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Impact Matrix: Das Change-Dokument aus 80 Punkten

2. Dezember 2015 von Alexander Mayer 0

Neue Prozesse im Verkauf, neues Modul für Einmalkosten, neue Abteilung für das Stammdatenmanagement: 80 Diskussionspunkte enthält die Impact Matrix für „BierKuLT“ bisher.

Die Arbeitspaketleiter haben die diskussionswürdigen Themen nun in die Impact Matrix eingetragen. Da sie bisher tief im Projekt involviert waren, sind sie diejenigen, die Änderungen in Prozessen und die Auswirkung auf die Mitarbeiter am besten abschätzen können. Zusammengekommen sind für alle drei involvierten Unternehmen beim BierKuLT bisher 80 Punkte, die im nächsten Schritt in den Abteilungen besprochen werden.

Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Auswirkungen auf die Organisation sind.

Beispiel 1: Preissetzung ist nun standardisierter

In der Vergangenheit standen den Verkäufern sehr flexible Preissetzungsmöglichkeiten zur Verfügung womit sehr „kreative“ Preisgebungen möglich waren. Früher konnten beispielsweise einzelne Sorten oder Produkte relativ einfach aus einer breiten Rabattgabe ausgeschlossen werden. Diese Exkludierung ist künftig sehr viel schwieriger, denn nun steht eine standardisierte Produkthierarchie dafür zur Verfügung, welche Preissetzung nur auf Basis fixer Hierarchieknoten erlaubt. Was die Verkäufer einschränkt, ist für die Verkaufsleitung eine gute Sache. Denn sie bekommt mehr Struktur in den Verkauf, an dessen Ende vielleicht sogar ein neues Regelwerk für den Verkauf entstehen kann. Klar ist, dass eine höhere Effizienz und die Chance zur Vereinheitlichung winken, größere Eingriffe in das Stammdatenmanagement bei komplizierten Preissetzungen ihr allerdings entgegenwirken. In Infoveranstaltungen stellen nun Mitglieder des Projektteams für alle drei betroffenen Unternehmen – die Ottakringer Brauerei, Kolarik & Leeb und die Trinkservice GmbH – die wichtigsten neuen Prozesse im Verkauf vor und präsentieren erste Lessons Learned. Die erste Veranstaltung für die Ottakringer Brauerei fand am 30. November statt.

Beispiel 2: Neues Modul für Einmalkosten wird genutzt

Werden Werbekostenzuschüsse für Flugblätter bei Handelspartnern fällig, mussten diese Kosten bisher händisch einem Kunden und den betroffenen Artikeln zugewiesen werden. Mit dem neuen Modul, das eine Branchenlösung für den Getränkesektor bereitstellt, weist das System automatisch die Werbekosten den im angegebenen Aktionszeitraum gemachten Umsätzen zu, so dass eine automatisierte Transparenz über die reelle Einnahmen- und Ausgabensituation da ist.

Allerdings ist diese technische Funktion noch nicht integrativ getestet worden. Klar ist: Hier werden wir noch einen Integrationstest nachziehen müssen, insbesondere um Klarheit darüber zu bekommen, ob die Zahlen zuverlässig im SAP FI-/CO-Modul ankommen.

Beispiel 3: Artikelanlage nun in einer Abteilung

Inwiefern die SAP-Einführung die Organisation verändern kann, zeigt der Umgang mit den Stammdaten. Bisher wurden die Artikeldaten in verschiedenen Abteilungen angelegt. Im SAP-System wird das Stammdatenmanagement nun zentral verwaltet. So ist es nur folgerichtig, dass wir jetzt auch eine neue Abteilung ausschließlich mit dem Stammdatenmanagement betrauen. Momentan ist allerdings noch nicht geklärt, welche Informationen von welcher Abteilung kommen und wer die Daten ins System schreibt, die Fachabteilung oder Mitarbeiter der neuen Abteilung. Zudem hat die Migration und Säuberung der Stammdaten in der Stammdatenabteilung aktuell Vorrang. Denn das ist die Voraussetzung dafür, dass wir sauber in die Umsetzung starten können.

Für mich ist aus Controlling-Perspektive völlig klar, dass das System eine erheblich höhere Transparenz der Zahlen bringt – ein wahres Paradies für Controller und deren Business-Partner! Auf der anderen Seite wurden mit dem SAP-Projekt Säuberungs- und Strukturierungsprozesse angestoßen, die schon längst überfällig waren. Und dass jetzt ab und zu der Teufel im Detail steckt, ist wohl das Opfer, das man bringen muss, um letztlich wettbewerbsfähiger zu werden.

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Stellen Sie Ihre spezifischen Fragen zu dem Projekt BierKuLT an unsere Experten von Scheer Austria und Ottakringer aus dem Blogger-Team über liveblog@sap.com und via #SAPLIVEBLOG.

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