Mobile IT: Hybrid-Apps im Trend

16. September 2011 von Christiane Stagge 0

SAP.info vor Ort auf der NEO Mobile Business Conference 2011 in Stuttgart. (Foto: Christiane Stagge)

SAP.info vor Ort auf der NEO Mobile Business Conference 2011 in Stuttgart. (Foto: Christiane Stagge)

Seit zehn Jahren implementiert NEO Business Partners Software für CRM, Service- und Instandhaltungsprozesse – auch auf Mobilgeräten. Obwohl das Thema “Mobile Software” sich inzwischen zu einem Hype entwickelt hat und zahlreiche Veranstaltungen um Aufmerksamkeit buhlen, konnte die sechste Mobile Business Conference (MBC) ihren Stellenwert halten und verbuchte 130 Teilnehmer.

Eine deutlich zu erkennende Entwicklung: Anfangs waren Notebooks die maßgebenden Geräte, wenn es um mobile Software ging. Jetzt sind es Smartphones und Tablet-PCs.

Trend: Hybride Anwendungen und HTML 5

Mobile Software lässt sich auf drei verschiedenen Wegen nutzen: online, offline und hybrid. Bei Online-Lösungen, wie beispielsweise SAP CRM, ist eine ständige Verbindung zum Internet nötig. Bricht diese ab beziehungsweise hat der Techniker unterwegs keinen UMTS-Empfang, kann er mit der Software nicht mehr richtig arbeiten. Bei Offline-Anwendungen, wie beispielsweise Adobe Interactive Forms, ist keine Verbindung zum Internet nötig. Alle wesentlichen Funktionen stehen von vornherein zur Verfügung. Nachteil: Die Datensychronisation kann erst vor oder nach der Arbeit erfolgen. Aktualisierungen während der Arbeit sind nicht möglich.

Der Trend geht deshalb zu hybriden Anwendungen. Bei hybriden Anwendungen stehen nur gewisse Teilbereiche online zur Verfügung, der Datenabgleich kann zeitgesteuert erfolgen. Die NEO Mobile Suite ist zum Beispiel eine hybride Anwendung.

Auch mit HTML 5 ergeben sich neue Möglichkeiten: Durch die neue Schnittstelle “Offline Web Application API” werden Daten der Webseite zwischengespeichert. Eine lokale Datenbank speichert wesentliche Daten über Java. So kann mit der Webseite gearbeitet werden, auch wenn keine Internetverbindung besteht.

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die NEO-Geschäftsführer Jens Beier und Arvin Arora begrüßen die Teilnehmer. (Foto: Christiane Stagge)

Die NEO-Geschäftsführer Jens Beier und Arvin Arora begrüßen die Teilnehmer. (Foto: Christiane Stagge)

“Bring your own device”

Die größte Herausforderung für Unternehmen sind jedoch die verschiedenen Plattformen: Apple, Google, Microsoft – wenn Unternehmen mobile Software einsetzen wollen, müssen sie sich für eine der drei Plattformen entscheiden. Die Anforderungen für Unternehmen in Sachen mobiler IT sind gestiegen – darin waren sich die meisten Teilnehmer auf der NEO Mobile Business Conference (MBC) 2011 in Stuttgart einig.

Unternehmen möchten die Vielzahl an mobilen Geräten und Plattformen zentral verwalten können. Auch Apps müssen zentral verteilt und aktualisiert werden.  Früher hat die Firma ihre neuen Mitarbeiter noch mit Blackberrys ausgestattet, heute ist jeder selbst gefragt: Nach dem Motto „Bring your own device“ haben Kollegen die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welches Smartphone sie nutzen möchten, beziehungsweise können sogar ihr eigenes Gerät verwenden. In den IT-Abteilungen muss es daher entsprechende Compliance-Anforderungen geben. Ein Regelwerk über  Rechte für Ausgabe, Anbindung und Rückgabe des Geräts ist unerlässlich.

Da in einem großen Unternehmen viele verschiedene Prozesse gleichzeitig ablaufen, existieren oft mehr als 100 Apps mit unterschiedlicher Prozesstiefe. Der Unternehmenschef muss trotz der Vielzahl die volle Kostenkontrolle haben.

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Steeb zeigte Business ByDesign auf dem iPad. (Foto: Christiane Stagge)

Steeb zeigte Business ByDesign auf dem iPad. (Foto: Christiane Stagge)

Mobile Security

Mit Afaria, basierend auf der Sybase Unwired Platform, lassen sich Mobilgeräte verwalten, schützen und gegebenenfalls sperren. Dabei geht es auch um Passwortschutz, Verschlüsselung, Back-up, Security Patches, Software Compliance, Deaktivierung verlorener oder gestohlener Geräte und Remote lock/kill.

Rück- und Ausblick: Mobile Software

SAP CRM Mobile war 1999 die mobile Software für Vertriebs- und Marketingprozesse. Damals stand noch die Nutzung auf dem Notebook im Vordergrund. Die Software war komplett in SAP CRM integriert und benötigte lange Synchronisationszeiten mit dem Backend.

2003 gab es mit SAP Mobile Infrastructure die erste Middleware. Darauf basierten die Offline-Lösungen SAP MAM/MAU, die wesentliche Prozesse für Service und Instandhaltung abbildeten.

2008 folgte das Release von NetWeaver Mobile 7.1. Auf diesem baut auch die NEO Mobile Suite auf, um Prozesse aus ERP, MAM, CRM abzubilden, Barcodes/RFIDs zu erkennen und digitale Unterschriften erstellen zu können.

Mit dem Kauf von Sybase entstanden 2010/2011 die ersten mobilen Apps. Dazu zählen SAP-Referenzanwendungen und Partnerlösungen, die auf der Sybase Unwired Platform basieren. Auch die NEO Mobile Suite basiert nun auf dieser Plattform. Afaria ermöglicht das Verwalten der mobilen Geräte. Der Vorteil der Sybase Unwired Platform: Sie unterstützt mehrere mobile Betriebssysteme.

Ursprünglich wollte SAP sich auf die bloße Bereitstellung der mobilen Plattform konzentrieren. Auf der NEO Mobile Business Conference- siehe Artikel: Exklusiv: 23 neue SAP-Apps –  kündigte der Konzern nun eigene Apps an, die im Oktober auf den Markt kommen sollen. Mit den neuen Apps will sich SAP neben dem Business-Segment auch dem Endkunden öffnen.

Zehn Jahre NEO, 150 Projekte - Mobile Business Conference 2011 in Stuttgart. (Foto: Christiane Stagge)

Zehn Jahre NEO, 150 Softare-Implementierungen - Mobile Business Conference 2011 in Stuttgart. (Foto: Christiane Stagge)

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