DSAG: Investition in Innovation

27. Februar 2013 von Iris Nagel-Martin 0

Foto: DSAG

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Das hatte es noch nie gegeben: zum ersten Mal in ihrer Geschichte waren die Technologietage der Deutschen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. in diesem Jahr ausgebucht. Mehr als 1850 Teilnehmer waren nach Mannheim gekommen, Anmeldungen mussten sogar abgelehnt werden. Dabei können sich Interessierte auch online informieren. 6.000 aktive Teilnehmer registrierte die DSAG in 2012, die meisten partizipierten via Webinar.

Das spiegelte sich auch in den angebotenen Sitzungen wider: ein Themenblock war allein der Mobilität gewidmet. Aber auch in andere großen Fragestellungen spielt sie mit hinein: wie sieht mobiles Geschäftsprozess-Management aus? wie mobiles Lifecycle Management? wie der mobile Zugriff via das SAP NetWeaver Portal auf SAP HANA oder die Cloud? Und letztendlich die Frage – ist mein Unternehmen bereit für neue Technologien?

„Die Technologie ist die Grundlage für die Innovationsfitness eines Unternehmens“, ist Andreas Giraud, Mitglied des Vorstands der DSAG und verantwortlich für das Ressort Technologie, überzeugt. Neben der Bereitschaft, Neues zu wagen, seien auch Kompetenz und Fähigkeiten gefragt.

Fünf entscheidende Schritte sollen im Blick behalten werden:

  1. SAP NetWeaver: hat sich als Integrationsplattform etabliert. Neue SAP-Produkte müssen mit der Plattform als Kernstück sauber kommunizieren. So lässt sich auch Komplexität reduzieren.
  2. SAP HANA: konkrete Beispiele aus der Praxis bringen das Thema den Unternehmen näher.
  3. Systemlandschaften: es gilt, bestehende IT weiter zu optimieren.
  4. Virtualisierung und Cloud: Voraussetzungen sind nicht nur die Sicherheit, auch die Durchlässigkeit der Prozesse muss beachtet werden.
  5. Auslieferungsstrategien der SAP: sollen die Firmen stärker unterstützen.

Entscheidend: der Wissenstransfer

„Es geht darum, den Wissenstransfer sicherzustellen“, bekräftigte Gerhard Oswald, Mitglied des Vorstands der SAP. „Das Wissen aus den Arbeitskreisen muss in die Community gebracht werden.“ Dies sei vor allem eine Herausforderung bei neuen Anwendungen, die Kunden und Partner implementieren und/oder entwickeln. Um gerade die so genannte Installed Base gut auf künftige Entwicklung vorzubereiten, investiert die SAP stetig mehr in Research & Development – allein im letzten Jahr 2,124 Mio. Euro.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das Innovationsinteresse ist ungebrochen.

Foto: DSAG

So gut besucht wie diesen Februar waren die DSAG-Technologietage noch nie. Foto: DSAG

Dass die Walldorfer den Firmen helfen werden, für kommende Innovationen fit zu werden, bestätigte auch Björn Goerke, Execute VP Technology & Innovation Platform Core der SAP. „Die SAP wird die Kunden mitnehmen in die neue Welt, ohne dass sie einen großen Schnitt machen müssen“, gab der IT-Experte die Richtung vor. Für eine gute Vorbereitung sei es entscheidend, kleine Schritte mitzugehen.

Innovationsinteresse ungebrochen

Die neue Welt umfasst dabei vor allem die wachsenden Bereiche Mobile, Cloud und Datenbanken. Hier liegt ein erhebliches Investitionsvolumen. Zu diesem Ergebnis kam auch die zehnte DSAG-Investitionsumfrage, die Dr. Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der DSAG, vorstellte. In 367 Unternehmen aus der DACH-Region standen Experten auf C-Level-Ebene Rede und Antwort, wo sie die nächsten Investitionen tätigen werden. Das Wachstum der geplanten Ausgaben für IT-Investitionen ist seit 2012 um fast das Doppelte auf 5,9% gestiegen, während das Wachstum für SAP-Ausgaben sogar mit 11,2% angegeben wird. Vornehmlich soll in klassische Bereiche wie Rechnungswesen, Logistik und SAP ERP investiert werden.

Bei den Innovationen stehen eindeutig mobile Themen im Vordergrund (2013: 62%, 2012: 59%), jedoch sind die Ausgaben für dazugehörige SAP-Lösungen derzeit noch gering.

25% der Befragten interessieren sich für Cloud Computing, 11% wollen sich konkret in den nächsten zwölf Monaten damit stärker beschäftigen. Ähnlich sieht es bei In-Memory aus: ca. 20% halten es für ein wichtiges Thema in 2013, jedoch lässt sich bei den Teilnehmern eine gewisse Vorsicht feststellen. Da sich der Zeitraum der DSAG-Umfrage mit der Ankündigung der SAP Business Suite on HANA im Januar überdeckte, könnten sich Investitionsplanungen noch zugunsten von SAP HANA verschieben. „In jedem Fall erwarten wir, dass sich SAP-Kunden strategisch mit dem Thema auseinandersetzen“, meinte Lenck. „Hier ist SAP gefordert, gute Beispiele zu liefern.“ Es zeigte sich, dass die SAP ihre Hausaufgaben gemacht hatte: Etwa 200 SAP-Kunden nutzen bereits SAP HANA als neue SAP NetWeaver-Basis. SAP HANA wird als vollwertige Datenbank in Rechenzentren eingesetzt. So konnten in Mannheim auch die letzten Zweifel ausgeräumt werden, dass die SAP beim Thema SAP HANA gut aufgestellt ist.

Hier finden Sie ein Video von der Pressekonferenz.

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