„Ideale Bausteine für den künftigen Geschäftserfolg“

Feature | 10. August 2005 von admin 0

Vor welchen Herausforderungen stehen kleine und größere mittelständische Unternehmen in Zukunft?

Die Herausforderungen, denen Großunternehmen gegenüberstehen, machen auch vor den mittelständischen Unternehmen nicht Halt. Geschäftsprozesse, ob in der Produktion oder im Handel, müssen immer schneller, immer besser und mit immer weniger finanziellem Aufwand abzuwickeln sein. Das setzt kürzere Auftragsdurchlaufzeiten, eine höhere Auslastung der personellen und technischen Ressourcen, Kostenreduzierungen sowie schlankere Geschäftsprozesse voraus. Ein weiterer Punkt ist, dass auch bei Mittelständlern der Geschäftsalltag zunehmend internationalen Charakter annimmt. Das gilt nicht nur für die Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Partnern, sondern auch im Hinblick auf die Wettbewerbssituation, die sich aufgrund der Globalisierung zusätzlich verschärft.

Und welche Rolle wird die IT in diesem Zusammenhang künftig spielen?

Die IT muss die Voraussetzungen für einen durchgängigen Informations-, Material- und Wertefluss schaffen. Ineffiziente IT-Prozesse oder ungeeignete IT-Lösungen führen bei kleineren Unternehmen schnell zu einer Bestandsgefährdung.

Welche Kriterien sollte eine Mittelstandslösung unter diesen Umständen erfüllen?

Die ideale Lösung erfüllt die betrieblichen Anforderungen, funktioniert problemlos, ist wirtschaftlich und stellt kein Investitionsrisiko dar. Zu den bisher geltenden Kriterien wie hohe Produktqualität, umfassender Service und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist die Flexibilität neu dazugekommen. Flexibilität bedeutet einerseits, dass eine einzelne Anwendung künftig leicht an neue Prozessabläufe oder geänderte rechtliche Vorgaben angepasst werden kann. Andererseits muss es einem Mittelständler möglich sein, seine unterschiedlichen Anwendungen mit vertretbarem Aufwand miteinander zu verbinden. Das ist etwa der Fall, wenn ein PPS-System oder ein Online-Shop an eine betriebswirtschaftliche Software angebunden werden. Als weiterer wichtiger Punkt ließe sich auch die problemlose Integration von Niederlassungen an ein zentrales SAP-System nennen.

Welchen Beitrag leistet in diesem Umfeld das von SAP und den Partnern angebotene Lösungsportfolio, um Mittelständler zukunftsfähig zu machen?

Das Lösungsportfolio von SAP und seinen Partnern bietet für sehr viele Anwendungsfälle die passenden Bausteine, denn Lösungen auf SAP-Basis lassen sich einfach ineinander integrieren. Geschäftsprozesse im Mittelstand sind heute außerdem genauso komplex wie bei Großunternehmen. Mit den neuen SAP-Technologien, wie SAP NetWeaver, sowie deren einzelnen Komponenten, wie SAP Exchange Infrastructure (SAP XI), hat SAP eine effiziente und auch für mittlere Firmen kostengünstige Möglichkeit geschaffen, Systeme anderer Hersteller zu integrieren. Dazu gehören zum einen die Systeme im eigenen Unternehmen, aber auch die der Geschäfts- und Kooperationspartner. Die Integration nach dem Baukastenprinzip führt zu größerer Transparenz in der IT und dadurch auch zu höherer Effizienz bei (unternehmensübergreifenden) Geschäftsprozessen.

Welche Gründe sind für einen Mittelständler ausschlaggebend, gerade eine SAP- oder SAP-basierte Lösung einzusetzen?

Zunächst einmal: Das Vorurteil, SAP-Lösungen seien für den Mittelstand zu teuer, zu mächtig und zu komplex, ist überholt. SAP-Lösungen sind zwar nicht im Sonderangebot zu haben, aber sie sind investitionssicher. Das ist speziell für mittelständische Firmen enorm wichtig. Der Grund liegt auf der Hand. Verschwindet etwa der Hersteller einer vermeintlich preiswerten Unternehmenslösung aus welchen Gründen auch immer eines Tages vom Markt, wird es für einen Mittelständler richtig teuer: Updates und Releasewechsel werden dann nicht mehr durchgeführt, und Serviceleistungen fallen weg. Das bedeutet, dass die gesamte IT um- oder neu aufgestellt werden muss, und das kann – im doppelten Wortsinne – keine Lösung sein, um die Zukunft zu gestalten.

Ein weiterer Aspekt, der für die Mittelstandslösungen der SAP und ihrer Partner spricht, ist die Tatsache, dass die IT-gestützte Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten im Mittelstand immer wichtiger wird. Auch hier ist wiederum eine integrative Lösung effizient. Mit SAP Business One beziehungsweise Branchenlösungen der Partner auf Basis von mySAP All-in-One ist das vergleichsweise leicht zu bewerkstelligen – Schritt für Schritt und genau da, wo es den größten Nutzen bringt.

Welche Rolle kommt dabei den SAP-Mittelstandspartnern zu?

Sie sind das Bindeglied zwischen SAP und den mittelständischen Unternehmen. Das Produkt kann noch so gut sein – wenn Anbieter und Interessent oder Lieferant und Kunde nicht dieselbe Sprache sprechen, kann keine Seite gewinnen. Ich meine zunächst einmal die regional eingefärbte Sprache und die regionalen Gepflogenheiten. Diese gemeinsame Basis schafft das auch im Geschäftsleben notwendige Vertrauen. Hinzu kommt dann die gemeinsame „Sprache“ hinsichtlich der Unternehmensgröße. Kleine und mittlere Firmen bevorzugen IT-Partner, von denen sie nicht wie eine Nummer unter vielen behandelt werden, sondern die sie ernst nehmen.

SAP-Mittelstandspartner sind vielfach selbst mittelständische Unternehmen und damit auf „Augenhöhe“ mit ihren Kunden. Das Verbindende ist hier der sehr direkte Kontakt zum Markt, das bereitwillige Eingehen auf spezielle Kundenwünsche und die kurzen Entscheidungswege. Hinzu kommen spezifische Kenntnisse bestimmter Branchen mit ihren Fachausdrücken und den branchentypischen Geschäftsabläufen. SAP-Partner und Kunde sprechen damit dieselbe Sprache. Diese Branchenkompetenz des IT-Partners ist eine wichtige Voraussetzung, um Projekte schnell und zu niedrigen Einführungskosten durchzuführen. Der IT-Partner und der Kunde stehen zudem in Wechselwirkung miteinander: Der eine erhält die Impulse, die für die Weiterentwicklung des SAP-Lösungsportfolios nötig sind, der andere bekommt die IT, die seinen jetzigen und auch künftigen Bedürfnissen entspricht. Auf diese Art gewinnen beide.

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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