HP Virtualisierungs-Center

Feature | 31. August 2009 von Gottfried Welz 0

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SAP.info: Was hat HP motiviert, ein SAP Competence-Center zum Thema Virtualisierung aufzubauen?

Berle: Das große Interesse von SAP-Anwendern für das Thema Virtualisierung war der Auslöser dafür. Kunden fragten uns immer wieder: Wie lässt sich die vorhandene SAP-Infrastruktur in ein Virtualisierungs-Gesamtkonzept einbinden? Welche der verfügbaren Virtualisierungslösung ist für meine SAP-Umgebung die beste? Oder: Was bringt die Nutzung einer Virtualisierungslösung konkret? In unserem Virtualisierungs-Competence-Center stellen wir Kunden und Interessierten an einer zentralen Stelle unser gesamtes Know-how zu diesen Fragen gebündelt zur Verfügung. Neben der Beratung realisiert das VCC aus einer Hand Virtualisierungsprojekte.

SAP.info: Das Virtualisierungs-Competence-Center versteht sich als neutraler Ratgeber für alle SAP-Kunden. Was heißt „neutral“ konkret?

Berle: Ein Hauptziel von uns ist, die verschiedenen Virtualisierungslösungen für SAP-Kunden transparent zu machen. Zudem zeigen wir auf, was Virtualisierung im SAP-Umfeld bedeutet und wie Betriebskonzepte rund um eine virtualisierte SAP Landschaft aussehen.  Dabei verwenden wir eine standardisierte und produktunabhängige Vorgehensweise mit definierten Use Cases. Anhand der Use Cases können wir die Stärken und Schwächen der verschiedenen Lösungen und Betriebskonzepte darstellen. Anschließend geben wir eine Empfehlung ab, welche der Lösungen bezogen auf die individuellen Anforderungen eines Kunden die beste ist. Im Grunde genommen verstehen wir uns als eine Art Kompass für die Virtualisierung im SAP-Umfeld.

SAP.info: Was verbirgt sich hinter den Use Cases?

Derichsweiler: Konsolidierung, Hochverfügbarkeit oder Steigerung der Flexibilität sind typische Use Cases, die bei Virtualisierungsprojekten im Fokus stehen. Auf welche UseCases der Kunde seinen Schwerpunkt legen will, wird in einem Kundenworkshop besprochen. Die Use Cases beziehen sich immer auf den SAP-Einsatz, die dabei genutzte Infrastrukturumgebung und die Betriebskonzepte.

SAP.info: Wie ist es um den Kenntnisstand in Sachen Virtualisierung bei den Kunden bestellt?

Berle: Die meisten Kunden, die uns kontaktieren, kennen sich mit den generellen Virtualisierungsmöglichkeiten gut aus. Informationsbedarf gibt es häufig zu den Themen: SAP-Support, Betrieb einer virtualisierten Systemlandschaft und Einsatz einer bedarfsgerecht Lösungen entsprechend den individuellen Anforderungen. Hier stehen wir SAP-Kunden beratend zur Seite. Allgemeine Informationen respektive Basisinformationen zum Thema SAP-Virtualisierung werden auch von SAP und HP gemeinsam zum Beispiel in Form von Webinaren oder Roadshows bereitgestellt. Eine neu aufgesetzte Roadshow zum Thema fand übrigens im Mai in mehreren deutschen Städten statt.

SAP.info: Welche Virtualisierungslösungen sind in dem Competence Center installiert?

Derichsweiler: Bei uns laufen die Virtualisierungslösungen von VMware, HyperVisor von Microsoft, die XEN-Lösung, die VSE Virtual Solution Environment Suite von HP für unsere Unix-Lösungen sowie die SAP Adaptive Computing-Lösung mit dem SAP Adaptive Computing Controller inklusive unserer eigenen Erweiterung HP VIS for SAP. Neu hinzugekommen sind kürzlich Polyserve und Lefthand, die für Kunden einen Mehrwert im Bereich Virtualisierung darstellen.

SAP.info: Lässt sich exakt in Euro und Cent beziffern, welche geldwerten Vorteile der Einsatz einer Virtualisierungslösung bringt?

Derichsweiler: Es gibt viele kundenspezifische Einflussfaktoren und Gegebenheiten. Daher ist es nicht generell möglich, das genaue Einsparpotenzial in Euro und Cent anzugeben. Wir begleiten SAP-Kunden auf dem Weg zu einer möglichst optimalen Infrastrukturumgebung bezogen auf die genutzten SAP-Produkte. Das steht für uns obenan.

Was man nennen kann, ist eine durchschnittliche Prozentzahl, die eine Virtualisierung unterm Strich bringt. Rund 30 Prozent an Einsparungen sind sehr realistisch.

SAP.info: Was ist, wenn sich bei einer Evaluierung im Competence Center herausstellt, dass eine Virtualisierung zu keinen nachweislichen Nutzeneffekten führt?

Berle: Wenn sich am Ende einer Analyse auf Basis der Use Cases und unter Berücksichtigung aller Lösungen keine Vorteile herausstellen, dann zeigen wir dem Kunden eine optimierte klassische Systemumgebung auf, von der er profitiert. Ein vorrangiger Grund, momentan auf die Virtualisierung zu verzichten, stellen Leistungsgrenzen dar, die sich aber   ständig verändern. Daher empfehlen wir jedem Kunden, sich im Vorfeld eines Virtualisierungsprojekts intensiv beraten zu lassen.

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