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Internet der Dinge: Was passiert mit unseren Daten?

Feature | 23. August 2016 von Tim Clark 80

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Im Gegenteil: Die Technologie ist überall präsent und kann in unserer Tasche, an unserem Handgelenk, in unserer Kleidung oder sogar am Steuer unseres Wagens genutzt werden.

Das Internet der Dinge ist nicht nur schon lange bei uns angekommen, wir sind sogar bereits in der dritten Welle, meinen Insider, die bei der von SAP präsentierten Internet-Radioshow Internet of Things with Game Changers über dieses Thema diskutierten. Wie immer, wenn es um die dritte IoT-Welle geht, kommen wir um eine Frage nicht herum: Was passiert mit unseren Daten?

Internet der Dinge: Greifbar für Kunden und Unternehmen

Für Gary Scott, Futurist und Gründer/CEO von seriouswonder.com, geht das alles ein wenig zu schnell. Er findet, dass die wichtigen Fragen in Bezug auf die gesammelten Daten noch lange nicht geklärt sind.

„Wir müssen den Menschen klarmachen, dass das Internet der Dinge bereits Teil ihres Lebens ist“, betonte Scott. „Unser Fernseher, unser Kühlschrank oder andere Geräte in unserem Haus könnten alle schon vernetzt sein.“

Und genau deshalb muss das Internet der Dinge laut JR Fuller von Hewlett Packard Enterprise endlich greifbar für Kunden und Unternehmen werden.

„Es kann nicht angehen, dass intelligente Geräte nur unsere Daten abgreifen und personalisierte Werbung eingeblendet wird, damit sich die Technologie rechnet“, so Fuller. „Wir müssen auch etwas davon haben. Die Technologie sollte unser Leben komfortabler machen.“

Die Vorteile des IoT

Ira Berk, die bei SAP als Vice President den Bereich Digital Transformation Solutions verantwortet, findet, dass das Internet der Dinge den Menschen viele Vorteile bietet. Als Beispiel führt sie an, dass ein kaputter Kühlschrank dem Hersteller automatisch melden kann, dass ein Handwerker benötigt wird. Es ist ihrer Meinung nach wichtig, diese Vorzüge klar hervorzuheben. Damit dies gelinge, müssten die gewaltigen Datenmengen sinnvoll genutzt werden.

„Wenn Sie verschiedene Informationsquellen zusammenführen, dann kann einiges passieren“, sagte Berk. „Sie verstehen auf einmal die Daten, die unsere Welt zusammenhalten. Dies betrifft Ihr Haus, Ihr Auto, die Erde, den öffentlichen Nahverkehr und intelligente Städte und Fabriken. Da wir nun Daten beliebig kombinieren können, welche neuen Fragen könnten Sie stellen, die früher undenkbar gewesen wären?“

Verschiedene Datenquellen zu verbinden, ist laut Gary Scott „ein Kontinuum von allem“. Der Verkehr in Städten sei dafür ein tolles Beispiel. Mit Hilfe von Apps wie Waze und Google Maps können Fahrer Stau meiden.

„Ein Gerät wertet Daten aus, trifft quasi für uns Entscheidungen und ändert die Richtung, in die wir mit unserem Auto fahren“, sagte Scott. „Dieses Kontinuum wird weiterhin auf sich selbst aufbauen, während wir uns in Richtung Zukunft bewegen.“

Das Ende der Privatsphäre

Es ist zwar eine unpopuläre Meinung, doch wahr: Mit unserer Privatsphäre ist es damit vorbei. Alles, was wir ins Netz stellen, kann gefunden oder gehackt werden. Doch bei so vielen Daten stellt sich die Frage, was wir überhaupt damit anfangen sollen? Können wir das Potenzial des Internets der Dinge für mehr als personalisierte Werbung nutzen und dadurch unser Leben viel angenehmer gestalten?

„Für uns ist es wahrscheinlich einfacher, persönliche Daten preiszugeben, wenn wir auch davon profitieren“, so JR Fuller. „Das ist eine spannende Zeit. Vor allem für Firmen, die als Mittler fungieren und anderen Unternehmen dabei helfen, das Internet der Dinge gewinnbringend einzusetzen.“

Bonnie D. Graham moderierte die von SAP präsentierte Internet-Radioshow Internet of Things with Game-Changers. Hier können Sie sich die ganze Sendung anhören.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf SAP Business Trends.

Bild oben via Shutterstock

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