Kunden wollen SAP HANA

2. Mai 2011 von Heather McIlvaine & Christoph Zeidler 0

Tim Noble tells SAP.info what UK & Ireland customers are asking for: HANA (photo: SAP)

Was SAP-Nutzer wirklich wollen: HANA und mobile Software (Foto: SAP AG)

SAP.info: Wenn Sie an das vergangene Jahr denken – welche Ereignisse und Meilensteine waren Ihnen 2010 wichtig?

Tim Noble: Aus unternehmerischer Sicht war es ein wirklich fantastisches Jahr. Wir waren nicht nur am Markt erfolgreich, sondern – was noch wichtiger ist – unser Kundenzufriedenheitsindex hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert. Am Ende von Q3 hatten wir eine Zufriedenheitsrate von 92 %. Wir arbeiten hart daran, dass das 2011 auch so bleibt.

SAP.info: Was ist Ihren Kunden aktuell besonders  wichtig?

Tim Noble: Im Bereich der Technologien ist den Kunden Business Analytics sehr wichtig, ebenso wie CRM und HR. Ein weiteres aktuelles Thema ist Cloud Computing, insbesondere in Großbritannien. Häufig sind wir eine der ersten Regionen, die neuen Technologien positiv gegenübersteht. Für SAP bedeutet das großen Wettbewerb, denn Nischenanbieter für Cloud Computing tendieren hier dazu, sich als Erster zu öffnen.

Außerhalb der Technologien ist der öffentliche Sektor brandaktuell. Das Haushaltsdefizit der Regierung und die Staatsausgaben beschäftigen alle. Ich glaube, unsere Lösungen bieten die notwendigen Einblicke und Steuerungsmodelle, mit denen Behörden und Ministerien ihre Regierung einen Schritt voranbringen können.

SAP.info: Mit welchen besonderen Geschäftsproblemen oder Herausforderungen sind die Kunden in Großbritannien und Irland konfrontiert? Und wie helfen Sie ihnen, ihre Unternehmen besser zu führen?

Tim Noble: Ich glaube nicht, dass sich diese Region tatsächlich von anderen unterscheidet – unsere Kunden sorgen sich immer noch über Kosten. Wir helfen ihnen dabei, indem wir die Frage nach dem Nutzen der einzelnen SAP-Lösungen aufwerfen. Die Kunden erwarten eine höhere und raschere Investitionsrendite. Und das liefern wir mit unseren schnellen Deployment-Lösungen. In enger Zusammenarbeit mit den Beratern versuchen wir herauszufinden, wie sich die Lösungen von den Kunden schneller implementieren lassen und wie wir diese Implementierungen besser zu einem Paket schnüren können.

Die Kunden in Großbritannien sind insbesondere dem Cloud Computing und der In-Memory-Technologie positiv gegenüber eingestellt. Wir haben einige SAP-Großkunden, die sich sehr für SAP HANA und die Vorteile der NewDB interessieren. Daher ist es unsere Aufgabe, diesen Unternehmen, von denen viele mit der SAP-Software recht vertraut sind, bei der Nutzenmaximierung zu helfen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SAP HANA und Sybase

SAP.info: SAP HANA kam im März heraus. Können wir uns mit dieser Software von den Mitbewerbern unterscheiden?

Tim Noble: Ja, sicher, aber wir beschränken uns nicht auf HANA. Der gesamte Bereich der Mobilität ist ebenso wichtig. In diesem Punkt unterscheiden sich Großbritannien und Irland bis zu einem gewissen Grad von anderen Regionen. Diese Länder sind äußerst mobil und nutzen mobile Technologien in starkem Maße. Ich glaube, wir waren eines der ersten Länder, in denen es 3G gab. Ganz gleich, ob es um das Gerät oder die Technologie geht – es herrscht ein großer Drang nach Mobilität. Deshalb die Übernahme von Sybase.

SAP.info: Wie wurde die Übernahme von Sybase in der Region aufgenommen?

Tim Noble: Ich bekam viel positives Feedback. Die Kunden glauben, es ist die richtige Strategie. Aber jetzt sind sie natürlich auf die Ergebnisse gespannt. Die SAPPHIRE NOW im Mai wird zeigen, dass unsere Teams gut zusammengearbeitet haben, um dem Mobilitätsmarkt Innovationen zu bescheren.

SAP.info: Lassen Sie uns zum Abschluss über 2011 und das nächste Jahr sprechen. Welche Ziele haben Sie? Und was möchten Sie in Großbritannien und Irland für die SAP erreichen?

Tim Noble: Ein Ziel ist weiteres Wachstum; und ich glaube, hier haben wir gute Chancen. Der Mittelstand wird dabei eine zunehmend größere Rolle spielen. Wichtig ist auch die Unterstützung der Kunden, damit sie den größtmöglichen Nutzen aus unserem Portfolio ziehen können – sei es mit der SAP Business Suite, unseren On-Demand-Lösungen oder unseren Serviceangeboten.

Ein weiteres Ziel ist eine stärkere Kundenorientierung. Ich glaube, wir haben uns in den letzten Jahren von unseren Kunden entfernt, aber das ändert sich jetzt. Im gesamten Bereich des SAP Enterprise Support hat sich die Kommunikation deutlich verbessert und die Kundenzufriedenheit nimmt weiter zu. Wenn wir uns am Kunden orientieren, ergibt sich auch der Rest.

Das dritte Ziel betrifft die umwälzenden Technologien In-Memory, HANA, Business Analytics und SAP Business ByDesign – alles recht neue Technologien mit großem Potenzial. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Kunden von all diesen Innovationen profitieren.

Tim Noble, Geschäftsführer von SAP UKI

Tim Noble kam am 15. Juni 2009 zur SAP und übernahm die Geschäftsleitung von SAP Großbritannien und Irland (SAP United Kingdom and Ireland, SAP UKI). Er ist in erster Linie für die Umsetzung der Unternehmensstrategie und die Realisierung der Wachstumspläne verantwortlich, damit die SAP ihre führende Position im Bereich Unternehmenssoftware ausbauen kann. Die Umsetzung der Clear-Strategie der SAP ist ein zentrales Ziel von Tim Noble. Diese Strategie soll es Kunden ermöglichen, mit den integrierten SAP-Lösungen mehr Leistung, Effizienz und Flexibilität zu erzielen. Vor seiner Tätigkeit bei der SAP war Tim Noble Senior Vice President und Executive Officer bei Gartner. Dort war er für die Entwicklung und Umsetzung der globalen Vertriebsstrategie zuständig. Während der 15 Jahre bei Gartner hatte er eine Vielzahl von Vertriebspositionen und leitenden Stellungen inne. Zuvor war Noble unter anderem für die Unternehmen New Science Associates und Yourdon International, einer Tochtergesellschaft von Kodak, tätig. Noble hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität von Buckingham.

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