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Internet der Dinge: Für Unternehmen Pflichtprogramm

13. September 2016 von Stephanie Frick 25

Das Internet der Dinge ist ein Thema, das kein Unternehmen außer Acht lassen kann. Dies war das Fazit des SAP-IoT-Gipfels, der letzte Woche in München stattfand.

Wie wird unsere Welt im Jahr 2025 aussehen? Wie wirkt sich der digitale Wandel auf die Geschäftsabläufe und neue Serviceangebote aus? Wie können IoT-Lösungen von SAP die Kunden bei ihrer digitalen Transformation unterstützen?

Dies sind nur einige der Fragen, die beim „SAP Executive Summit Internet of Things“ aufkamen, der am 6. September in der BMW Welt in München stattfand. Von den insgesamt 180 Besuchern waren 120 externe Teilnehmer. Und somit rückten die SAP-Kunden in den Mittelpunkt des Geschehens dieser exklusiven und sehr erfolgreichen Veranstaltung. Der Summit in München war der dritte dieser weltweiten Tagungsreihe von insgesamt sechs Veranstaltungen.

Laut Tanja Rückert, Executive Vice President für IoT & Digital Assets und globaler Sponsor der Veranstaltungsreihe, ist der entscheidende Vorteil des Internets der Dinge, Daten über Unternehmensgrenzen hinweg gemeinsam nutzen zu können. „Wir benötigen mehr datengestützte Entscheidungsprozesse“, sagte sie. Im Grunde werde jede Firma ein Softwareunternehmen werden. Nils Herzberg, Senior Vice President, Global Lead IoT Go to Market, betonte vor diesem Hintergrund: „Daten sind der Treibstoff des 21. Jahrhunderts.“ Deshalb komme es auf die Verfeinerung der Daten an.

Vernetzung zwischen Unternehmen zählt

Eine strategische Partnerschaft par excellence wurde demonstriert, als Eugen Schantini, Leiter Logistic Projects 2020 bei BMW, zu Tanja Rückert auf die Bühne trat und erklärte, wie die SAP-IoT-Strategie in seinem Unternehmen umgesetzt wird. Dazu führte er als Beispiel ein laufendes Projekt zum Thema „Connected Supply Chain“ an.

Dieser Anwendungsfall eines Kunden fand auch große Beachtung in einer der Breakout-Sessions, die gleich mehrere Themen umfasste: „Neue Geschäftsmodelle“, „IoT in Produktion, Service und Wartung“, „Logistik und mobile Vermögenswerte“ sowie „IoT-Plattform und -Technologie“. Wer würde nicht gern seine Waren auf dem Weg von A nach B verfolgen und im Falle von Diebstahl oder Beschädigung informiert werden, wo es zu dem Vorfall gekommen ist? Ohne Zweifel besteht Bedarf an einer durchgängigen, transparenten Lösung. Dieses Proof-of-Concept-Szenario, das auf der SAP HANA Cloud Platform basiert, zeigt wie das Internet der Dinge durch Abruf von Echtzeit-Daten dazu beitragen kann, Fehlerquoten deutlich zu reduzieren. „Track and Trace“ ist auch ein vieldiskutiertes Thema bei Beiersdorf, denn dort wird derzeit die Abschaffung sämtlicher Lagerhallen diskutiert. Und der Trend geht hin zur Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette.

Menschen müssen die Entwicklung steuern

Was sich hinter diesen Entwicklungen verbirgt, sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Auf Verbraucherseite steigt die Nachfrage und gleichzeitig werden die richtigen Leute benötigt, die den Wandel vorantreiben. Rainer Glatz, Geschäftsführer Elektrische Automation bei der VDMA, bringt es auf den Punkt: „Das Internet der Dinge geschieht nicht durch Dinge – es wird von Menschen hervorgebracht.“

SAP Executive Summit Internet of Things

Die nächsten Veranstaltungen:

  • Asien-Pazifik-Japan (Tokio): 14. Oktober
  • Europa (Paris): 20. Oktober
  • Nord- und Lateinamerika (New York City): 27. Oktober

Internet der Dinge kann Leben retten

Um ein digitaler Vorreiter zu sein, bedarf es einer Vision und einer Strategie sowie den Mitteln, diese umzusetzen. Frank Riemensperger, Vorsitzender der Accenture-Geschäftsführung für Deutschland, Österreich, Schweiz, betonte in seiner Keynote: „Es ist die mit einem Produkt verbundene Erfahrung, die den tatsächlichen Wandel ausmacht.“ Und deshalb rät er jedem, sich einmal selbst zu fragen, wie diese Erfahrung aussehen sollte. „Denken Sie nicht gleich aus technischer Sicht. Stellen Sie sich vor, Sie könnten mithilfe von angeschlossenen Sensoren einen Schlaganfall kommen sehen! Es ist nicht das Produkt, das Ihr Leben retten wird, sondern die Erfahrung, vernetzt zu sein“, erklärte Riemensperger.

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Tanja Rückert legt jedem nahe, „heute anzufangen, am besten sofort. Dabei ist nicht die Technologie das größte Hindernis, sondern isoliert voneinander zu arbeiten. Denkt integriert!“ Otto Schell, Vorstandsmitglied der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) sagte treffend: „Der wahre Wert des Internets der Dinge offenbart sich darin, dass es über Firmengrenzen hinweg geht.“

Titelfoto: Shutterstock

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