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Die Chancen auf Bildung steigen

24. November 2016 von Patricia Crazzolara 0

Afrikas größte IT-Bildungsinitiative übertrifft die Erwartungen um ein Vielfaches. Zum Erfolg beigetragen haben mitunter gute Partnerschaften zwischen SAP und den Regierungen.

„Bilde einen Lehrer fort und du schulst ein ganzes Klassenzimmer.“ Für Ilham Laaziz ist dieser Leitspruch der Grundstein ihres Engagements. Als Direktorin des GENIE-Programms im marokkanischen Ministerium für Erziehung und Bildung weiß sie zwei Dinge sicher: Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist die „Sprache“ des 21. Jahrhunderts und es gibt für Kinder keinen besseren Ort als die Schule, um sie fließend sprechen zu lernen.

Als Laaziz zum ersten Mal von der Africa Code Week erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie damit die Ausbildung von Lehrern und Schülern für das digitale Zeitalter beschleunigen würde. Die auf dem ganzen Kontinent stattfindende Initiative wurde 2015 von SAP als Teil der sozialen Investitionen für nachhaltiges Wachstum in Afrika in Leben gerufen. Sie soll bei Kindern und jungen Erwachsenen das Interesse am Programmieren wecken. In diesem Jahr haben wieder geschulte SAP Mitarbeiter ehrenamtlich 5.607 Lehrer, Eltern und weitere Freiwillige in ganz Afrika für die zweite Africa Code Week ausgebildet. Das Verhältnis von 76 Studenten, die pro geschultem Lehrer an Programmierworkshops teilgenommen haben, spricht für sehr großes Interesse bei Lehrern und Schülern.

Spitzenreiter Marokko

In Marokko ist das Verhältnis noch deutlich höher: die erste Kohorte von mehr als 1.200 IT-Lehrern, die von SAP-Freiwilligen seit 2015 ausgebildet wurde, bewirkte, dass mehr als 200.000 marokkanische Jugendliche nun erste Programmierkenntnisse besitzen. Wie kam dieser Erfolg zustande? Nachdem freiwillige SAP-Mitarbeiter erste Schulungen durchgeführt hatten, wurde dieses Lehrprogramm unter der Leitung von Ilham Laaziz‘ Teams Woche für Woche, Schule für Schule fortgesetzt und damit wurden Hunderte von Lehrkräften mit IT-Wissen ausgestattet. Mit der höchsten Beteiligungsrate von 475 Jugendlichen pro 100.000 Einwohner führt Marokko die Africa-Code-Week-Rangliste der beteiligten Länder zum zweiten Mal in Folge an.

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Hier geht es zur Infographik.

„Marokko ist ein perfektes Beispiel, wie Regierungen mit Unternehmen wie SAP kooperieren können, um Bildungsmöglichkeiten im Bereich IT landesweit und auf lange Sicht zu fördern“, erklärt Laaziz. „Der afrikanische Kontinent wird bis 2050 mehr als die Hälfte aller Menschen auf der Erde beheimaten. Er wird folglich eine wichtige Rolle für die Weltwirtschaft spielen. Die Africa Code Week ist dabei nicht nur Vorbild, sondern auch Maßgabe für Bildungschancen und berufliche Selbstbestimmung im 21. Jahrhundert“, ergänzt sie.

International ausgezeichnet

Africa Code Week wurde bereits mit zwei Preisen ausgezeichnet:

  • Im März 2016 erhielt die Initiative den C4F (Communication for Future) Award in der Kategorie „Education of the Future“ beim Weltkommunikationsforum in Davos.
  • Im September 2016 wurde ihr der Judges’ Choice Award in der Kategorie „Corporate Initiative“ bei dem Wettbewerb „MIT Inclusive Innovation Competition“ verliehen.

Herausforderungen der digitalen Zukunft gemeinsam anpacken 

Claire Gillissen-Duval, Corporate-Social-Responsibility-Verantwortliche für SAP EMEA und Leiterin der Africa Code Week, stimmt da vollkommen zu: „Die Africa Code Week ist ein sehr guter Beleg dafür, wie wichtig Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor sind. So kann man Herausforderungen der digitalen Zukunft gemeinsam anpacken, zum Beispiel das Thema Bildung: junge Menschen in Afrika können Vertrauen fassen und zuversichtlich ihre Zukunft planen, wenn wir ihnen vor Augen führen, dass Regierungen, Nonprofit-Organisationen und der Privatsektor eng zusammenarbeiten, um die Chancen auf Bildung zu verbessern. Wir vermitteln jungen Menschen nicht einfach Programmierkenntnisse, sondern wir fördern eine Kultur der Innovation und Kreativität in Afrika.“

Girlpower

48,6 Prozent der Teilnehmer bei der Africa Code Week waren Mädchen und junge Frauen – ein bemerkenswertes Ergebnis und ein wichtiger Schritt, um die Geschlechtergleichstellung in Afrika voranzubringen.

Mehr als zehn Regierungen und ein rasant wachsendes Netzwerk von über 100 Partnern gehören zur Africa Code Week, darunter die UNESCO’s YouthMobile Initiative, Google, DreamOval Foundation, openSAP, ALink Telecom, Fondation Life Builders, Camara Education, kLab und the deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Bis 2015 wollen Lehrer, Trainer und Freiwillige fünf Millionen Kindern und junge Erwachsenen in Afrika Programmierkenntnisse vermitteln. Diesem Ziel ist die Africa Code Week in diesem Jahr ein großes Stück näher gerückt.

Einige Impressionen von der Africa Code Week 2016 mit der Musik des Trainers und Künstlers OhGooch

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