Jede dritte Privatkundenbank sieht IT als Hürde bei der Umsetzung strategischer Ziele

Feature | 22. März 2005 von admin 0

Die Erhebung stützt sich auf die Selbsteinschätzung von Befragten im mittleren und gehobenen Management bei 42 Privatkundenbanken in 21 Ländern, die den aktuellen Zustand ihrer Kernbankensysteme mit Blick auf die strategischen Aufgaben in den kommenden drei Jahren bewertet haben. Die Ergebnisse der Studie wurden heute auf der 27. EFMA Convention in Paris präsentiert. Die Ergebnisse im Überblick:

  • IT entscheidet über Wettbewerbsvorteil – Überaschenderweise sieht sich mehr als ein Drittel der befragten Banken aufgrund von Schwächen ihrer IT-Systeme derzeit nicht in der Lage, die angestrebten strategischen Ziele zu erreichen. Um einen Wettbewerbsvorsprung zu erzielen, wollen diese Banken ihre IT innerhalb der nächsten drei Jahre gezielt ausbauen.
  • Wachstumsstrategien für mehr Umsatz – Für neun von zehn Banken sind Strategien zur Umsatzsteigerung wichtiger als die Reduzierung von Kosten. Der Fokus liegt hierbei auf Cross-Selling-Maßnahmen und dem Neukundengeschäft.
  • Erfolgreiches Kundenmanagement durch mehr Business Intelligence – Planung, Verfügbarkeit und Analyse von Kundendaten bleiben die größte Herausforderung für Banken. Daher wollen die Geldinstitute auch ihre Anstrengungen und Investitionen auf den Gebieten Business Intelligence und Controlling vervierfachen.
  • Kürzere Reaktionszeiten durch automatisierte Prozesse – Die Banken sind bestrebt, ihre Kunden künftig noch gezielter und zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen. Durch automatisierte Prozesse erwarten sich Geldinstitute nachhaltige Verbesserungen im operativen Geschäft.

Beeindruckt von den Ergebnissen der ersten Retail Banking-Studie im Jahr 2003, hat sich die EFMA dem Projekt von SAP und der Universität Mannheim angeschlossen, um gemeinsam die Herausforderungen, Trends und Anforderungen im Bankensektor zu analysieren. „Interessant an der Studie ist, dass Bankmanager direkt gefragt wurden, wie sie ihre aktuelle Situation einschätzen“, kommentiert Karel De Boeck, Geschäftsführer der Fortis Bank und Vorstandsvorsitzender der EFMA. „Offen gesagt, es sieht nicht gut aus. Die Erhebung zeigt, dass Kundenorientierung nicht nur Einstellungssache ist, sondern vor allem die Frage aufwirft, welche Fähigkeiten eine Bank besitzen muss, um als kundenorientiert zu gelten.“
„SAP und EFMA haben ihre Erfahrung für diese gemeinsame Studie genutzt, die umfassenden Einblick in die gegenwärtige und zukünftige Situation von Privatkundenbanken eröffnet“, ergänzt Richard Lowrie, Director Banking Strategy bei SAP. „So ist SAP in der Lage, Banken und ihre Herausforderungen noch besser zu verstehen und ihnen zu helfen, die Diskrepanz zwischen ihren gegenwärtigen Möglichkeiten und ihren zukünftigen strategischen Zielen abzubauen. Diese Erkenntnisse werden wir bei der Weiterentwicklung unserer Branchenlösung SAP for Banking einsetzen.“

Quelle: SAP AG

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