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Die Kraft der Vielfalt: LGBTI bei SAP

10. Dezember 2016 von Jasminka Webb 9

SAP engagiert sich stark für die Community der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LGBTI). Das Mitarbeiternetzwerk Pride@SAP zählt inzwischen rund 8.000 Mitglieder.

SAP Selfie auf dem CSD in Berlin

SAP-Mitarbeiter auf dem CSD in Berlin

Aus der Außenperspektive gibt es zahlreiche Belege für das große Engagement der SAP für Diversity und Inklusion. Einer der aktuellsten ist die internationale Zertifizierung für Chancengleichheit. SAP erreicht zudem seit einigen Jahren stets eine Top-Platzierung im Corporate Equality Index (CEI), einer Benchmarking-Umfrage und Untersuchung der Human Rights Campaign (HRC) Foundation, die die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in amerikanischen Unternehmen bewertet. Die LGBTI Community bei SAP ist besonders stolz darauf, dass der globale Leiter von Pride@SAP, Niarchos Pombo, auf die „Top 30 Future LGBT Leaders“-Liste des LGBT-Netzwerks OUTstanding und der Financial Times gewählt wurde.

Doch auch aus der Innenperspektive erfährt die LGBT Community bei SAP immense Unterstützung. Zahlreiche Mitarbeiter engagieren sich als so genannte „LGBT Allies“, wie dieses Video zeigt:

 

Marie und Björn mit Run Prouder T-Shirts

Marie-Andrée Barthelemy und Björn Groneberg

Zwei der Unterstützer, Marie-Andrée Barthelemy und Björn Groneberg, berichten, wie und warum sie sich in ihrem täglichen Arbeitsleben gerade für diesen Personenkreis einsetzen. Kennengelernt haben sich die gebürtige US-Amerikanerin mit haitianischen Wurzeln und der Potsdamer Softwareentwickler aus dem SAP-Finanzbereich beim Christopher Street Day 2015 in Berlin. In dem Jahr gab es zum ersten Mal finanzielle Unterstützung der SAP für die deutsche Beteiligung, sodass die LGBT Community die SAP mit einem eigenen Wagen repräsentierte. Tags zuvor waren die SAP-Kolleginnen und -Kollegen in San Francisco durch die Straßen marschiert, alle unter dem Motto „Run prouder around the world“. „Unvergessliche und beeindruckende Momente“, erinnern sich Barthelemy und Groneberg.

Sei einfach Du selbst und verstecke Dich nicht!

– Björn Groneberg, SAP-Softwareentwickler, LoB Finance, Strategy & Program Office

Während für Marie-Andrée Barthelemy, die im SAP Innovation Center in Berlin tätig ist, das allgemeine Thema Menschenrechte der Initiator für ihre Mitarbeit war, hatte Björn Groneberg auch eine klare persönliche Zielsetzung und war einer der Hauptorganisatoren für die SAP-Beteiligung beim CSD 2016. Für beide ist Authentizität oberstes Gebot, niemand sollte Diskriminierung fürchten müssen.

Motiviert zum Unternehmenserfolg

Es liegt im Interesse jedes Unternehmens, die besten Talente auf dem Markt für sich zu gewinnen. „Hier sollte es keine Rolle spielen, welche sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität jemand hat“, so Barthelemy.

„Ein Unternehmen kann von dieser Vielfalt nur profitieren. Sie inspiriert und motiviert in hohem Maße zu Innovationen – und wirkt sich dadurch letztlich positiv auf den Unternehmenserfolg aus.“

– Marie-Andrée Barthelemy, Project Management für LOB Finance Real Estate und Pride@SAP Germany Lead

Mit diesem Wissen repräsentiert sich SAP regelmäßig auf der Sticks and Stones Karrieremesse, „Europas größtem Karriere-Event für die LGBTIQ Community und Straight Allies“. Sowohl Barthelemy als auch Groneberg waren hier bereits auf Initiative der SAP-Personalabteilung im Einsatz. Wie wichtig die Ressourcen der LGBTI Community gerade auch in der Technologiebranche sind, zeigt Unicorns in Tech, dessen Konferenz das SAP Innovation Center Potsdam bereits als Gastgeber unterstützte.

Pride@SAP Selfie auf dem CSD in Berlin

Dass SAP das Thema Inklusion aber auch im eigenen Haus sehr ernst nimmt zeigt unter anderem der mit Pride@SAP entwickelte Ratgeber für den Umgang mit Menschen, die vor einer Transition stehen, die so genannten „Gender Transition Guidelines“. Hier wird den Betroffenen beispielsweise geraten, sich mit Personalabteilung und Führungskraft zu besprechen, wie die Transition optimal im Arbeitsumfeld geplant werden kann. Auch für die Mitarbeiter in der Personalabteilung und Führungskräfte werden Empfehlungen abgegeben.

Trotz der umfassenden Unterstützung im Unternehmen, wünschen sich Marie-Andrée Barthelemy und Björn Groneberg doch auch klarere Vorgaben von oben für ihr Thema. Solange es außerhalb des offiziellen Bereichs Diversity und Inklusion lediglich als ein „nice to have“ angesehen würde, sähen manche Führungskräfte oft noch keine Veranlassung für ein Engagement. Barthelemy ergänzt abschließend: „Das Bewusstsein ist auf allen Ebenen da. Es fehlt mancherorts nur die klare Vorgabe von oben.“

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