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Jobsuche neu gedacht

31. März 2016 von SAP News 0

Ein innovativer mobiler Ansatz, der vom Online-Dating inspiriert ist, überbrückt den Graben zwischen einstellenden Managern und Stellensuchenden.

Obwohl ständig Unternehmen neue Mitarbeiter und Bewerber neue Stellen suchen, scheint es bei den Stellenbesetzungs- und Bewerbungsverfahren durch die Bank einige fest verwurzelte Probleme zu geben. Sowohl die Stellen- als auch die Personalsuche kann ermüdend und frustrierend sein, und beide Seiten müssen viel Zeit und Energie dafür aufwenden. Angesichts der Flut von Bewerbungen, der unzähligen E-Mail-Threads, der umständlichen Terminplanungslogistik für Bewerbergespräche, der unkoordinierten Rückmeldungsschleifen und komplizierten Kalkulationstabellen, die es in vielen Fällen abzuarbeiten gilt, können Einstellungsverfahren und Stellensuche außerdem sehr chaotisch sein. „Es ist immer schwierig, genau das für einen Passende zu finden, sei es bei der Suche nach einer Stelle oder nach einem neuen Mitarbeiter“, beklagt Jared Hu, Interaction Designer im Design & Co-Innovation Center der SAP, „aber das Verfahren müsste nicht halb so frustrierend oder mühsam sein, wie es jetzt ist.“

In diesen Problemen sah das Design & Co-Innovation Center der SAP die Chance für eine erhebliche Optimierung sowohl des Stellenbesetzungs- als auch des Bewerbungsprozesses durch Einbindung von sozialen Netzwerken und Online-Profilen in eine einzige, simple Softwarelösung: eine mobile Anwendung namens „Job or Not“.

Konzeption einer Anwendung nach dem Muster des Online-Datings

Zu Beginn dieses Designprojekts identifizierte das SAP Design & Co-Innovation Center zwei Hauptziele: Stellenbesetzungs- und Bewerbungsverfahren sollten nicht nur vereinfacht und beschleunigt werden, sondern aus der frustrierenden Erfahrung sollte eine für alle Beteiligten unterhaltsame Interaktion werden. Während das Team nach zu diesen Vorgaben passenden Ideen suchte, stellte Interaction Designer Janani Sundar folgende kreative Frage: „Könnte den perfekten Kandidaten zu finden nicht genau dasselbe sein, wie den perfekten Partner zu finden?”

Die Idee fand Anklang und die innovative Partnersuche-Metapher lieferte die Inspiration für das erste größere Brainstorming des Teams am Whiteboard, bei dem unzählige Funktionen zusammenkamen, die später Teil der mobilen Anwendung „Job or Not“ werden würden. „Es war nicht einfach“, erinnert sich Visual Designer Navdeep Raj. „Wir wussten, dass schon ähnliche Apps auf dem Markt waren, und wir hatten alle unterschiedliche Vorstellungen davon, wie unsere etwas Kreatives und Neues werden könnte.“

Nachdem die Zahl der Vorschläge schließlich auf zwei eingegrenzt worden war, ließ sich das Team für den abschließenden Test etwas Ungewöhnliches einfallen: Sie hängten Bilder ihrer Interaktionsdesigns an die Wand neben den Toiletten des Design & Co-Innovation Center und legten Haftnotizzettel und Kulis daneben. In den Tagen danach übersäten verschiedene Mitarbeiter des DCC die Stellwände mit Zetteln, auf denen sie konkrete Vorschläge, Fragen und jede Menge konstruktives Feedback notiert hatten.

Mit den Erkenntnissen, die das Team durch die Beteiligung des ganzen Design & Co-Innovation Center gewonnen hatte, konnte es die weiteren Interaktionsiterationen gezielter durchführen.

Neue Form der Interaktion zwischen Arbeitgebern und Bewerbern

Das Team des Design & Co-Innovation Center der SAP hat sich eine Reihe von Vorteilen vorgestellt, die sich durch die künftige Umsetzung dieser Idee in eine mobile Anwendung ergeben würden, die sowohl den einstellenden Teams als auch den Bewerbern zur Verfügung stehen würde.

Das Endprodukt überbrückt den Graben zwischen Arbeitgebern und Bewerbern, indem es die gemeinsamen Vorlieben und Interessen erkennt. Die Bewerber erhalten einfache „Karten“ über relevante Stellenausschreibungen, die schriftliche Informationen, Fotos und sogar Videos zu den Stellen umfassen. Die einstellenden Manager können einfach durch die Online-Profile der Bewerber in der App wischen. Jedes Profil ist die Bündelung aller Online-Portfolios des jeweiligen Bewerbers.

Dank dieser zeitsparenden Technik könnte auf Unternehmensseite mehr in die Schulung neuer Mitarbeiter investiert werden. Außerdem können die Beteiligten die Stellensuche oder den Einstellungsvorgang mit mehr Sicherheit, Bequemlichkeit und Flexibilität abwickeln. „Je schneller es geht, eine Stelle zu finden und eine Stelle zu besetzen, und je mehr Spaß es macht, umso stärker bringen sich die Menschen proaktiv dabei ein“, stellt Visual Designer Navdeep Raj fest. Der Projektleiter Alex Zhu ergänzt: „Stellensuchende brauchen jetzt keine Blindbewerbungen mehr zu schicken und auf Antwort zu warten, und einstellende Teams brauchen nicht mehr passiv zu warten, dass Bewerbungen reinkommen. Jetzt läuft es mehr in beiden Richtungen ab.“

Das Team des Design & Co-Innovation Center der SAP hofft, dass die mobile Anwendung „Job or Not“ schließlich am modernen Arbeitsplatz allgegenwärtig sein wird und so zu einer stärkeren Teamentwicklung und einer höheren Unternehmensproduktivität beitragen wird und außerdem nicht nur den Effizienzstandard eines bislang frustrierenden Prozesses heben, sondern diesem auch einen unterhaltsameren Charakter verleihen wird.

Die Ergebnisse auf einen Blick:

  • Integration aller Online-Bewerberprofile
  • Vereinfachte UI für bessere Entscheidungsfindung
  • Effiziente Kommunikation zwischen Bewerber und Arbeitgeber

Dieser Artikel wurde ursprünglich aus SAP User Experience Design Services veröffentlicht.

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