Sind Sie reif für 2011?

Feature | 1. Januar 2011 von Andrea Ackermann 0

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Prosit! Mit diesen Vorsätzen starten Sie gut ins neue Jahr (Foto: fotolia)

3,2,1… auf ein frohes Neues! Zeit, Bilanz zu ziehen und sich neue Ziele zu stecken. Ihre Vorsätze verglühen so schnell wie Wunderkerzen? Mit der richtigen Strategie können dem guten Willen auch Taten folgen, die zu echten Dauerbrennern werden!

Vorsatz Nr. 1: Bye Bye Stress

Das Telefon klingelt, Kollegen stehen in der Tür, lästige Abrechnungen warten und die Projekt-Deadline rückt beängstigend näher. Wen wundert es, dass „Stress vermeiden oder abbauen“ der meist genannte Vorsatz der Deutschen für 2011 ist?! In einer aktuellen Studie der DAK gaben rund 60 Prozent der Befragten an, im kommenden Jahr weniger Stress haben zu wollen. Wie das geht?

Zunächst sollten Sie akzeptieren, dass Unterbrechungen zum Joballtag gehören. Wer krampfhaft versucht, eine Aufgabe nach der anderen ungestört zu erledigen, hat schon verloren. Deshalb Ablenkungen von vorneherein mit einplanen und gleich mehr Zeit für die Aufgabe einkalkulieren.

Vorsicht: Auch nützliche Tools können zu Stressfallen werden – endlose To-Do-Listen und überquellende Terminkalender sind mehr selbstgemachte Hektik als Hilfe.

Seien Sie gnädig zu sich selber: Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie Superman oder Wonder Woman sind. Mit unrealistischen Ansprüchen setzen Sie sich unter Druck und das beeinträchtig die Leistungsfähigkeit enorm.

Das Rad nicht neu erfinden

Stehen Sie vor einer großen Aufgabe, können Sie diese in kleine Teile splitten. So fällt der Anfang leichter. Hinter jeden abgearbeiteten Abschnitt ein Häkchen setzen – das gibt ein gutes Gefühl, denn die Psyche glaubt, was das Auge sieht.

Recherchieren Sie, ob innerhalb oder außerhalb Ihrer Firma zu dem Thema schon einmal gearbeitet wurde, so müssen Sie nicht jedes Mal das Rad neu erfinden.

Alle anderen sind noch mehr im Stress und bitten Sie regelmäßig um Hilfe? Lernen Sie, Nein zu sagen! Wenn Sie dann mit Ihren eigenen Aufgaben gut im Rennen liegen, können Sie den Kollegen wieder unter die Arme greifen.

Anders herum dürfen Sie ruhig mal etwas delegieren. Ihre Power Point-Präsentationen mögen unübertroffen sein – doch auch Ihr Trainee befasst sich gerne mit dieser Aufgabe…

Geschafft? Herzlichen Glückwünsch! Dann dürfen Sie sich etwas gönnen: Das Fußballspiel mit Ihrem Sohn im Stadium sehen, eine kleine Wandertour mit Freunden unternehmen oder ein romantisches Wochenende zu Zweit im Wellness-Hotel genießen. Denn Pausen fördern die Kreativität, Kontrasterlebnisse machen den Kopf frei für neue Aufgaben.

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Auszeiten fördern die Kreativität (Foto: fotolia)

Auszeiten fördern die Kreativität (Foto: fotolia)

Vorsatz Nr. 2: Ich bin dann mal weg

Auf Platz zwei der DAK-Umfrage: Weniger Überstunden. 56 Prozent der Deutschen wollen 2011 mehr Zeit für Familie und Freunde haben und 49 Prozent mehr Zeit für sich selbst. Wer das erreichen möchte, braucht ein besseres Zeitmanagement.

Der erste Schritt dahin ist klein, aber effizient: Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf. Wohlwollend kann man das Durcheinander aus Kaffeebechern, Krümeln und Aktenbergen als „kreativ“ bezeichnen. Dennoch ist äußere Ordnung für innere Ruhe wichtig. Ein strukturierter Schreibtisch spart Zeit beim Suchen und schmeichelt dem Image.

Gutes Zeitmanagement und Zu-Spät-Kommen sind keine guten Freunde. Im neuen Jahr ist Pünktlichkeit angesagt. Wer etwa morgens – noch vor dem Lesen der Mails! – zwei Stunden lang konzentriert arbeitet, hat schon einen guten Teil des Tagespensums geschafft.

Ruhepole suchen

Warum nicht ab und zu die Mittagspause nutzen? Wenn die Kollegen in der Kantine sind, können Sie sich in Ruhe zurückziehen. Vergessen Sie darüber aber nicht Ihre eigene Pause! Nur wer sich regelmäßig erholt, kann neue kreative Gedanken entwickeln und effizient arbeiten.

