“Viele Kunden verstehen Sybase-Plattform nicht”

10. Februar 2012 von Jennifer Lankheim und Christoph Zeidler 0

Anfang Januar haben sich die SAP-Anwendervereinigung für Großbritannien und Irland (UK & Ireland SAP User Group – UKISUG) und die UK-Anwendergruppe für BusinessObjects (BusinessObjects User Group UK – BOUG) zusammengeschlossen. SAP-info sprach auf der UKISUG-Konferenz 2011 mit dem UKISUG-Vorsitzenden Alan Bowling und CEO Craig Dale über die Beweggründe für die Fusion und deren Vorteile.

SAP.info: Was ist die Hauptaufgabe der SAP-Anwendervereinigung für Großbritannien und Irland?

Alan Bowling: Zusammenarbeit, denn darum geht es schließlich bei einer Anwendervereinigung. Wir bringen auch Wissen zusammen und fördern den Gedankenaustausch. Zudem beginnen wir als offizielles Sprachrohr der regionalen Mitgliedervereinigungen zu fungieren, von denen es nach dem Zusammenschluss mit der UK-Anwendergruppe von BusinessObjects (BOUG) rund 620 Mitglieder gibt.

Was gibt es Neues über den Zusammenschluss der beiden Anwendervereinigungen?

Alan Bowling: Die BusinessObjects User Group UK hat dem Zusammenschluss im vergangenen Oktober zugestimmt. Es gab aber einige offene rechtliche Fragen, da es sich im Wesentlichen um die Fusion zweier Unternehmen handelte. In den vergangen Monaten haben wir diese Fragen geklärt, so dass der Zusammenschluss ab dem 1. Januar 2012 offiziell ist.

Die BusinessObjects User Group wird als eigenständige Gruppe innerhalb der SAP User Group für Großbritannien und Irland agieren. Es handelt sich also sozusagen um eine Anwendervereinigung in der Anwendervereinigung. Die BOUG wird weiterhin eine Community betreiben und Mitglieder, die Business Objects einsetzen, betreuen. Darüber hinaus wird sie auch spezielle Interessengruppen leiten, unabhängig davon, ob die Mitglieder auch andere SAP-Produkte nutzen.

Craig Dale: Das Ganze ist wirklich unheimlich spannend. Von dem Zusammenschluss profitieren beide Seiten: Für die UKISUG bringt er viel Business-Objects-Wissen in die Anwendervereinigung. Die Mitglieder können sich mit Business-Objects-Anwendern vernetzen und sich dadurch umfassendes Wissen über die BusinessObjects-Tools und deren Vorteile für ihr Geschäft aneignen.

Die BOUG erhält durch die Fusion administrative Unterstützung. Zudem können ihre Mitglieder ihr Wissen vertiefen und durch die Zusammenarbeit mit dem Dachverband SUGEN (SAP User Group Executive Network), der Zugriff auf die Entwicklung von BusinessObjects- als auch der wichtigsten SAP-Produkte hat, zum ersten Mal bei der Produktentwicklung mitreden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Big Data, Cloud und mobile Software

Lassen Sie uns zu kundenspezifischen Themen und der Marktsituation kommen: SAP spricht viel über „Big Data“, Cloud und mobile Lösungen. Was ist Ihr Eindruck? Stehen diese Themen wirklich ganz oben auf der Agenda Ihrer Mitglieder?  

Craig Dale: Ich denke, die meisten beschäftigt, wie sie mit den Lösungen einen möglichst großen Nutzen für ihr Geschäft erreichen können. Wir hören Fragen wie: „Wie kann ich meine vorhandenen SAP-Anwendungen noch besser nutzen? Wie kann ich sie noch kostengünstiger betreiben und mit dem dadurch eingesparten Geld in Innovationen investieren?“

Alan Bowling: Aus meiner Sicht sieht die Botschaft der Kunden an SAP folgendermaßen aus: Achtet auf Eure Bestandskunden, die vieles optimieren wollen. Stellt sicher, dass ein Dialog stattfindet und dass dieser Dialog berücksichtigt, dass die Kunden schon wissen, was SAP macht. Wir wollen nicht viel Marketing, wir wollen echte, fundierte und zielgerichtete Unterstützung bei der Bereitstellung von Produkten.

Wo stehen Ihre Mitglieder, die Kunden, im Hinblick auf Sybase?

Craig Dale: Ich denke, viele Kunden verstehen nicht ganz, was die Sybase-Plattform ist und wie diese ihnen helfen kann. Wir haben deshalb das Thema „Mobile Lösungen“ in unsere diesjährige Anwenderkonferenz aufgenommen, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Informationen und Schulungen zu Sybase richten sich an unsere Mitglieder – und jeden Interessierten.

Wie sehen die nächsten Schritte für die Anwendervereinigung aus?  

Alan Bowling: Wir wollen zunächst das weitermachen, worin unsere Hauptaufgabe besteht. Wir wollen aber auch wachsen und mehr Menschen in unsere Anwendervereinigung bringen. Ein Schwerpunkt wird auch BusinessObjects und seine Integration sein. Hier wollen wir sicherstellen, dass die Integration für die Mitglieder funktioniert, und die Zusammenarbeit ausbauen. Wir haben hier ein großes Potenzial, das wir aber auch nutzen und umsetzen müssen.

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