Unternehmensführung mit einem Streich

Feature | 25. August 2010 von Daniel Hardt / Christof Steinke 0

Der mobile Schreibtisch, hier noch im Büro: das iPad (Graphik: nextevolution)

Unterwegs und im Büro: Zugriff auf Firmen-Software mit iPad (Graphik: nextevolution)

Smartphones wie Laptops haben mobiles Arbeiten etabliert. Das iPad treibt diese Entwicklung weiter voran. Unterwegs Emails lesen und im Internet surfen ist daher für viele Manager alltäglich. Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verwischen zusehends. Doch SAP am Flughafen oder im Café um die Ecke nutzen? Auf Grund der Komplexität der Software vermutlich keine ansprechende Option für Manager.

Eine Lösung sollen die Demo-Apps nextPCM Contract Management und nextPCM Personnel File von nextevolution aufzeigen: Beide iPad-Anwendungen greifen aufs SAP-System zu, bereiten Informationen auf und machen den Tablett PC so zum mobilen Schreibtisch für Entscheider.

Zielgruppe: Das Management

Führungskräfte erhalten ihre Daten nicht unmittelbar aus dem SAP-System. Für eine zügige Entscheidungsfindung sind die Anwendungen zu vollgepackt und zudem auf den operativen Betrieb zugeschnitten. Sie unverändert für das iPad zu übernehmen wäre also wenig sinnvoll.

Nextevolution möchte deshalb das Bedienkonzept an den Bedarf von Managern anpassen. Mobile Erweiterungen sollen über Server auf Daten zugreifen und Managern Informationen an die Hand geben – überall und optimiert. Ziel ist es, auf dem iPad ausschließlich Informationen anzuzeigen, die für eine zügige Entscheidung benötigt werden. Ein Tipp auf den Touch-Screen soll im Anschluss genügen, um diese auszuführen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: unkompliziertes Bedienkonzept

nextPCM Contract Management (Graphik: nextevolution)

nextPCM Contract Management (Graphik: nextevolution)

Bedienung:  Einfach und auf den Punkt

Die Stärke des iPads ist die Möglichkeit überall Inhalte ansprechend präsentieren zu können, zusammen mit der intuitiv verständlichen Bedienung über die berührungsempfindliche Oberfläche. Apps für Geschäftslösungen folgen dem Motto: eine Aufgabe, eine App. Sie sind in ihrer Nutzbarkeit stark fokussiert und ohne Anleitung bedienbar.

Benötigt beispielsweise der Sachbearbeiter eines Liefervertrags 100 verschiedene Parameter zum Vertragswerk in seiner SAP-Anwendung, interessieren Führungskräfte höchstens 10% der Informationen. Wichtiger  sind Fragen wie: „Welche Verträge über 10.000€ kann ich in den nächsten vier Wochen kündigen?” Zwei Berührungen des Screens reichen und die App gibt Aufschluss. Der „Euro-Regler“ wird direkt auf den gewünschten Betrag gezogen, ein Fingerstreich dreht den Datumsroller der App. Ein weiterer Wisch markiert den Vertrag mit „sofort kündigen“. Im Hintergrund werden die zuständigen Mitarbeiter automatisch informiert, so dass Anweisungen unter Beachtung aller fachlichen Details umgesetzt werden.

Showcase I: Vertragsmanagement

Auf der SAPPHIRE Now 2010 stellte nextevolution seinen Showcase mit SAP-Anbindung vor: nextPCM Contract Management.  Die Software dient der Vertragsverwaltung in SAP-Umgebungen. Um digitale Akten zu verwalten werden verschiedene Standards, wie SAP Records Management genutzt.

Anwender können abgelegte Verträge nach verschiedenen Kriterien suchen und sich die wichtigsten Parameter anzeigen lassen. Über die Notizfunktion werden auf dem iPad Anmerkungen verfasst, die Eingang in die digitale Vertragsakte finden. Diese sind umgehend für alle Mitarbeiter einsehbar. Wesentlich für Manager ist die kompakte Darstellung von Suchergebnissen, welche Entscheidungen auf einen Blick erlaubt. Die Komplexität der dahinter liegenden Datenmengen wird erheblich reduziert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Applikation für verschiedene Ausgabe-Technologien

Simpel und intuitiv: Datumsroller (Screenshot: nextevolution)

Simpel und intuitiv: Datumsroller (Screenshot: nextevolution)

nextPCM Personnel File (Screenshot: nextevolution)

nextPCM Personnel File (Screenshot: nextevolution)

Showcase II: digitale Personalakte

Die mobile Erweiterung der SAP-Lösung nextPCM Personnel File ist eng mit dem SAP-Modul Human Capital Management (HCM) verknüpft. Sachbearbeitern steht mit dem Produkt eine komplette digitale Personalakte für alle Mitarbeiter zur Verfügung. Ausgedruckt würde eine solche Akte mehrere Hundert Seiten umfassen. Für eine Entscheidungsfindung ist jedoch oftmals nur ein Bruchteil an Informationen wichtig.

Wird auf dem iPad nach einer Personalakte gesucht, dient der Organisationsbaum der betreffenden Abteilung zur Übersicht und Auswahl. Mittels „Schiebern“ und „Drehknöpfen“ sowie dem Datumsroller wird die Suche eingegrenzt. Die Ergebnisse sind so gefiltert, dass alle entscheidungsrelevanten  Informationen  angezeigt werden. Somit lassen sich von unterwegs Personalgespräche vorbereiten, Fortbildungen gewähren oder Bewerber zu einem Gespräch einladen. Für jedes Szenario wird die passende Anwendung gestartet, welche die Daten gemäß der Anforderung aufbereitet.

Technischer Hintergrund

Die modulare, service-orientierte Architektur (SOA) trennt Darstellungs- und Geschäftslogik. So kann nicht nur mit dem iPad, sondern über jede beliebige Ausgabe-Technologie auf die Applikation zugegriffen werden.

Der Datenaustausch erfolgt über XML-Schnittstellen mittels Webservices, einem Kommunikationsstandard zum Austausch zwischen in sich geschlossenen Softwaremodulen. Diese können auf Basis verschiedener Techniken laufen. Das iPad meldet sich via SSL-verschlüsselter Verbindung am SAP Netweaver Applikationsserver an. Bei der Kommunikation zwischen SAP System und iPad über Webservices, wird die die SAP Berechtigungsprüfung standardmäßig mitbenutzt.

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