Termine sind ein guter Grund, das Büro rechtzeitig zu verlassen. Etwa ein Kurs um 19 Uhr im Fitnessstudio oder Karten für eine Theatervorstellung verhindern, dass Sie doch wieder jeden Abend Überstunden machen. Das Gute daran: Bei diesen Terminen können Sie Ihre Freizeit mit Freunden oder der Familie verbringen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Rauf auf der Karriereleiter

Kopf frei für die Denkarbeit (Foto: fotolia)

Kopf frei für die Denkarbeit (Foto: fotolia)

Vorsatz Nr. 3: Rauf auf der Karriereleiter

Auch wenn die Deutschen eine ausgewogene Work-Life-Balance anstreben – Anerkennung der beruflichen Leistung und Vorankommen im Job sind vielen wichtig. Wer mit guter Arbeit überzeugen möchte, kann dafür selber die besten Grundlagen schaffen.

Basis für den Erfolg ist Konzentration und diese erfordert Ruhe und das richtige Timing. Wichtige Aufgaben deshalb nicht wahllos in Lücken des Terminkalenders schieben. Wählen Sie für Denkarbeit Tageszeiten aus, an denen Sie nach Ihrem Biorhythmus geistig auf der Höhe sind.

Wer ein Einzelbüro hat, schließt am besten die Tür und stellt das Telefon um. Wer im Großraumbüro keine Ruhe findet, kann sich bei schwierigen Aufgaben mit dem Laptop in ein leeres Büro oder einen freien Konferenzraum zurückziehen. Ganz wichtig in dieser Arbeitsphase: Finger weg vom Email-Programm!

Die gute Botschaft: Produktives Arbeiten lässt sich in Maßen antrainieren. Setzen Sie sich immer zur selben Zeit an denselben Platz, um konstruktiv zu arbeiten. Das Gehirn speichert diese Routine und wird schließlich automatisch produktiv.

Reizanker und kleine Fluchten

Verstärken können Sie diesen Effekt, wenn Sie so genannte Reizanker setzen. Etwa indem Sie sich jedes Mal vor der Denksession einen Tee machen, Ihre Lieblingsmusik hören oder eine Atemübung für mehr Energie durchführen.

Bei anspruchsvollen Projekten hilft manchmal nur noch eines: Büroflucht. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten darüber und schlagen Sie vor, ein Projekt als Testballon zu starten. Legen Sie gemeinsam einen Zeitrahmen fest und präsentieren Sie am Ende Ihre Ergebnisse und Erfolge, die Sie in Ruhe im Homeoffice erarbeitet haben.

Ist Arbeiten von zu Hause nicht erwünscht, helfen auch kleine Fluchten. Schnappen Sie sich Ihr Laptop und machen Sie ein Brainstorming auf der Parkbank, im Coffee-Shop oder in der Bibliothek – fremde Arbeitsumgebungen können kreative Denkprozesse fördern.

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Mit einem Lächeln geht alles leichter - auch im Job (Foto: fotolia)

Mit einem Lächeln geht alles leichter - auch im Job (Foto: fotolia)

Vorsatz Nr. 4: Top motiviert

Wer im Job weiterkommen möchte, braucht vor allem eines: Gute Laune. Um Spaß an der Arbeit zu haben, dürfen Sie sich Unterstützung holen. Suchen Sie verstärkt Kontakt zu Kollegen, die motiviert sind und verbringen Sie mit ihnen die Mittagspause.

Werden Sie selber konstruktiv. Nörgeln Sie nicht über Zustände, die Ihnen nicht gefallen. Überlegen Sie lieber, was Sie daran ändern können.

Halten Sie sich die angenehmen Folgen guter Arbeit vor Augen: Ihr Ansehen in der Firma steigt, eine Beförderung oder Gehaltserhöhung rückt in greifbare Nähe, Ihre Zufriedenheit wächst, Sie lernen etwas Neues.

Bitte Lächeln!

Werden Sie dann gelobt, tun es nicht einfach ab. Sie dürfen die positive Rückmeldung von Vorgesetzten und Kollegen genießen. Und loben Sie auch mal selbst, das Lächeln der Kollegen kann ungemein motivieren.

Sie müssen nicht den Pausenclown spielen – doch brauchen Sie auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie mit Kollegen scherzen und gemeinsam herzhaft lachen. Studien haben bewiesen, dass Menschen, die Spaß haben, kreativere Lösungen finden. Gegen die gute Stimmung wird dann auch Ihr Chef nichts einzuwenden haben.

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Mit Sport lässt sich der Stress vertreiben (Foto: fotolia)

Mit Sport lässt sich der Stress vertreiben (Foto: fotolia)

Vorsätze Nr. 5 und Nr. 6: Gelassenheit & Fitness

Auch im neuen Jahr wird es im Job genügend Gründe geben, um an die Decke zu gehen: Computer, die abstürzen, Drucker, die ausfallen, wenn gerade ein wichtiges Dokument benötigt wird. Auch nörgelnde Kunden und lästige Anrufer verschwinden leider nicht.

