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Heatmapping – Heißes Thema, Coole Idee

Blog | 17. November 2015 von Andrea Diederichs 0

Ein junges SAP-Team schlägt mit einer revolutionären neuen Lösung die Brücke zwischen der physischen und der digitalen Welt und hilft, das Verhalten von Menschen zu verstehen.

Eine kleine Gruppe junger Leute traute sich, das Unmögliche zu denken. Was, wenn es uns gelingt, zwei bisher komplett separate Welten zusammenzubringen – die virtuelle und die physische Welt? Was, wenn wir eine Möglichkeit finden, das Verhalten von Menschen zu analysieren, die nicht im Internet unterwegs sind, sondern auf einer Messe, in einem Einkaufszentrum oder Fußballstadion?

Genau diese Pionierleistung haben die Teams Business Engineering und IT Event Services erbracht. Andreas Koch erklärt: „Es ist uns gelungen, das Verhalten und die Bewegung von Menschen in der physischen Welt digital zu erfassen, in Echtzeit auszuwerten und in einer Heatmap darzustellen.“

Heatmaps sind an sich nichts Neues. Sie dienen dazu, schnell und übersichtlich Daten anhand von kalten und warmen Farben zu visualisieren. Betreiber von Webseiten verwenden sie, um die Bewegungen der Nutzer nachzuvollziehen und wichtige Inhalte geschickt zu platzieren. So weit, so gut – solange man in der digitalen Welt bleibt. Mit der neuen Lösung schaffte das Team nun den Brückenschlag in die physische Welt.

Tausche Daten gegen Mehrwert

In der Praxis kann das so aussehen: Der Besucher einer Messe wählt sich ins Messe-Netz ein und stimmt zu, dass die Signale seines Smartphones erfasst werden. Diese werden an die SAP HANA Cloud Platform weitergeleitet, analysiert und in Form einer Heatmap visualisiert. Die Vorteile für die Aussteller liegen auf der Hand: Sie können zum Beispiel die Laufwege auf ihrem Stand anpassen oder das Besuchererlebnis personalisieren. So geschehen auf der diesjährigen Kundenmesse SAPPHIRE NOW in Orlando, wo das Team bereits eine frühe Version der Lösung erfolgreich eingesetzt und einen großen Durchbruch erzielt hat.

Doch auch der einzelne Messebesucher oder Endkunde hat etwas davon: Er erhält individuelle Informationen oder gezielte Angebote direkt auf sein Smartphone. Für Johannes Boppre ist ganz wichtig: „Wir wollen nicht nur nehmen, sondern bieten dem Einzelnen im Tausch immer einen Mehrwert an – und das nur auf seinen Wunsch.“ Sicherheit und Privatsphäre sind natürlich zentrale Themen, daher hat das Team von Beginn an eng mit Kollegen aus dem Bereich Datenschutz und Datensicherheit zusammengearbeitet.

Innovation kommt von Neugier

„Innovation kommt von Neugier, und sie kommt von unten“, findet Christian Schmeisser, für den das Projekt einmal mehr gezeigt hat, dass jeder Einzelne bei SAP etwas bewirken und die Zukunft der Firma mitgestalten kann.

Natürlich gab es unterwegs auch Herausforderungen. Der Schlüssel zum Erfolg, davon ist Eugen Winschel überzeugt, sei die Start-up-Mentalität und die positive Grundhaltung des Teams gewesen: „Wo andere Hindernisse sehen, sehen wir Chancen. Die Chance, den Menschen etwas zu liefern, was ihnen wirklich hilft.“ Entscheidend sei auch die interdisziplinäre Zusammensetzung des Teams gewesen – vom Entwickler bis zum Kommunikationsexperten, vom Manager bis zum Werkstudenten, von der Marketing- bis zur IT-Organisation. „Das Team ergänzt sich, hilft sich gegenseitig, lernt aber auch voneinander. Jeder ist offen dafür, dem anderen zuzuhören“, finden auch Timo Strauch und Marcus Notheis.

„Wir können noch viel mehr erreichen“

Die neue Lösung verspricht riesiges Marktpotenzial und zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.  Je genauer Unternehmen menschliches Verhalten verstehen, desto präziser können sie daraus Handlungen ableiten und Wettbewerbsvorteile erschließen. Keine Überraschung also, dass Start-ups auf diesem Feld wie Pilze aus dem Boden schießen. „Wir sind aber längst dort, wo die Wettbewerber erst noch hin wollen“, erklärt Norman Ulbrich, „und mit SAP HANA sind wir den anderen einen Schritt voraus – dadurch sind wir als einziger Anbieter in der Lage, Ergebnisse in ‚echter‘ Echtzeit zu liefern“.

An den Erfolg auf der SAPPHIRE NOW will das Team jetzt anknüpfen. „Wir stehen erst am Anfang“, betont Andreas Kerner, „wir können noch viel mehr erreichen und werden das Schritt für Schritt angehen.“

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