Griesson – de Beukelaer veredelt IT-Landschaft

Feature | 26. März 2007 von admin 0

Parallel zu der Einführung der Branchenlösung implementierte j & m Management Consulting, ein cormeta-Partner, die Planungsfunktion SAP Advanced Planning and Optimization (SAP APO). GdB hat mit der Umstellung die bisherigen Eigenentwicklungen und drei Stand-alone-Lösungen im Rechnungswesen und in der Materialwirtschaft sowie im Vertrieb ersetzt. Jetzt besitzt der Gebäckhersteller ein IT-System, das alle Abläufe integriert und durchgängig abbildet – vom Bestellwesen über die Planung, Fertigung und Qualitätskontrolle bis zur Finanzbuchhaltung. Dazu Gerd Schäfer, Leiter IT bei GdB: „Wir brauchen ein System, das die Unternehmensinformationen allen Entscheidern auf jeder Ebene zentral verfügbar macht und die interne Bearbeitung effektiver gestaltet.”
Beispiel Qualitätsmanagement: Für jeden eingehenden Artikel erzeugt die IT-Lösung bereits im Wareneingang automatisch ein Prüflos und benachrichtigt die Qualitätsabteilung. Die Vorteile der neuen Lösung zeigen sich auch in der Materialwirtschaft. Wenn beispielsweise Material ins Lager kommt, erfolgt sofort eine wertmäßige Bestandsbuchung in der Finanzbuchhaltung. Damit entfällt nicht nur ein Arbeitsschritt, sondern die Aktualität der Daten ist höher. Zum Vergleich: Früher wurden die Daten aus verschiedenen Vorsystemen manuell und zeitversetzt in die Finanzbuchhaltung übertragen.

Cockpits kontrollieren Teigherstellung und Verpacken

Verbessert haben sich durch die Umstellung auch Chargenrückverfolgung, Bestandsführung und Produktionscontrolling. Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte Cockpits, eine cormeta-Spezialität. Hier werden standardisierte SAP-Funktionen in einer Maske zusammengefasst, um die Bedienung für den Anwender einfacher zu machen. Ein Beispiel dafür ist das Teigmacher-Cockpit, das cormeta zusammen mit GdB auf Basis vorhandener Standard-Cockpits entwickelt hat: Der Mitarbeiter in der Produktionsvorstufe kontrolliert damit direkt die produzierte Teigmenge mit den entnommenen Chargen und verwendeten Silos.
Das Rückmelde-Cockpit – eine weitere Zusatzentwicklung – ordnet automatisch mittels eines Algorithmus die Verpackungsaufträge den unterschiedlichen Backaufträgen zu. Es entscheidet selbstständig, ob ein Verpackungsauftrag einem neuen Produktionsauftrag zugeordnet und ob beide teil- oder endrückgemeldet werden sollen. Auch ist es möglich, bei Fertigungsproblemen direkt im Cockpit die Auf- oder Absetzung unverpackter oder teilverpackter Backwaren zu steuern. Das Programm kontrolliert alle Angaben und berechnet anschließend die korrekte Menge an Backwaren und Einsatzmaterialien, die produziert oder verbraucht sind. Anschließend sorgt das Cockpit für die richtigen Zu- und Abbuchungen der Mengen und Chargen. Für beide Cockpits gilt: Sie melden alle Daten zu verbrauchten Komponenten, produzierten Backwaren und der Fertigware zusammen mit den Leistungsparametern zurück an die SAP-Lösung.

Projekt im Big Bang umgesetzt

Laut GdB ist die neue Software zukunftssicher und flexibel genug, um auch neue Geschäftsmodelle und Branchenanforderungen zu berücksichtigen. „Das Projekt wurde in time und in budget umgesetzt”, so IT-Leiter Gerd Schäfer. „Der Echtbetriebsbeginn in vier Werken gleichzeitig verlief bei der gegebenen Komplexität und dem Umfang des Projektes erstaunlich zuverlässig und ruhig. Es gab zu keiner Zeit eine kritische Situation. cormeta begleitete auch diese Phase intensiv.” Bereits einige Monate vor dem Echtstart wurden Materialstamm und Stücklisten in das Produktivsystem übernommen. So war genügend Zeit vorhanden, neue und bessere Stammdatenstrukturen aufzubauen. Umfangreiche Schulungen und mehrwöchige Testphasen gingen der Produktivsetzung voraus.

Quelle: cormeta AG

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