Jährlich 22 Milliarden Euro Einsparungen

11. März 2014 von Andreas Schmitz 0

Foto: Fotolia

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Nachdem die Europäische Kommission die Übergangsfrist für SEPA zunächst um 6 Monate verlängert hat, ist sie nun bemüht, letzte Kritiker zu überzeugen. Wirtschaftsprüfer von PwC haben sich im Auftrag der Europäischen Kommission die Auswirkungen der neuen europaweit einheitlichen Zahlungsweise (Überweisungen und Lastschriften) nun einmal genau angesehen. Und sie kommen zu einem positiven Urteil: 21 Milliarden Euro würden Jahr für Jahr europaweit eingespart, neun Millionen Konten seien nicht mehr nötig und 227 Milliarden Euro würden durch Liquiditäten und Kredite möglich.

Allein Unternehmen sollen der Studie nach über 16 Milliarden Euro jährlich einsparen. Der Grund liegt darin, dass Prozess- wie auch operative Kosten voraussichtlich signifikant sinken werden. Separate Bankkonten sind dann zudem nicht mehr nötig. Zudem bedeutet der einheitliche Zahlungsraum, dass Geldreserven leichter mobilisiert werden können, wodurch die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen verbessert wird. Abrechnungen und Betriebskosten werden günstiger, so die Studie.

SEPA: Blacklist für schwarze Schafe möglich

Die Finanzexperte Bas Rebel von PwC sieht Handlungsbedarf bei Unternehmen, Banken wie auch Politikern: „Ob SEPA seine Versprechungen einhält oder nicht, hängt vor allem von Banken und Unternehmen ab, wie auch von Politikern, die ein Mitsprachrecht für das Ausmaß der Standardisierungen der Prozesse haben.“ Profitieren wird der Studie nach vor allem der Unternehmensbereich, weniger Pivatleute. Verbraucher werden der Studie nach vor allem von mehr Sicherheit profitieren. Sie werden die Möglichkeit haben, Einzugsmandate zu nutzen und Kreditgeber auf White- und Blacklists setzen zu lassen – mögliche schwarze Schafe also bekanntzumachen.

E-Billing, mobile Zahlungssysteme und auch die Nutzung des neuen Finanzstandards XML ISO 20022 sollen durch den Wettbewerb innerhalb der EU eine  schnellere Verbreitung finden, so PwC.

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