In-Memory-Cluster, Cloud-HANA & Co

19. Oktober 2012 von Paul Baur 0

Vishal Sikka, Vorstand SAP auf der TechEd, Las Vergas, 2012; Foto: SAP

Vishal Sikka ist es vorbehalten, auf der TechEd die technischen Innovationen der SAP vorzustellen: Allen voran der neue In-Memory-Cluster, der eine Datenmenge von 1 Petabyte an nicht-komprimierten Rohdaten vorhalten kann. Das sind 1,2 Trillionen Datensätzen oder eine Informationsmenge, die in 10 Jahren in einem großen Unternehmen mit durchschnittlich 328 Millionen Transaktionen täglich entsteht. Leistungstests zeigen zudem Antwortzeiten von 0,43 bis 0,5 Sekunden für Ad-hoc-Vertriebsabfragen und 1,2 bis 3,1 Sekunden für komplexere Trenddatenabfragen. Damit hat SAP den weltweit größten Cluster dieser Art gefertigt. Doch das ist nicht die einzige Neuerung, die Vorstand und Chief Technology Officer Sikka vergangenen Dienstag vorstellte.

SAP und Amazon starten gemeinsames Projekt

Das anlässlich der TechEd ebenfalls vorgestellte SAP HANA One ist eine Implementierungsoption für die Plattform von SAP HANA. Sie kann direkt über Amazons Cloud-Infrastruktur, die Amazon Web Services Cloud (AWS), genutzt werden und wird auf Hardware mit Speicherkapazität von bis zu 64 GB RAM pro Instanz bereitgestellt.

Unternehmen jeder Größenordnung sollen so von der In-Memory-gestützten Datenverarbeitung auf Basis von SAP HANA profitieren. Entwickler können die Software direkt über den AWS-Marktplatz beziehen und sofort produktiv mit ihr arbeiten. Anwender zahlen für die Nutzung 0,99 US-Dollar (0,75 Euro) pro Stunde. Andy Jassy, Senior Vice President AWS, bezeichnete SAP HANA One auf der TechEd als „bahnbrechend“.

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Andy Jassy, AWS Senior Vice Präsident (Foto: SAP AG)

In seiner Präsentation sagte Sikka, dass die SAP in den letzten 18 Monaten über 600 SAP-HANA-Kunden gewonnen habe. 18 dieser Kunden gehörten zum sogenannten „10.000er-Club“. Dies bezieht sich auf den Faktor, um den sich die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung bei den Nutzern erhöht. SAP HANA kann bis zu zwei Milliarden Datensätze pro Sekunde und Rechenkern durchsuchen und bis zu eine Million Datensätze pro Sekunde einfügen. Das ist der so genannte HANA-Effekt.

Auch Start-ups entwickeln auf HANA

Was den Einsatz von SAP HANA bei Start-up-Unternehmen betrifft, sprach Sikka von einer „großen Welle“ von mehr als 100 Jungunternehmen, die seit Beginn des SAP Startup Focus Program Anwendungen auf der Plattform von SAP HANA entwickelten. Die Unternehmen hätten unterschiedlichste Business Cases konzipiert, die teilweise nur wenige Gemeinsamkeiten mit traditionellen Geschäftsszenarien aufweisen würden, so Sikka. Als Beispiel nannte er ein Unternehmen, dass SAP HANA nutzt, um mithilfe astronomischer Daten Sterne im Weltall zu visualisieren.

Ebenfalls neu: Die SAP HANA Academy. Sie hilft den Umgang mit der Plattform zu erlernen. SAP unterstützt damit Unternehmen, unabhängige Softwareanbieter und Start-Ups Lösungen auf der Basis von SAP HANA zu entwickeln.

 

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