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Inklusion geht alle an

Feature | 16. Juni 2017 von Jasminka Webb 12 Hot Story

SAP hat die zweite Auflage des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht.

Die UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert die allgemeinen Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen. Wie diese bei SAP umgesetzt werden, beschreibt der Aktionsplan 2.0. Die hier beschriebenen Maßnahmen stärken die Inklusion von Menschen mit sichtbaren und nicht sichtbaren Behinderungen. Cawa Younosi, Personalleiter SAP Deutschland SE & Co. KG und Head of Diversity & Inclusion Germany, betont: „Wir sehen uns als Vordenker, für die die konsequente Weiterentwicklung des Themas Inklusion mit Blick auf eine erfolgreiche Zukunft zum Selbstverständnis gehört. Gleichzeitig wollen wir die Wahrnehmung dafür schärfen, dass Inklusion einen Vorteil für jeden einzelnen Mitarbeiter darstellen kann.“

Allzu oft wird Inklusion auch heute noch als Randthema erachtet. Für viele Menschen ist Inklusion sogar eine Art blinder Fleck, durch welchen ihnen die Herausforderungen, nicht bewusst sind, denen sich manche Betroffene im Alltag stellen müssen. Dies führt völlig unabsichtlich zu Situationen, die die Schwerbehindertenvertreterin der SAP Deutschland SE & Co. KG , Silke Bender, prägnant formuliert: „Behindert ist man nicht – man wird behindert.“

Aktionsplan 2.0

Die Herausforderung und Aufgabe der Inklusion ist bei SAP schon seit Langem angekommen. Der Konzern hat seine gesellschaftliche Verantwortung aktiv wahrgenommen und 2013 als erstes DAX30-Unternehmen einen eigenen Aktionsplan aufgestellt. Heute ist SAP das erste Unternehmen in Deutschland mit einem Aktionsplan 2.0. Die im neuen Plan beschriebenen Maßnahmen unterteilen sich in folgende sechs Handlungsfelder:

  • Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Kooperation
  • Inklusion
  • Umsetzung und Steuerung
  • SAP als Arbeitgeber
  • „Autism at work“

Jedes Handlungsfeld umfasst dabei eine klare Zielsetzung sowie konkrete Aktionen zu deren Erreichung.

Alexander Eckhardt, Inclusion Lead Germany, setzt feste Prioritäten: „Wir arbeiten nicht defizit-, sondern absolut stärkenorientiert. Denn bei Inklusion geht es darum, sich an den besonderen Fähigkeiten jedes Einzelnen auszurichten.“ Bestes Beispiel hierfür ist die mehrfach ausgezeichnete Initiative „Autism at work“. Doch auch in anderen Bereichen gehört SAP zu den Arbeitgebern, die die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter sehr ernst nehmen. In enger Zusammenarbeit unterstützen Eckhardt und die Schwerbehindertenvertetung (SBV) sowie verschiedene Mitarbeitergruppen und zahlreiche SAP-Abteilungen die Betroffenen in jeder Situation. Dies reicht von entsprechenden Markierungen auf Treppen und in Gebäuden über Rollstuhlrampen bis hin zum Servierservice in der Kantine. Darüber hinaus unterstützt das interne Diversity-Team mit zahlreichen Informationsangeboten, beispielsweise auch einem Leitfaden für Führungskräfte zum Umgang mit Betroffenen im eigenen Team. Hierbei wird konsequent das Ziel verfolgt, Barrieren abzubauen und gezielte Hilfestellungen zu bieten. Das Leitmotto lautet: „Teilhabe immer und überall“.

Ins Bewusstsein rufen

Obwohl Inklusion in vielen Bereichen des SAP-Konzerns schon selbstverständlich gelebt wird, gibt der Aktionsplan noch eine Extraportion Anregung. Alexander Eckhardt legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Bewusstseinsbildung:

„Jeder Einzelne kann im eigenen Umfeld als Multiplikator agieren, sei es über das Engagement in Mitarbeitergruppen, , oder über die Mitarbeit am Aktionsplan – und nicht zu vergessen, durch die direkte Kommunikation mit Betroffenen.“Eine nachhaltige Umsetzung aller Maßnahmen kann nur gelingen, wenn Vorurteile und Berührungsängste abgebaut werden und das Thema kontinuierlich vergegenwärtigt wird. Die SAP engagiert sich dafür aktiv in internen  Mitarbeiternetzwerken, wie denen für seh-, hör-, bewegungseingeschränkte Mitarbeiter oder dem Netzwerk zu Multipler Sklerose. Extern kooperiert der Konzern mit Organisationen wie Unternehmensforum und Charta der Vielfalt.

Das „Verbergen“ von Behinderungen ist leider auch heute noch ein gesellschaftliches Phänomen, das sich oft im Unternehmensalltag widerspiegelt. Diesem mit Offenheit und Zugewandtheit die Stirn zu bieten, kann allen Betroffenen und Nicht-Betroffenen helfen, das Thema Inklusion zu fördern.

Foto: SAP

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