Test SAP HANA Server

29. August 2011 von Daniel Hardt, Christiane Stagge, Frank Völkel 0

SAP HANA: Datenauswertung in Hochgeschwindigkeit. (Foto: Fotolia)

Volles Rohr: 2,5 TB an Daten passen in 512 GB großen Speicher des IBM-Servers (Foto: Fotolia)

Fast scheint es so, dass sich die Konkurrenz um Fusion warm anziehen muss. Die aktuellen Server für SAP HANA sind in der Lage, Datenbanken mit bis zu 2,5 Terabyte Größe im Arbeitsspeicher vorzuhalten und bis zu 10.000 Anfragen pro Stunde zu verarbeiten. Im ersten Performance-Test wurde ein Datensatz mit 1,3 TB Größe verwendet, den SAP gemeinsam mit IBM durchgeführt hat.

Mit SAP HANA können Analysen und Prognosen in Echtzeit durchgeführt werden. Die Software basiert auf der In-Memory-Technologie. Das Prinzip: Daten werden aus dem Arbeitsspeicher angesprochen, von wo aus sie direkt abgerufen werden. Der Umweg über herkömmliche Datenbanken ist somit passé. Das bedeutet, dass Daten noch schneller, quasi in Echtzeit, verfügbar sind – siehe auch Artikel SAP HANA: Daten auf Speed.

Der Test lief mit SAP ERP 6.0/EHP4 und wurde unter Aufsicht der Firma WinterCorp durchgeführt und verifiziert. Als Hardwaregrundlage diente der IBM x3850 X5 Server. In der maximalen Ausbaustufe umfasst der Server 64 CPU-Kerne, 512 GB Hauptspeicher und ein RAID 5 Festplatten-/SSD-System – mehr dazu auf der nächsten Seite. In Verbindung mit SAP HANA passen im Idealfall bis zu 2,5 Terabyte Daten in den Arbeitsspeicher, da die HANA-Technologie eine Datenkompression durchführt und Einträge spaltenweise speichert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: IBM DB2 für HANA gerüstet

IBM EX5-Serverfamile (Foto: IBM)

SAP HANA-Server: IBM EX5-Serverfamile (Foto: IBM)

IBM DB2 für HANA gerüstet

Die Zusammenarbeit zwischen SAP und IBM hat eine lange Geschichte. So stammen die DB2-Datenbanken, auf denen SAP-Systeme laufen, aus dem Hause IBM. Gute Nachrichten für alle diejenigen, die IBM-Datenbanken im Einsatz haben: DB2 ist auch für HANA gerüstet und in der Lage, Daten mit dem Sybase Replication Server abzugleichen.

SAP HANA befindet sich derzeit noch im Ramp-up. Etwa 50 Kunden haben die In-Memory-Software zu Testzwecken im Einsatz. Wie SAP ausdrücklich betont, soll HANA kein Ersatz für das SAP NetWeaver Business Warehouse sein, sondern diese Software noch schneller nutzbar machen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Roadmap In-Memory-Applikationen

Combinations

Diese Datenbanken unterstützen SAP HANA (Quelle: IBM)

Roadmap In-Memory-Applikationen

Auf der SAP Run Better Tour in Boston gab es Roadmaps zu weiteren In-Memory-Applikationen zu sehen.

Für 2011 sind folgende Anwendungen geplant:

  • Sales and Operations Planning: Mit dieser Anwendung können Sales- und Marketingabteilungen mit Finanzabteilungen zusammenarbeiten, finanzielle Auswirkungen von Kampagnen berechnen und somit vorausschauender planen.
  • Intelligent Payment Broker: Die Applikation hilft bei der Berechnung finanzieller Optionen und bei der Festlegung, welche Diskontierungs-Bestimmungen auf welcher Rechnungen festgelegt werden müssen.
  • Smart Meter Analytics: Die Software für die intelligente Strommessung: Mit Smart Meter Analytics können Energiedienstleister Prognosen über Stromverbrauch erstellen.
  • SAP Trade Promotion Management Application zur Abbildung von Händlerpromotionen.
  • SAP Cash and Liquidity Management Application zur Regelung von Geldflüssen und für das Risikomanagement.

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