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Integrierte Lean-Funktionen für die Produktion

8. April 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Lean-Management-Prinzipien in der Produktion, eng verknüpft mit den zentralen ERP-Prozessen: Genau hier setzt der SAP-Partner SALT Solutions an. Das Add-on SALT Production Systems ist vollständig in die Anwendung SAP ERP integriert und beschleunigt den Umstieg auf eine schlanke Produktion – wie zwei Kundenbeispiele zeigen.

Lean Production und eine zentrale EDV – zwei Gegensätze, die lange gebraucht haben, um sich anzuziehen. SALT Solutions hat diesen Prozess maßgeblich beschleunigt. Der Spezialist für IT-Lösungen in Produktion, Lager und Transport hat mit SALT Production Systems ein Add-on für Lean Production entwickelt, das vollständig in SAP ERP integriert ist. Für Fertigungssteuerer, Disponenten und Feinplaner ist eine Integration der Unternehmenssoftware und der Lean-Werkzeuge von großem Vorteil. Denn der dauernde Wechsel aus der ERP-Software – als zwingend notwendigem Lieferanten der Grunddaten – in die Lean-Anwendungen verursacht Aufwand, kostet Zeit und ist oftmals unübersichtlich.

SALT Solutions hat eine vollständige SAP-Integration schon frühzeitig als wichtigen Bestandteil von Lean-Projekten verstanden. Das Add-on SALT Lean Production ergänzt voll integriert die im SAP-Standard vorhandenen Prozesse wie die operative Kanban-Abwicklung und das Materialmanagement durch leistungsstarke Lean-Funktionen. Unternehmen können mithilfe des Add-ons die kontinuierliche Materialverfügbarkeit bei geringen Beständen deutlich verbessern und so Ressourcen in der Lagerverwaltung sparen. Durch eine nivellierte Produktion wird zudem der Dispositionsaufwand gesenkt. Im Ergebnis hilft das Add-on, Engpässe im Produktionsprozess frühzeitig zu erkennen und anhand von Simulationen die bestmögliche Alternative zu wählen.

SCA Schucker: Produktionssteigerung im Fokus

Davon konnte sich beispielsweise SCA Schucker aus dem badischen Bretten-Gölshausen überzeugen. Das Unternehmen produziert Klebesysteme und Dosiertechnologie für die Automobilbranche und hat mit der Einführung von SALT Production Systems die Effizienz seiner Produktion erheblich gesteigert. Im Jahr 2009 wurden bei SCA Schucker rund 975 Pumpen produziert. Bei einem Ausgangswert von 1.390 ausgelieferten Pumpen stellte das Unternehmen 2010 die Weichen für die Implementierung von Lean-Manufacturing-Prinzipien. Die Zielsetzung: SCA Schucker wollte die Produktivität um 50 Prozent steigern, gleichzeitig jedoch die Bestände und die Durchlaufzeit halbieren. Die Bilanz 2012: Bei konstanter Mitarbeiterzahl hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 2.150 Pumpen produziert.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor lag in der Optimierung der Taktfertigung. Hierfür hatte SCA Schucker in einem ersten Schritt die durchschnittliche Belastung der einzelnen Arbeitsplätze ermittelt – und diese anschließend so nivelliert, dass eine maximale Schwankung von 15 Prozent entsteht. Am Ende dieses Vorgangs stand ein Montageplan, der sich am Taktgeber Pumpe orientierte und bis heute die ursprüngliche Planung übererfüllt. Mit weiteren Optimierungsmaßnahmen bei der Feinplanung wollen SCA Schucker und SALT Solutions die jährliche Produktion künftig auf 3.000 Pumpen steigern.

Kessel AG: Lagerbestände gesenkt

Die Kessel AG hatte einen anderen Fokus. Der führende Anbieter von Entwässerungstechnik wollte den Lagerbestand mithilfe einer durchgängigen Verbrauchssteuerung senken. Das Unternehmen aus Lenting bei Ingolstadt ist starken Nachfrageschwankungen unterworfen. Diese Schwankungen, so die gängige Meinung, machen es schwer, Kanban-Verfahren in der Lean Production anzuwenden. Dem konnten die Kessel AG und SALT Solutions mit einer sogenannten ABC/XYZ-Analyse begegnen, um genau zu klassifizieren, welche Lagerbestände in Hinblick auf die Bedarfsschwankungen und ihren Wertgehalt für das Unternehmen problematisch sind.

Das Ergebnis: Heute steuert die Kessel AG über 2.100 Artikel nach dem Ist-Verbrauch. Voraussetzung hierfür ist eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Kapazitäten bei Mensch und Maschine. Über die Verbrauchssteuerung der SAP-Lösung bei der Kessel AG lässt sich der Lagerbestand so anpassen, dass die fortlaufende Produktion jederzeit gewährleistet ist, ohne dass durch hohe Bestände unnötig Ressourcen gebunden sind.

„Produzierende Unternehmen können sich keine überfüllten Lager leisten. Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht, die eine durchgängige Produktionssteuerung bei möglichst geringer Lagerauslastung gewährleistet“, erklärt Christian Kosmak, SAP- und Lean-Berater bei SALT Solutions. Manager, Planer und Disponenten können damit der stetig wachsenden Komplexität ihrer Prozesse gerecht werden. Hinzu kommt eine Steigerung der Liefertreue durch eine Verbesserung der Planbarkeit von Produktionsprozessen. Nicht zuletzt durch die Verkürzung der Durchlaufzeiten und einen geringeren Administrationsaufwand bietet SALT Production Systems erhebliche Einsparpotenziale, die durch die Vermeidung von Verschwendungen („muda“) ergänzt werden. Auch der Bullwhip-Effekt, der durch Koordinationsprobleme mehrstufiger Lieferketten eintritt, wirkt sich nicht mehr auf die Wertschöpfungskette aus. Die Spezialisten von SALT Solutions und ihre Kunden sind begeistert, wie schnell sich spürbare Effizienzsteigerungen durch SALT Production Systems in der Praxis einstellen. Bereits in der Implementierungsphase können messbare Erfolge nachgewiesen werden.

Weitere Informationen:
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– Wenden Sie sich an den Lean-Experten Christian Kosmak.

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