Integrierte Gesamtlösung für SMBs

Feature | 3. März 2004 von admin 0

„Kleine und mittlere Unternehmen stehen aufgrund gesetzlicher Vorgaben, aber auch durch restriktive Kapitalmärkte sowie die durch Basel II geforderte Transparenz von Unternehmenskennzahlen vor immer komplexeren Anforderungen“, umreißt Ulrich Roßkopf, Prokurist der Freudenberg IT, die Rahmenbedingungen für SMBs. „Hinzu kommen in mittelständisch-geprägten Branchen wie der Fertigungsindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Zulieferindustrie immer kürzere Produktions- und Lieferzeiten bei gleichzeitig steigenden Ansprüchen der Kunden“, erläutert Roßkopf weiter. Gefragt sind daher Gesamtlösungen, die nicht nur flexibel und erweiterbar sind, sondern die ebenso geschäftliche Kernprozesse abbilden und rechtliche Rahmenbedingungen umsetzen. Mit ADICOM light bieten die Freudenberg IT und ihr Tochterunternehmen ADICOM Informatik eine Zusatzlösung zu SAP Business One an, die genau auf die branchenspezifischen Bedürfnisse von SMBs zugeschnitten ist.

Breites Leistungsspektrum

Für einen mittelständischen Automobilzulieferer genügt es heute nicht mehr, nur einwandfreie Produkte zu haben, sondern diese müssen „just in time“ und zu einem möglichst geringen Stückkostenpreis lieferbar sein. „Dazu muss die Produktion optimal ausgelastet sein und die Fertigung flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren“, erklärt Roßkopf, „denn nur so erhöhen Unternehmen den Lagerumschlag und senken durch die verringerten Bestände auch Kosten.“ Laut Freudenberg IT ist die von der Tochtergesellschaft ADICOM Informatik entwickelte und vollständig in SAP Business One integrierte Zusatzlösung ADICOM light ein professionelles Softwarepaket, um Finanzen, Logistik und Produktion optimal zu steuern und zu verwalten.
„Aufgrund ihres breiten Leistungsspektrums kann die Lösung zudem in der chemischen Industrie sowie in der Lebens- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt werden“, legt Steffen Schaar, Vertriebsleiter bei ADICOM Informatik, dar. „Durch den modularen Aufbau der Lösung gelingt es, branchenspezifische Geschäftsprozesse punktgenau abzubilden“, so Schaar weiter. So habe ADICOM beispielsweise aus der MRM-Suite (= Multi Resource Management) verschiedene Module in SAP Business One integriert. Zu den Standardfunktionalitäten von SAP Business One, wie Finanzen, Einkauf, Verkauf und CRM (Customer Relationship Management) kommen mit ADICOM light noch Funktionen wie dynamische Disposition, Fertigungsleitstand (FLS), Betriebsdatenerfassung (BDE) und – bei Bedarf – Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen für die Produktion (Chargen) hinzu, welche in der Standardsoftware von SAP nicht enthalten sind. „ADICOM light übernimmt Kundenaufträge mit den wichtigsten Bestelldaten wie Artikelnummer, Mengen und Liefertermin“, führt Schaar weiter aus, „prüft, ob das Erzeugnis im Lager ist, extern beschafft werden oder neu produziert werden muss.“

Dynamisch planen

Auf Grundlage von Kapazitätsstammdaten werden dann über die dynamische Disposition Fertigungsaufträge vorausgeplant, genau terminiert und auf bestimmte Maschinen verteilt. Der Anstoß hierzu erfolgt direkt aus dem System heraus. Eine wichtige Rolle im gesamten Produktionsprozess kommt dem Weinheimer SAP Business Partner zufolge auch dem aus der MRM-Suite bekannten Leitstand zu. Er zeigt wichtige Produktionsdaten, wie Termine, Durchlaufzeiten sowie ausreichend vorhandene (oder fehlende) Ressourcen an. Um die optimale Auslastung der Maschinen zu garantieren sowie auf eventuelle Störfälle zu reagieren, unterstützt der Leitstand bei Bedarf auch die Simulation alternativer Planungsstrategien. Dabei erfasst ADICOM light Betriebsdaten wie Materialentnahmen für die Arbeitsgänge und Artikelzugänge aus der Fertigung und meldet diese bei Auftragsende an das übergeordnete SAP Business One.
Durch die vertikale Datenintegration sind, laut Ulrich Roßkopf, Vorteile und Nutzen für SMBs klar ersichtlich, denn sie verbessert die Rüst- und Bearbeitungszeiten und minimiert Liegezeiten. „Damit“, so der Prokurist der Freudenberg IT weiter, „würden nicht nur Verwaltungs- und Produktionszeiten verkürzt“, es kann ebenfalls eine Bewertung der Lieferanten vorgenommen werden, um die für die Produktion notwendigen Materialien „just in time“ zu beschaffen. „Mit unserer Lösung gelingt es mittelständischen Firmen, von der Beschaffung bis zur Auslieferung an den Kunden, die gesamten Prozesse in ihrer Supply Chain effektiver und somit kostengünstiger zu gestalten“, freut sich Roßkopf.

Beliebig erweitern

Besonderes Augenmerk haben die Experten von ADICOM und Freudenberg IT darauf gelegt, dass die Lösung bei Bedarf beliebig erweitert werden kann, „mit einem Unternehmen also mitwächst“, wie es Roßkopf formuliert. Im Gleichschritt mit SAP Business One, das sich bei Bedarf zu einer SAP-R/3-Lösung weiterentwickelt, wächst – quasi analog dazu – ADICOM light mit, bis zur ADICOM MRM-Suite.
„Unsere Lösung“, fasst Steffen Schaar zusammen, „ist eine einfach handhabbare Anwendung mit wenigen Schnittstellen, die beliebig skalierbar ist und SMBs damit hohen Investitionsschutz bietet.“ Mittelständischen Firmen bringt dies Wettbewerbsvorteile in puncto Kosten (verringerte Total Cost of Ownership), Zeit (Just-in-time) und Qualität.
Angeboten wird das System auf Datenbank-Basis von Microsoft SQL Server 2000 mit Windows 2000 Server oder Windows 2000 Advanced Server als Netzwerkbetriebssystem. Im Client-Bereich kommen Windows 2000 oder XP zum Einsatz. „Als Einstiegsversion bieten wir ADICOM light mit mindestens je fünf Userlizenzen für Disposition und Fertigungsleitstand an, sowie mit 25 Userlizenzen für die Betriebsdatenerfassung“, veranschaulicht Steffen Schaar den Umfang der Lösung. Für die Einführung werden zwischen drei und vier Wochen veranschlagt. Mit ADICOM light, so Schaar, „haben wir aber nicht nur eine ideale funktionale Ergänzung zu SAP Business One entwickelt“, sondern man gehe mit wettbewerbsfähigen Preisen auch genau auf die Bedürfnisse von SMBs ein. „Kleinere Unternehmen“, stimmt Ulrich Roßkopf zu, „brauchen einfach Systeme, die auf ihre Bedürfnisse und ihren Geldbeutel zugeschnitten sind.“

Weitere Informationen:

www.f-it.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

Tags:

Leave a Reply