Ungetrübte Gaumenfreuden

Feature | 5. September 2007 von admin 0

Die italienische Küche ist ein kulinarischer Dauerbrenner. Auch Antipasti haben längst ihren festen Platz auf den heimischen Tellern erobert. Palatum Feinkost erkannte diesen Trend frühzeitig und produziert mit 40 Mitarbeitern in Unterschleißheim bei München eine breite Palette an erlesenen Produkten für die „Vorspeisenleidenschaft“. Der Familienbetrieb beliefert zum einen Handelsunternehmen, die mit den kleinen Gaumenfreuden von Palatum ihre Feinkosttheken bestücken, und zum anderen die Gastronomie mit verschiedenen Convenienceprodukten.
Feinkost ist ein margenträchtiges, aber auch sensibles Sortiment. „Es kommt vor allem auf Qualität und Frische an“, erklärt Christian Graber, Projektleiter bei Palatum. Reibungslos funktionierende Produktions- und Logistikprozesse sind dafür eine entscheidende Voraussetzung: Rohwaren und Zutaten müssen bedarfsgerecht und pünktlich von Erzeugern und Lieferanten eintreffen, damit sie zügig verarbeitet und an die Kunden ausgeliefert werden können. Seit dem Jahr 2005 sind dabei die verschärften EU-Bestimmungen zum Verbraucherschutz zu beachten: Sie fordern eine lückenlose Rückverfolgbarkeit für alle Lebensmittel und Zutaten – vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Groß- und Einzelhändler.

Mehr Schwung für die Produktionsprozesse

Für all diese Anforderungen erwies sich die bislang bei Palatum praktizierte, manuelle Erfassung von Warenein- und -ausgangsdaten als zu aufwändig und fehleranfällig. Der Feinkosthersteller suchte daher eine neue Unternehmenssoftware, die eine automatisierte elektronische Datenerfassung sowie alle wichtigen Warenwirtschafts- und Logistikprozesse unterstützt. Zudem sollte die Anwendung die Produktionsabläufe beschleunigen.
Nach einer intensiven Marktsondierung entschieden sich die Verantwortlichen für die Branchenlösung it.consumer des SAP-Partners itelligence. Die Software basiert auf SAP All-in-One und bietet spezielle Funktionalität für die Konsumgüterindustrie. „Ausschlaggebend war für uns, dass die Lösung passgenau auf die lebensmittelspezifischen Anforderungen unserer Warenwirtschafts- und Logistikkette zugeschnitten ist“, erläutert Graber. Darüber hinaus lässt sich die Software bei steigenden Anforderungen flexibel erweitern und bietet Investitionssicherheit.

In 69 Tagen produktiv

Nachdem die Investitionsentscheidung gefallen war, ging es zügig voran: In nur 69 Tagen führte itelligence die neue Unternehmenssoftware bei Palatum ein. „Wie bei allen auf SAP All-in-One basierenden Branchenlösungen lassen sich die vorkonfigurierten Standardprozesse von it.consumer schnell an individuelle Unternehmensbedürfnisse anpassen“, berichtet Projektleiterin Astrid Rüggeberg von itelligence, die das Projekt gemeinsam mit zwei Kollegen umsetzte. Der Feinkostspezialist implementierte Funktionen zur Unterstützung des Vertriebs, der Produktion sowie der Material- und Lagerwirtschaft mit durchgängiger Barcodeabwicklung und Scanneranbindung im Lager. Die Einführung erfolgte im geplanten Zeit- und Kostenrahmen. Anfang Mai 2006 wurde die neue Lösung für die acht Anwender bei Palatum freigegeben.
Die Vorteile sind für den Familienbetrieb deutlich spürbar. Palatum verbucht mit der Mittelstandslösung beispielsweise alle Warenein- und -ausgänge über Barcodes und mobile Scanner mit drahtloser Übertragung via Radio Frequency. Auch bei der Kommissionierung und beim Quittieren von Lieferungen kommen mobile Geräte zum Einsatz. „Die Zeit der Klemmbretter und Zettelstapel ist vorbei“, betont Christian Graber. „Dank der neuen Lösung sind unsere Produktions- und Logistikprozesse lückenlos verzahnt und laufen schneller ab. Außerdem profitieren wir von einer höheren Prozesssicherheit. Unsere Mitarbeiter im Lager müssen nur noch Barcodes einscannen – dadurch lassen sich Übertragungsfehler minimieren, und es bleibt mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben.“
Die neue Lösung gewährleistet zudem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Warenchargen nach der EU-Richtlinie 178/2002: Mit den chargengenauen Protokollen zum Warenein- und -ausgang kann Palatum jederzeit nachweisen, welche Rohstoffe für welche Produktcharge verarbeitet wurden. Ebenfalls vollautomatisch erfolgt die so genannte Intrastat-Meldung an das Statistische Bundesamt, zu der das Unternehmen verpflichtet ist, da es Zutaten aus anderen EU-Ländern verarbeitet. Mit den Meldungen wird der Warenstrom innerhalb der EU statistisch ermittelt.

Alle Abläufe im Blick

Das Fazit von Palatum fällt positiv aus. Der Feinkostspezialist hat in Logistik und Warenwirtschaft nun alle Vorgänge sicher im Blick. Auch die internen Abläufe sind wesentlich effizienter geworden. „Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen – Lager, Produktion und Management – läuft heute deutlich einfacher und schneller, da alle auf einheitliche Daten zugreifen“, resümiert Christian Graber. „So arbeiten wir spürbar produktiver und wirtschaftlicher – und da it.consumer auf Standardfunktionen von SAP All-in-One aufsetzt, eröffnen sich uns vielfältige Möglichkeiten, um noch besser mit unseren Handelspartnern zu kooperieren, die vielfach ebenfalls mit SAP-Software arbeiten.“

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