Da hilft nur eines: Gelassenheit. Ruhe bewahren ist gut für die Nerven und sollte deshalb auf der Liste Ihrer guten Vorsätze nicht fehlen.

Runter von der Palme

Der Wunsch nach mehr Ausgeglichenheit lässt sich wunderbar mit einem anderen Vorsatz kombinieren: Mehr Bewegung. Laut DAK-Studie möchten 52 Prozent der Deutschen im Jahr 2011 mehr Sport treiben. Wer sich etwa beim Laufen ordentlich auspowert, fühlt sich wohl in seiner Haut und lässt sich in angespannten Situationen nicht so schnell auf die Palme bringen.

Für mehr Fitness und purzelnde Pfunde muss es gar nicht immer das ganz große Workout sein. Auch kleine Aktionen bringen in der Summe viel.

Von denen haben Sie schon oft gehört, sie aber selten befolgt: Treppen steigen, statt den Aufzug zu nehmen. Das Auto stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit fahren. Verbünden Sie sich mit Kollegen, um gemeinsam zu radeln oder nach Feierabend in der Gruppe zu joggen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Besser Essen & mehr Flirten

Statt süßem Nachtisch: Ein Kaffee mit dem charmanten Kollegen (Foto: fotolia)

Statt Nachtisch: Kaffeetrinken mit charmanten Kollegen (Foto: fotolia)

Vorsätze Nr. 7 und Nr. 8: Besser Essen & mehr Flirten

Der Klassiker unter den guten Vorsätzen „Gesünder ernähren“ liegt auch 2011 im Trend. 44 Prozent der Deutschen wollen laut DAK-Studie im kommenden Jahr mehr auf ihre Ernährung achten. Das gilt natürlich auch beim Gang in die Kantine.

Hier sind Ihre Kollegen ebenfalls eine gute Unterstützung – jedenfalls diejenigen, die den Griff zu Salat statt Currywurst beherzigen. Schließen Sie sich dieser Gruppe an, dann fällt es in der Mittagspause leichter, dem Schweinebraten die kalte Schulter zu zeigen.

Dennoch brauchen Sie nicht asketisch leben. Eiserne Härte gegen sich selbst kann schnell zum Scheitern führen. Verzichtdenken ist kontraproduktiv. Formulieren Sie Ihre Vorsätze lieber positiv: Statt „ich darf keine Currywurst essen, weil mein Cholesterin zu hoch ist“, lieber „ich fühle mich besser, wenn ich Salat esse“ sagen.

Süßer als Dessert

Sie schenkt Ihnen jeden Morgen ein zauberhaftes Lächeln, er hält Ihnen immer freundlich die Tür auf. 2011 könnte für Sie das Jahr der Courage werden: Fassen Sie sich ein Herz und laden Sie endlich die hübsche Kollegin oder den charmanten Kollegen, für die/den Sie schon lange schwärmen, zum Kaffee ein. So versüßen Sie sich die Mittagspause auch ohne kalorienhaltigen Nachtisch.

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Gutes Gelingen

Ihre Vorsätze hatten bislang die Lebensdauer einer Eintagsfliege? Mit diesen Tipps ist langfristiger Erfolg leichter zu erreichen:

  • Gesagt, getan: Beginnen Sie gleich heute mit der Umsetzung Ihrer Vorsätze. Denn die 72-Stunden-Regel besagt, wer sich etwas vornimmt, muss innerhalb von drei Tagen den ersten Schritt unternehmen. Ansonsten sinkt die Chance, das Vorhaben jemals umzusetzen, auf ein Prozent.
  • Wort halten: Studien haben bewiesen, wer seine Vorsätze konkret benennt, setzt sie mit dreifach erhöhter Wahrscheinlichkeit um. Statt „ich mache mehr Sport“ also lieber „ich gehe jeden Montag und Donnerstag um 19 Uhr eine Stunde Joggen“ sagen.
  • Und Action! Schreiben Sie Ihr persönliches Drehbuch für Ihre guten Vorsätze im neuen Jahr. Indem Sie Ihre Ziele schriftlich festhalten, verpflichten Sie sich einmal mehr, diese umzusetzen. Schreiben Sie dabei alle Hindernisse auf, die Ihre Pläne vereiteln könnten. Entwerfen Sie dann eine Strategie, wie Sie diese Hürden überwinden.
  • Weniger ist mehr: Bei allem Eifer sollten Sie sich nicht übernehmen. Dutzende Vorsätze können schnell überfordern. Wählen Sie lieber wenige Ziele, die realistisch sind, und freuen Sie sich an kleinen Erfolgen. Auch „Rückfälle“ sollten Sie einkalkulieren und sportlich nehmen, schließlich sind es die kleinen Schwächen, die Sie für Ihre Mitmenschen sympathisch machen.

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