von vielen. Wie Weltkonzerne aller Branchen, aber auch international agierende Mittelständler ihre SAP-Projekte aufsetzen und sich diesen Herausforderungen stellen, stand im Mittelpunkt des zweitägigen Symposiums in Salzburg.

Das Globalization Steering Committee, ein Verbund von weltweiten SAP-Benutzergruppen, derzeit unter dem Mandat der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), stellte eine Vielzahl von Globalisierungsthemen von der Implementierung über Wartung und Projektmanagement zur Diskussion. Seitens der SAP nahmen unter anderem Elena Ordoñez del Campo, Leiterin der SAP Globalization Services, sowie José Duarte, Leiter des Europa-, Nahost- und Afrikageschäfts, an der Veranstaltung teil.
Die Veranstaltung hinterließ bei Teilnehmern und Referenten einen durchweg positiven Eindruck.

„Wir wollen vor allem erreichen, dass sich unsere Mitglieder austauschen und gegenseitig unterstützen“, sagt Otto Schell, Mitglied im Vorstand der DSAG und Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Globalization und derzeitiger Sprecher des GSC. Viele der im Arbeitskreis und den Benutzergruppen engagierten Unternehmen stünden vor ähnlichen Aufgaben und könnten von den Erfahrungen der anderen profitieren. „Der Informationsbedarf über alle Ebenen hinweg ist immer noch sehr groß. Um im nächsten Schritt aktiv Einfluss zu nehmen müssen alle Beiteiligten harte Fakten auf den Tisch legen, was leider noch zu selten der Fall ist.“

Die meisten Teilnehmer scheuen sich noch, ihre Erfahrungen offen zu legen. Dazu müsse Vertrauen aufgebaut werden. Erst dann, wenn über reale Probleme und Kosten sowie daraus gewonnenen Erfahrungen gesprochen werde, könne man Alternativen unterbreiten. „Vertrauen schafft Mehrwert für alle“, betonte Schell.

Aufgaben aus globalisierter Sicht

Zu den wichtigsten Themen auf dem Weg zum globalisierten Unternehmen gehören die Harmonisierung der Prozess- und Systemarchitektur zur Effizienzsteigerung und Kostenminimierung, technische Unicode- und Konvertierungsszenarien, SAP-Länderversionen sowie die damit Umsetzung globaler SOA-Strategien in heterogenen wie in homogenen Systemlandschaften. Die SAP geht auf diese Fragen mit einem breiten, nach drei Aufgabenfeldern geordneten Serviceangebot ein: Internationalisierung, Lokalisierung, Übersetzung.

„Wir helfen Unternehmen, ihr globales Geschäft auf die lokale Ebene herunterzubrechen und trotzdem auf der globalen strategischen Linie zu bleiben“, erklärt Ordoñez del Campo. Das beginne bei grundlegenden Dingen wie mehrsprachigem Support, demn Umrechnen vondie automatische Währungen oder unicodefähigen Systemen. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten die über 50 Länderversionen der SAP-Systeme, die jeweils die Rechtslage am Einsatzort abbildeten. Außerdem seien sie länderspezifisch vorkonfiguriert, um einen möglichst schnellen und reibungslosen Betrieb etwa einer neuen Niederlassung zu ermöglichen. „Wenn das IT-System die Sprache der Nutzer spricht, können sie besser damit arbeiten“, so die SAP-Managerin.

Überdies haben die Walldorfer mit SAP GRC Global Trade Services ein Anwendungspaket geschnürt, das den Außenhandel erleichtert. Der Softwarehersteller Microsoft zum Beispiel überprüfe damit jeden Monat automatisch mehr als eine Million Vorgänge auf die Einhaltung in- und ausländischer Handels- und Zollvorschriften.

Gemeinsam zum Erfolg

EMEA-Chef Duarte betont die Bedeutung einer engen Vernetzung der Unternehmen mit ihren Geschäftspartnern. Angesichts des globalen Verdrängungskampfes, zunehmender Risiken und knapper Ressourcen müssten sie auf allen Ebenen nach innen wie nach außen schneller reagieren. Innovation, Leistung, Menschen und Normkonformität, so Duarte, bauten erfolgreiche Firmen ihre Zukunft– auf Elemente also, die auch die SAP sehr ernst nehme.

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